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2021 from Youtube, Frankreichs PROBLEM mit dem radikalen IS… – Text to read

2021 from Youtube, Frankreichs PROBLEM mit dem radikalen ISLAM - VisualPolitik DE

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Frankreichs PROBLEM mit dem radikalen ISLAM - VisualPolitik DE

Der Mann, den Ihr gerade sehen könnt, ist OMAR SULEIMAN, einer der einflussreichsten

Imame in den USA. Er ist einer der vielen muslimischen Führer, die in den letzten Tagen

sehr harte Kritik an Frankreich geübt haben. Andere wie z.B. der türkische Präsident

Erdogan sind sogar noch viel weiter gegangen und haben Moslems zu einem Boykott aller französischen

Produkte aufgerufen.

Wieso aber schüren ausgerechnet gegen Frankreich plötzlich so viele islamische Führer den

Hass ihren Glaubensgenossen?

Nun, der Hauptgrund ist das, was der französische Präsident Emmanuel Macron den Kampf gegen

den islamischen Separatismus nennt. Dieser Kampf ist bitten nötig geworden, denn mittlerweile

scheint klar zu sein, dass Frankreich ein gewaltiges Problem mit dem radikalen Islam

hat.

Dabei hat Macron immer wieder deutlich gemacht, dass das Problem nicht die gemäßigten Muslime

sind, sondern der Radikalismus dieser Religion.

Warum also haben so viele islamische Führer, die ja von sich behaupten, nicht radikal zu

sein, trotzdem das Gefühl, dass man ihnen die Schuld dafür gibt? Wieso fühlen sie

sich angegriffen? Wieso ziehen sie im Kampf gegen Radikalismus nicht mit anderen an einem

Strang? Und was genau sind die Probleme Frankreichs mit dem radikalen Islam?

In diesem Video werden Euch die Antworten auf all diese Fragen und noch viel mehr liefern.

(EINLEITUNG)

Am 16. Oktober 2020 wurde SAMUEL PATY, Lehrer an einer französischen Mittelschule, von

einem 18-jähriger Moslem tschetschenischer Herkunft auf offener Straße enthauptet.

Der Mörder Abdulach Ansorow war bereits vor 10 Jahre mit seinen Eltern als Schutzsuchender

nach Frankreich gekommen, das ihm uns seiner Familie Asyl vor ihrer angeblichen Verfolgung

in Russland gewährte. Sein Motiv: der Geschtslehrer Paty hatte gemäß

Lehrplan in einem Unterricht das Recht auf allgemeine Meinungsfreiheit diskuttiert und

als Unterrichtmaterial die Mohammed-Karikaturen aus der französischen Satire-Zeitschrift

Charlie Hebdo benutzt. Der Vater eine Schülerin sah seine Religion

beleidigt und wollte dem Lehrer „diese Schande nicht durchgehen lassen“. Er trat eine massive

Hetzkampagne gegen Paty los und erstattete Strafanzeige wegen des Zeigens von Pornographie

vor Minderjährigen. Der Lehrer musste sich deswegen vor der Schulleitung und gar der

Polizei rechtfertigen. Und ein franzöischer Moslem marokkanischer Herkunft namens Abdelhakim

Sefrioui veröffentlichte über Paty ein Video, in dem er den Hass seiner Glaubensgenossen

gegen den Lehrer noch mehr anheizte.

Durch all diesen Druck und die massive Hasskampagne gegen ihn in den (a)sozialen Medien, knickte

Paty ein und erklärte, er werde in Zukunft das Thema Meinungsfreiheit anhand eines anderen

Beispiels unterrichten. Aber auch dieses Zurückweichen vor dem radikalen

Islaem half ihm nicht mehr, sein Leben zu retten.

Denn Abdulach Ansorow war bereits auf ihn aufmerksam geworden und fuhr zu Patys Schule.

Dort zahle der ein paar zufällig anwesenden Schülern insgesamt 300 Euro, damit diesem

ihm helfen, sein Opfer zu finden. Nach mehr als zwei geland ihnen dies, als als Paty zu

Fuß nach Hause gehen wollte. Nur 500 m von der Schule entfernt, stach der Mörder den

Lehrer mehrfach in den Bauch und schnitt. Dann schnitt er mit einem 35 cm langen Messer

unter frenetischen „Allahu akbar“-Rufen seinen Kopf ab und twitterte ein Foto des

abgetrennten Haupts zusammen mit der Nachricht: „An Macron, Herrscher der Ungläubigen,

ich habe einen deiner Höllenhunde exekutiert, der es gewagt hat, Mohammed zu erniedrigen.“

Nach seiner Tat wurde der Mörder von der Polizei erschossen, sein Leichnahm nach Tschetschenien

überführt und dort im Rahmen einer feierlichen Zeremonie mit 200 Gästen nach islamischem

Ritus beigesetzt.

Um dies alles in die richtige Perspektive zu rücken: Seit 2015 haben islamische Terroristen

in Franreich 250 Menschen ermordet. Dazu gehören auch die Schöpfer genau jener Mohammed-Karikaturen,

welche Paty im Rahmen seines Unterrichts zur Meinungsfreiheit seinen Schülern zeigte.

Offensichtlich hat Frankreich also ein gewaltiges Problem mit dem radikalen Islam.

Und nein, nicht nur lauter „Rechte“ sind dieser Ansicht – 89% aller Franzosen halten

radikale Moslems und den islamischen Terrorismus für eines der schrecklichsten Probleme, unter

denen ihr Land zu leiden hat.

Natürlich halten diese Menschen nicht alle Muslime für Terroristen. Aber es beunruhig

sie ungemein, wenn über den Terror hinaus auch noch hohe islamische Führer zu einem

Boykott gegen Frankreich aufrufen – nur weil die Grande Nation ihre ureigensten gesellschaftlichen

Werte verteidigen möchte.

Natürlich sind sie auch ein verstört von der unendlichen Komplexität der islamischen

Hackordnung – oder besser gesagt: Hassornung. Der amerikanische Imam z.B., der wir am Anfang

des Videos gesehen haben, ruft auf der einen Seite zum Boykott Frankreichs auf, erhält

auf der anderen aber selbst regelmäßig Morddrohungen von anderen Moslemgruppen wie z.B. DAESH.

Tja, die bunte Welt des Islam kann schon ganz schön verwirrend sein – nicht nur für

die Ungläubigen.

Denn in jedem Land wie z.B. Deutschland und den Niederlanden gibt es ganz unterschiedliche

muslimische Gemeinschaften mit ganz unterschiedlichem Gewaltpotential. Aber in Frankreich und Belgien

ist dieses eben besonders schwerwiegend. Bedenkt bitte, dass es nicht nur um Terroranschläge

geht.

In Städten wie Paris und Marseille gibt es ganze Stadtviertel, in die sich nur die Polizei

hineintraut. Genau, was vor ein paar Jahrzehnten noch unvorstellbar war, ist heute bittere

Realität: No-Go-Areas und islamische „Parallelstaaten“ mitten in Westeuropa.

Zur neuen Normalität gehören dort radikalisierte Gemeinden, in denen Lehrer sich nicht mehr

trauen, in staatlichen Schulen frei zu sprechen und Frauen, die sich nicht mehr so kleiden

können, wie sie gerne würden, wenn sie nur ganz normal auf die Straße gehen möchten.

Daher wusste Präsident MACRON schon lange, dass es höchste Zeit ist, die Reißleine

zu ziehen. Und die Enthauptung Samuel Patys war für ihn der letzte Strohhalm.

Macron sagte: "Genug ist genug!"

(Macron geht hart gegen den "islamistischen Separatismus" in muslimischen Gemeinden vor.

Reuters)

Diese Ankündigung hat in der gesamten muslimischen Welt eine Welle des antifranzösischen Hasses

ausgelöst. Die Golfstaaten organisieren Boykotte gegen französische Produkte und auch die

Präsidenten der Türkei und Pakistans haben ihre Bürger aufgefordert, keine französischer

Waren mehr zu kaufen. Einige religiöse Führer vergleichen Macron mit Hitler oder dem indischen

Premierminister Narendra Modi.

Aber solche Vergleiche machen sind natürlich total daneben und angesichts der Schrecklichen

Tat ein Gipfel der Geschmacklosigkeit.

Denn alles, was Frankreich gesagt hat ist, es wolle den radikalen Islam abschaffen, das

heißt, es wolle gegen den islamischen Terrorismus und gegen seine Ursachen vorgehen, nicht gegen

die ganze Religion oder gar gegen alle Moslems.

Niemand hat gefordert, alle Moscheen zu schließen oder alle Muslime abzuschieben. Nein, es gehr

Frankreich nur um den Schutz seiner eigenen freiheitlichen Werte – welche auch sehr

viele Moslems durchaus schätzen.

Aber die eigentliche Frage ist doch... warum hat gerade Frankreich mehr Probleme mit dem

islamischen Radikalismus als andere europäische Länder wie Deutschland? Wieso ist es das

erste europäische Land, in dem der Clash of Cultures mit dem Islam derart eskaliert?

Was genau schlägt Macron vor, etwas dagegen zu unternehmen? Und warum haben sich so viele

islamische Führer gegen ihn gestellt? Heute werden wir diese Fragen natürlich beantworten

- aber zuvor lasst uns wie immer ein wenig über Geschichte sprehen.

(PIERRES SOHN NAMENS AKHMED)

In den 50er und 60er Jahren erlebte Frankreichs sein goldenes Zeitalter.

Und was passiert, wenn die Wirtschaft eines Landes boomt? Arbeitskräfte werden knapp

und die Unternehmen brauchen plötzlich viele Einwanderer, um ihr Wachstum zu befriedigen.

Woher kamen die französischen Einwanderer?

Natürlich aus den französischen Kolonien in Nordafrika, denn in Ländern wie Algerien

und Tunesien warteten schon Millionen von Männern darauf, in den Fabriken von Renault

oder Tefal zu arbeiten. Schließlich hatten sie schon in ihren Heimatländern Französisch

gelernt und ihre Eltern hatten ihnen Namen wie PIERRE oder JEAN-PAUL gegeben.

Sie identifizierten sich mit Frankreich und seinen Weren und heirateten gar französische

Frauen. Mit anderen Worten: sie waren voll integriert.

Doch 1973 änderte sich dasalles!

(Die erdölproduzierenden Länder der muslimischen Welt beschlossen, ihr Öl als politische Waffe

einzusetzen).

Genau, 1973 war das Jahr der Ölkrise. Eine Krise, die Frankreich besonders hart traf.

Die Arbeitslosigkeit stieg und all jene Unternehmen, die Einwanderer mit offenen Armen aufgenommen

hatten, begannen, sie wieder zu entlassen. Von einem Tag auf den anderen brauchte Frankreich

keine Einwanderer mehr.

Zur gleichen Zeit brachte die französische Regierung ein neues Gesetz auf den Weg, das

sicherlich nur gut gemeint war, aber sehr gravierende Konsequenzen haben sollte.

(((FRANZÖSISCHE HYMNE SPIELT)))

1978 verabschiedete Frankreich das Gesetz zur Familienzusammenführung. Dieses Gesetz

erlaubte es neu eingebürgerten französischen Einwanderern, ihre Familien aus ihren Herkunftsländern

nachziehen zu lassen. Und es führte zu einem neuen gewaltigen Zustrom von Einwanderern

aus Ländern wie Algerien und Marokko. Dabei handelte es isch aber nicht mehr um Männer

im arbeitsfähigen Alter, sondern einfach all ihre Familienangehörigen.

Natürlich erscheint diese Politik völlig menschlich. Und Ihr stellt Euch jetzt sicher

die Frage, was das alles mit islamischem Radikalismus zu tun hat.

Nun, eine ganze Menge. Denkt mal darüber nach: Vor 1978 hatten alle Einwanderer, die

nach Frankreich kamen, keine andere Wahl, als sich unter das französiche Volk zu mischen:

wollten sie nicht alleine sein, mussten sie mit Einheimischen Freundschaften schließen,

eine französiche Frau finden und ein französisches Leben führen. Sie hatten damit gewaltige

Anreize, sich in die französiche Gesellschaft zu integrieren

Ab den 1970er Jahren konnten diese Einwanderer jedoch bereits Frauen aus ihrer Heimat heiraten.

Und diese blieben – wie es bei ihnen Tradition war - zu Hause. Kontakte mit der franzosischen

„Außenwelt“ waren tabu. Ihre Welt war der heimische Herd, das Ehebett und die Kindererziehung.

Es gab auch immer weniger Mischehen. Und die Kinder dieser Einwanderer, die selbst PIERRE

oder JEAN-PAUL hießen, wurden nun plötzlich AKHMED und HASSAN genannt!

Das mag auf den ersten Blick nicht als großes Problem erscheinen, denn Eltern können ihre

Kinde ja nennen, wie sie wollen.

Doch zusammen mit diesen Namen gaben die traditionell erzogenen Mütter jener zweiten Generation

auch den alten Wertekompass aus ihrer Heimat mit, die sich von dem der französischen Gesellschaft

diametral unterschied.

Und aus diesem Grund fanden die ersten Debatten über das Tragen des HIJAB in der Öffentlichkeit

nicht in den 1960er Jahren statt, sondern erst ab 1989. Der islamische Radikalismus

in Frankreich hatte sich wie ein Schwelbrandt innerhalb der abgeschotteten Haushalte der

traditionsbewussten nachgezogenen Mütter entwickelt.

Richtig sichtbar wurde das Problem erst in den späten 1990er Jahren. Denn etwa ab dieser

Zeit beginnt Frankreich auf dem globalen Markt an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Seit

dem Jahr 2000 sind die Nettoexporte Frankreichs weiter zurückgegangen. Und während sich

Deutschland zu einem globalen industriellen Machtzentrumzentrum entwickelte, befindet

sich Frankreich im 21. Jahrhundert im wirtschaftlichen Niedergang.

Das Ergebnis? Paris, die reichste Stadt Frankreichs, hat eine strukturelle Arbeitslosigkeit von

8%. Die Jugendarbeitslosigkeit hat erreichte 19%. Und ratet mal, welche Gruppe am stärksten

von dieser Arbeitslosigkeit betroffen ist? Ganz genau! Die Nachkommen dieser nordamerikanischen

Einwanderer.

Pierre und Jean-Paul fanden Arbeit bei Renault, aber ihre Kinder und Enkelkinder, Akhmed und

Hassan, sind arbeitslos.

Das aber ist noch lange nicht das Ende dieses Dramas! Leider kommen in Frankreich noch ein

paar weitere ungünstige Faktoren zusammen. Einer davon sind strenge Vorschriften und

Marktregelungen.

Z.B. auf dem Wohnungsmarkt. Falls Du mal in Paris gelebt hast, weisst Du genau, dass es

fast unmöglich ist, in der Metropole an der Seine eine anständige Wohnung zu finden.

Selbst hochqualifizierte und gut bezahlte Arbeitskräfte, die von multinationalen Konzernen

angeheuert werden und deswegen nach Paris ziehen, können in alten, kleinen und ungeheuer

teuren Wohnungen landen.

Laut EXPATISTAN.COM kostet die Miete einer 45m2 großen Wohnung in einem durchschnittlichen

Pariser Stadtviertel etwa 1200 Euro pro Monat. Das ist ungefähr der gleiche Preis wie in

wie München. Worin liegt also der Unterschied? … wirst Du Dich sicher fragen.

Nun, der springenden Punkt ist, dass München eine Arbeitslosenquote von 2% hat, während

diese in Paris bei sage und schreibe 8% liegt. Und wenn die Expats mit ihren Luxusgehältern

sich schon über die hohen Preisebeschweren, dann stell Dir vor, was erst unsere arbeitlosen

Freunde Akhmed und Hassan dazu sagen.

Willkommen in Ihrem neuen Zuhause in… so gut wie Paris. Nur einen Steinwurf von der

Metrostation Stalingrad entfernt finden Sie Ihr eigenes Zuhause – und das vollkommen

kostenlos! Wunderschöne Parks mit den besten Drogenhändlern der Stadt, eine bunte multikulturelle

städtische Umgebung für Aktivitäten mit der ganzen Familie und die besten salafistischen

Moscheen, die von unseren Freunden aus Saudi-Arabien gesponsert werden. Zögern sie nicht, denn

Ihr neues trauriges Leben in dieser auch für Sie erschwinglichen Nachbarschaft wartet schon

auf Sie!

Zu Risiken und Kosten fragen Sie bitte eine NGO oder ihren Schlepper vor Ort!

nd was passiert in diesen Vierteln? Nun, lasst uns einen Blick darauf werfen.

(DIE VERFÜHRUNGEN DES RADIKALISMUS)

Viele Leute sind der Meinung, dass der radikale Islam eine Rückkehr ins Mittelalter darstellt:

eine ultrakonservative und streng religiöse Ideologie – so wie wir sie eben vom mittelalterlichen

Christentum her kennen. Nicht wahr? Falsch! Die Ideologie, zu der sich die meisten

islamischen Radikalen in Frankreich bekennen, ist der SALAFISMUS. Der Salafismus wurde im

18. Jahrhundert im heutigen Saudi-Arabien erfunden, führte dort jedoch eher ein Schattendasein.

Erst in den 1960er Jahren wurde er zur dominanten religiösen Bewegung in Saudi-Arabien.

Zu diesem Zeitpunkt war das Land bereits zu jener Öl-Monarchie geworden, die es heute

ist. Und die Herrscherfamilie erkannt, dass sich der Salafismus gut dazu eignet, das eigene

Volk unter Kontrolle zu halten. Sie musste dazu jedoch einen Pakt mit den salafistischen

Imamen eingehen.

Und diese wollten im Gegenzug, dass die Saudis mit den Milliardeneinnahmen aus Dinosaft den

Bau von Moscheen und islamischen Schulen in der ganzen Welt finanzieren.

Dies erklärt, warum der Salafismus gegenüber den anderen Formen des Islam an Boden gewinnt.

Erinnernt Ihr Euch zum Beispiel noch an den ermordeten Lehrer Paty? Nun, sein Mörder

stammte wie gesagt aus Tschetschenien, wo traditionell der Sufi-Islam praktiziert wurde.

In den letzten Jahren ist jedoch auch dort der Salafismus auf dem Vormarsch. Und etwas

Ähnliches geschieht ebenso in... Frankreich. Bereits im Jahr 2004 gab es dort bereits mehr

als 5.000 Salafisten.

Diese Salafisten konzentrierten sich natürlich vor allem in ärmeren Stadtvierteln, den tristlosen

Banlieus an den Stadträndern.

Und sie sorgen dort schon seit Jahrzehnten immer wieder für Unruhen.

(Ausschreitungen von Immigranten in Frankreich dauern schon neun Nächte. NYTimes)

Ganz genau! 2005 litt Frankreich drei Wochen lang unter anhaltenden Randalen, bei denen

zwei Zivilisten getötet wurden und mehr als 8.000 Autos in Brand. Spätestens da wurde

Frankreich klar, das es ein gewaltiges Problem hatte. Und was glaubst Du, mit womit sie es

lösen wollten?

(Der Französische Rat des muslimischen Kultes gründet einen "theologischen Rat", um dem

radikalen Diskurs entgegenzuwirken. Euro-Islam Info)

Tja, um den Vormarsch des radikalen Islam zu stoppen, schuf Frankreich ein Regierungsorgan,

das mit der muslimischen Gemeinschaft kommunizieren sollte. Die Idee war, eine mit der Demokratie

kompatible Version des Islam zu fördern. Obwohl einige Kritiker sagen würden, dass

Frankreich stattdessen versuchte, eine eigene Version des Islam zu entwerfen. Und Ihr fragt

Euch, ob dieser Rat irgendwie zur Lösung beigetragen hat?

Nun, ureilt selbst: 2005 gab es in Frankreich etwa 5.000 Salafisten. Im Jahr 2010 waren

es mehr als 12.000, und heute sprechen wir sogar schon von 30.000 bis 50.000 Salafisten.

Also, wenn das kein exponentielles Wachstum ist! Ganz zu schweigen von all den Terroranschlägen,

mit denen radikale Moslems das Land überzogen haben.

Wie aber könnte dann eine funktionierende Lösung aussehen?Nun, die Wahrheit ist, dass

bis heute niemand weiß, wie die Radikalisierung einer so großen Zahl von Gläubigen überhaupt

vermieden werden kann.

Denn Terrorismus-Bekämpfung ist eines der wissenschaftlich und politische umstrittensten

Themen, die es überhaupt gibt. Es kursieren alle möglichen Lösungsansätze

vieler verschiedener Exporten. In Saudi-Arabien hat man "Entradikalisierungszentren" geschaffen,

die Methoden zur Rehabilitierung von Drogenabhängigen nachahmen. Terroristen machen dort Dinge wie

Kunsttherapie, Gruppendynamik und dergleichen. Angeblich – zumindest der saudischen Regierung

zufolge – soll ihr damit ein großer Erfolg gelungen sein. Aber würdest Du das jener

Regierung abkaufen, welche den Salafismus erst in aller Welt verbreitet hat?

Die die Realität sieht leider so aus, dass allein in den letzten Jahren mehr als 50 Terroranschläge

durch Menschen begange wurden, die angeblich schon erfolgreich entradikalisiert waren.

Forscher an Universitäten in Spanien und Kalifornien haben sogar Gehirnscans von Terroristen

durchgeführt, um zu verstehen, mit welcher Art von Botschaften man einen potenziellen

Terroristen entradikalisieren kann.

Und während alle Welt darüber streitet, wie das mit der Radikalisierung und Entradikalisierung

denn eigentlich funktioniert, steigt die Zahl radialer Moslems mit nie dagewesener Geschwindigkeit.

Was also schlägt in solche einer durchaus auswegslos erscheinenden Situation Präsident

Macron vor?

(DER KREUZZUG GEGEN DEN ISLAMISCHEN SEPARATISMUS)

Was man an diesem Punkt mit Gewissheit sagen kann ist, dass eines der Hauptinstrumente

der Islamoextremisten radikale Moscheen sind. Und die meisten dieser Moscheen werden mit

Geld bezahlt, das aus dem Ausland kommt.

Leider lassen sich die Spuren dieser Finanzströme nicht so einfach ergoogeln wie ein erstklassiges

Rezept für leckere Schakschuka.

Ja, probier es ruhig aus! Aber Du wirst im Netz kaum einen konkreten Nachweis darüber

finden, wer genau was bezahlt hat.

Wieso? Nun, im Gegensatz zu Unternehmen müssen Religionsgemeinschaften ihre Finanzen nirgendwo

offenlegen.

Darüber hinaus sind eligiöse Organisationen wie NGOs von allen Steuern befreit - keine

Steuerprüfer wird also je einen Blick in ihre Bücher werfen können.

Hinzu kommt noch ein weiterer Faktor: Salafismus ist keine hierarchische Religion. Im Gegensatz

zum Katholizismus gibt es keinen salafistischen Papst oder etwas Ähnliches.

Wenn wir außerdem sagen, dass Saudi-Arabien den Bau einer Moschee finanziert hat, dann

meinen wir nicht die saudi-arabische REGIERUNG. Denn in den meisten Fällen handelt es sich

um private Gruppen.

Denkt mal kurz darüber nach: Es reicht, wenn eine Gruppe saudischer Millionäre einigen

Freiwilligen in Frankreich das Geld für den Bau einer Moschee überweist und im Gegenzug

mit dem Wohlwollen der Regierung bei ihren Geschäften rechnen kann.

Und Schwuppdiwupp: schon ist es so gut wie unmöglich festzustellen, wer genau die Radikalen

fördert.

Macrons Plan ist es daher, ein nationales Register aller islamischen Gotteshäuser aufzustellen.

Dabei sollen sowohl alle Geldquellen als auch die genau Art der Ideologie jeder einzelnen

Moschee ergründet werden.

Radikale Vereinigungen sollen so leichter zerschlagen werden. Denn das Problem ist,

dass sich diese häufig hinter einer gemäßigten und freundlichen Fassade verstecken.

So wurde bereits das NGO „Kollektiv gegen Islamophobie in Frankreich“ verboten, in

dem sich radikale Moslems unter dem Deckmantel einer Menscherechtsorganisation organisier

hatten.

Darüber hinaus will Macron auch den Hausunterricht verbieten und auf diese Weise sicherstellen,

dass alle Kinder in Frankreich die gleiche, vom Staat geprüfte Bildung erhalten.

Und genau diese Ausschaltung des Einflusses von Ideologen aus dem Ausland hat vielen islamischen

Führern und dem türkischen Präsidenten die Zonesröte ins Gesicht getrieben.

(Erdogan: Europas Muslime wurden behandelt wie Juden vor dem Zweiten Weltkrieg. Euronews)

Aber Erdogan reichte dieser absurde und geschmacklose Vergleich nicht. Er verhöhnte auch Präsident

Marcron wegen dessen Kampf gegen den islamischen Radikalismus als geisteskrank.

Wieso aber schießt Erdogan so scharf gegen die Europäer, welche doch nur ausdrücklich

den Radikalismus bekämpfen wollen, nicht den Islam an sich? Und wieso hält er gleichzeitig

brav seinen Mund, wenn das Regime in China die muslimischen Uiguren brutal unterdrückt

und eine Million von ihnen in „Umerziehungslagern“ festhält, um ihnen ihren Glauben auszutreiben?

Was sind Deiner Meinung nach Erdogans Motive sich so sehr um das Wohlergehen der europäischen

Moslems zu Sorgen, wenn ihn gleichzeitig das Schicksal der Menschen im ehemaligen Ost-Turkestan

– dem heutogen Xinjiang - vollkommen kalt lässt?

Schreib uns doch in die Kommentare, ob Dir eine gut Erklärung dafür einfällt, wieso

Erdogan hier nach derart krassen doppelten Maßstäben handelt!

Und nein, wie sprechen hier nicht von einem passiven Wegschauen, sondern von aktiver Beihilfe

zu brutalen Menschenrechtsverletungen an Muslimen, ja gar an den ethnisch mit den Türken verwandten

Uiguren. So lässt Erdogan z.B. in die Türkei geflohene Uiguren eiskalt wieder nach China

abschieben - obwohl ihm klar sein dürfte, welches Schicksal sie dort erwartet.

Geht es ihm am Ende gar nicht um die Muslime selbst? Sondern eher darum, seinen eigenen

Einfluss in der islamischen Welt so billig wie möglich zu vergrößtern?

Denn es dürfte klar sein, dass ihm ähnlich harte Angriffe gegen China nicht so ungestraft

durchgehen würden wie im Falle Frankreichs. Die Europäer müssen ihre Milliarden ja auch

so nach Ankara überweisen, wenn sie nicht wieder „unschöne Bilder“ einer Flüchtlingswelle

ertragen wollen.

Und so springt er halt opportunistisch auf jenes kostenlose Trittbrett auf, das bei islamischen

Führern gerade absolut „in“ ist: den Kampfbegriff Islamophobie!

Hör Dir mal an, was Imran Khan, der Präsident Pakistans, neulich von sich gegeben hat:

(Imran Khan fordert die muslimischen Länder auf, der Tendenz der Islamophobie in den europäischen

Ländern kollektiv entgegenzutreten. Firstpost)

Insbesondere in der Rede des pakistanischen Präsidenten werden die Mohammed-Karikaturen

als Hassrede bezeichnet.

Denn diesem Mann zufolge schließt die allgemeine Rede- Meinungsfreiheit keine Blasphemie ein.

Nun, in gewisser Weise ist es natürlich verständlich, dass er so denkt: In Pakistan gibt es keine

Trennung von Staat und Religion und man weiß dort seit vielen Jahren nicht mehr, was Meinungsfreiheit

überhaupt bedeutet.

Ganz YouTube z.B. wurde in Pakistan für 3 Jahre verboten, nur weil dort ein Video erschienen

war, das angeblich die Gefühle von Muslimen verletzte. Und natürlich sind in Pakistan

auch alle Websites mit Erwachsenenunterhaltung verboten.

So, jetzt schnallt Euch aber an! Denn an genau dieser Stelle erliegen viele Menschen dem

simplen, dualistischen Gedanken, dies alles sei ganz einfach ein Krieg zwischen freiheitlichen

westlichen Werten auf der einen und restriktiven islamischen Werten auf der anderen Seite.

Ein klassischer Clash zweier Kulturen.

Aber weit gefehlt! Denn die Fronten dieses Freiheitskampfes verlaufen quer durch alle

Kulturen hindurch.

Wir dürfen für keinen Moment vergessen, dass viele westliche Führer in ihren Ansichten

mehr oder weniger mit den Aussagen des pakistanischen Präsidenten übereinstimmen.

Es hat sich eine sehr mächtige und sehr „bunte“ Koalition gebildet, die sich auf Rede- und

Meinungsfreiheit sowie viele andere von unseren Vorfahren hart erkäpfte Menschen- und Bürgerrechte

eingeschossen hat. Viele Verräter der Freiheit halten sich in Mitte der westlichen Kulturgemeinschaft

auf!

Achtet z.B.darauf, was Papst Franziskus nur wenige Tage nach den blutigen Anschlägen

auf Charlie Hebdo aussonderte.

("Man kann nicht provozieren, man kann die Überzeugungen anderer Menschen nicht beleidigen,

man kann die Menschen nicht verspotten, man kann den Glauben nicht verspotten. Wenn Dr.

Gasparri, mein großer Freund, ein böses Wort gegen meine Mutter sagt, steht ihm ein

Schlag bevor!")

Wenn das keine unverfrorene Anmaßung gegen unsere freiheitliche und aufgeklärte Wertegemeinschaft

ist – welche sich ja in jahrhundertelangem Kampf auch gegen die zu einer totalitären

Unterdrückungsinstitution entartete katholische Kirche durchsetzen musste!

Denn an dieser Stelle halte ich es für wichtig, eines klarzustellen: Redefreiheit schließt

Blasphemie, Satire und Beleidigungen einer Religion ein. Künstler wie Slayer, Marilyn

Manson oder Behemoth haben ganze Karriere auf Blasphemie aufgebaut. Und das ist gut

so!

Wir alle haben briliante Filme wie "Das Leben des Brian" gesehen, welche ohne religiöse

Satire witzlos wären. All dies wird durch die Meinungsfreiheit perfekt

abgedeckt.

Niemand – aber auch wirklich niemand – sollte Angst davor haben, dass er benachteiligt oder

gar ermordet wird, weil er eine Religion, Ideologie oder eine politische Idee kritisiert

oder persifliert.

Deswegen müssen wir das Recht auf reale Meinungsfreiheit mit Zähnen und Klauen verteidigen. Deswegen

ist Emmanuel Marcons Kampf so wichtig. Und deswegen ist es auch wichtig, dass sich ihm

alle andern Führer, die von sich behaupten, für die Freiheit einzutreten, anschließen.

Leider ist dies – wie man nun sehen musste – keine Selbstverständlichkeit. Auch viele

westliche Politiker wollen es sich nicht mit der dunklen Seite der Macht verderben – oder

neigen gar selbst dazu, mit totalitären Ideen zu sympathisieren.

Wir in diesen Videos Papst Franziskus als ein Beispiel angeführt, damit wir Euch die

Spannweite dieser gefährlichen Denkmuster vor Augen führen. In früheren Videos haben

wir Euch von anderen Beispielen erzählt. Z.B. von der deutschen BaFin im Falle Wirecards

und von der WHO im Falle Chinas. Welche weiteren Beispiele fallen Euch ein?

Von wem oder von was sehr Ihr das Recht auf freie Meinungsäußerung besonders bedroht?

Schreibt uns bitte alles, was Euch dazu einfällt in die Kommantare!

Aber zurück nach Frankreich. Natürlich darf man nicht den Fehler machen, Macrons Plan

für perfekt zu halten, nur weil er Erdogan und Imran Khan zum Toben bringt.

Ganz im Gegenteil: er birgt viele berechtigte Kritik- und Schwachpunkte. Allein, dass die

Regierung den Namen des Gesetzes von „Gesetz gegen Separatismus“ in „Gesetz zur Stärkung

republikanischer Prinzipien“ umbenannte, führt den Hohen grad der Kontroverse vor

Augen. Das Wort Islamismus kommt übrigens mit Absicht nicht im Gesetzestext – genauso

wie in diesem Video – vor.

Die Kritik kommt von beiden politischen Seiten: Linke und Islamverbände sehen in dem Vorhaben

Islamfeindlichkeit und eine Stigmatisierung der Muslime. Rechtsextremen geht der Vorstoß

dagegen nicht weit genug.

Doch Macron hat „absolute Härte“ gegenüber dem radikalen Islam versprochen. Er machte

klar, dass Frankreich nicht um das Eingeständnis herumkomme, dass der ausufernde radikale Islam

im Land die Werte der Republik untergrabe und die Gewalt banalisiere.

Denn es geht um ein Herzstück der Grande Nation: die 1905 eingeführte französische

Laïcité – den Urgedanken der Trennung von Religion und Staat – und die Werte der

Republik vor dem radikalen Islam zu verteidigen. Darüber, wie der Laizismus von heute aussehen

muss muss die französischen Gesellschaft einen neuen Konsens finden – denn auch diese

Trennlinie verläuft wie gesagt nicht strikt zwischen Moslems und Nicht-Moslems.

Deshalb wollen wir jetzt auch Eure Meinung zu diesem kontroversen Thema wissen: Haltet

ihr es für richtig, dass der französiche Staat diese Maßnahmen zur Regulierung einer

Religionen ergreibt? Und glaubt Ihr, dass Macrons Plan von Macron das Problem des islamischen

Separatismus lösen wird? Oder wurde der Point-of-no-Return in Frankreich bereits überschritten?

Schreibt uns bitte alles, was Euch dazu einfällt in die Kommentare, denn wie immer sind wir

auf diese schon hochgradig gespannt.

Ich hoffe, dass Euch dieses Video gefallen und vielleicht auch etwas gebracht hat. Falls

ja, gebt uns bitte ein Like und unterstützt uns, indem Ihr dieses Video mit Deinen Freunden

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