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Vogelgrippe in Bayern | BR24

Wie kam das Virus H5N8, mit dem sich vor allem Wasservögel infizieren, zu uns?

Infizierte Zugvögel, so die gängige Theorie, haben das Virus aus Südostasien hierher gebracht.

Aber es gibt auch eine andere These: Nicht Wasservögel verbreiten das Virus,

sondern groß-industrielle Geflügelfarmen über weltweite Handelsnetze.

So exportiert Deutschland jedes Jahr

eine halbe Million Tonnen Hühnchenfleisch und Küken nach Asien.

Mit dem Virus in Kontakt kommen könnten dort zum Beispiel

die Transportkäfige und die Transporteure.

Außerdem importieren deutsche Unternehmen große Mengen Futtermittel aus China,

auch Tiermehl, in dem verendete Tiere verarbeitet werden.

Auch das sei ein möglicher Übertragungsweg, meint der Ornithologe Josef Reichholf.

Vor allem wenn die Hygienestandards nicht eingehalten werden.

„Da fehlt es einfach an nationalen und vor allem internationalen Kontrollen,

auf welchen Wegen, welche Futtermengen verfrachtet werden.

Dass da ein Zusammenhang besteht, dafür spricht,

dass es praktisch von Japan bis Westeuropa gleichzeitig zu den Ausbrüchen kommt.

Das passt überhaupt nicht zur Verbreitung über den Vogelzug,

aber wohl über Mechanismen des internationalen Futtermittelhandels.“

Einen hundertprozentigen Beweis gibt es im Moment weder für die eine

noch für die andere Theorie.

Die meisten Wissenschaftler sind allerdings weiterhin überzeugt davon,

dass Wildvögel das Virus nach Europa transportiert haben.

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