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Youtube-Lektionen - April 2020, Vater, Sohn und der Heilige Geist – Impuls von Weihbischof Ansgar am 28.05.2018

Vater, Sohn und der Heilige Geist – Impuls von Weihbischof Ansgar am 28.05.2018

Manchmal sind es gar nicht die großen Theologen, die einem die Geheimnisse

Gottes erklären. Manchmal sind es ganz einfache Menschen,

wie ein Busfahrer. Mir ging das so mit dem Geheimnis der Dreifaltigkeit.

Wir beten ja ganz oft im Namen des Vaters und des Sohnes und des

Heiligen Geistes, aber wenn das ein Nicht Christ sieht, vielleicht ein Moslem, dann

fragt er sich: "Hallo, wie viele Götter haben die eigentlich?

Haben die einen Gott oder mehrere? Ist das bei denen so, wie bei den

Griechen früher? Mit so einem 'Hauptgott', das ist der Vater und dann haben sie

noch ein paar 'Nebengötter', den Sohn und den Heiligen Geist?"

Wie soll man das Geheimnis der Dreifaltigkeit begreifen? Wie gesagt, mir hat ein Busfahrer

geholfen. Bei einer Pilgerfahrt, die ich mit meiner Pfarrei einmal in den USA

gemacht hatte. Wir waren dann mit einem Chor unterwegs und vor dem

Dreifaltigkeitsfest stöhnte ich ein bisschen rum, dass mir nichts einfallen

würde für die Predigt und da sagte der Busfahrer: "Dreifaltigkeit ist doch ganz

einfach. Hat mir mein Pastor so erklärt. Der hat gesagt: 'Hör mal John – so hieß der

Busfahrer – hast du eigentlich Kinder?' Ja, ich habe zwei ganz süße! 'Dann bist du

doch Vater, oder?' Ja klar. 'Leben deine alten Eltern noch?' Ja sicher,

die sind bei guter Gesundheit. 'Dann bist du doch deren Sohn oder?' Ja

sicher! 'Und, liebst du deine Frau?' Ja klar, liebe ich meine Frau. 'Ja, aber dann bist

du doch der Sohn deiner Eltern, der Vater deiner Kinder, die Liebe zu deiner Frau.

Aber du bist immer Derselbe. Du bist immer John, oder?' Bei Gott ist das genauso,

der ist immer nur Gott, aber mal der Vater, mal der Sohn, mal der Heilige Geist."

Fand ich super, die Erklärung. Da habe ich nämlich verstanden, dass Gott "Beziehung"

ist. Das Gott nicht so ein erratischer, einsamer Block ist, sondern das er "DU"

ist und sich mit uns bezieht. Er ist Beziehung in sich und Beziehung zu uns

und das was uns Menschen so schwer gelingt, das ist in Gott vollkommen:

Gelungene, glückliche Beziehungen. Heute im Nachtgebet danke ich Gott dafür, dass

auch wir in Beziehungen leben. 22 Uhr, DOMRADIO.DE.

Dein Weihbischof Ansgar

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