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2020-2 Video lessons from YouTube, Der Jagdpanzer 38 „Hetzer“

Der Jagdpanzer 38 „Hetzer“

[Musik]

Im Sommer '43 ist die Übermacht der

sowjetischen Kampfpanzer erdrückend für

die deutsche Wehrmacht und die gezogene

Panzerabwehr, die Panzerabwehrkanone

kann nichts mehr ausrichten

daher folgt der Entschluss, hier eine

Mechanisierung der Panzerabwehr einzusetzen.

Dieser Entschluss führte zur Entwicklung

eines Jagdpanzers. Ursprünglich sollten

Sturmgeschütze gebaut werden, allerdings

war das Sturmgeschütz mit ungefähr 20

tonnen ein schweres Fahrzeug und

die vorhandenen Produktionskapazitäten

vor allen Dingen in der Tschechoslowakei

bei Skoda und ČKD ließen nur Fahrzeuge

in der Produktion bis maximal 18 Tonnen

zu. Daher erfolgte im Sommer 1943 die

Entscheidung ein eigenes Fahrzeug auf

der Basis des sehr bewährten Panzer38

zu konstruieren und ČKD in Prag bekam

diesen Auftrag nach ihren eigenen

Werksanlagen ein Fahrzeug zu entwickeln.

Die Vorgaben zur Fertigung dieser

Fahrzeuge waren sehr einfach. Einerseits

das Verwenden der bewährten Panzer38

Teile, andererseits das Verwenden der

Panzerkanonen 75mm in der Kaliberlänge L48

das ist die gleiche Kanone wie sie

der Panzer 4 trägt, und natürlich auch

das Sturmgeschütz. Dieses Geschütz ist

in der Lage auf 600 Meter einen T34,

einen sowjetischen Kampfpanzer frontal

zu durchschlagen. Als die Fertigung für

den Jagdpanzer38 in Pilsen und Prag anlief

konnte man zum ersten Mal von

Fließbandproduktion von deutschen

Panzern sprechen.

Davor, aber auch parallel dazu wurden die

Panzer 4, die Sturmgeschütze, aber auch

Panther und Tiger in einer Art Manufakturarbeit

hergestellt, das heißt das meiste

wurde in einem Werk produziert. Als die

Produktion in vollem Gang war, bekam das

fahrzeug auch seinen Suggestivnamen:

die Truppe nannte das neue, sehr

bewegliche Fahrzeug "Hetzer", dieser "Hetzer"

hatte jetzt vier Mann Besatzung: einen

Kommandanten der das Fahrzeug geführt

hat, der sehr wenig sieht, außer über eine

Sichteinrichtung mit einem Winkelspiegel

nach vorne und einem Winkelspiegel

nach hinten.

Zusätzlich kann er über ein Scherenfernrohr

Ziele aufklären, wenn das Fahrzeug in der

Stellung steht. Der Schlüssel zum Erfolg

im Gefecht beim Hetzer ist allerdings

der Fahrer, denn der Fahrer muss das

Fahrzeug so weit einrichten, nicht nur

fahren sondern auch die

grobe Richtung für die Kanone vorgeben,

damit der Richtschütze überhaupt ein

Ziel finden kann. Erst danach kann der

Richtschütze die Feinarbeit leisten, er

bewegt die Kanone der Seite und der Höhe

nach und er feuert ab. Daher sitzen

Richtschütze und Fahrer auch sehr nahe

hintereinander so dass nicht viel

gesprochen werden muss. Der Ladeschütze

wiederum hat einerseits die Kanone

zu laden

die munition für diese Kanone, die sieht

so aus. Wir haben hier eine Panzergranate

im kaliber 75 mm, wie sie im Hetzer in

fast 60 Stück vorhanden ist.

Zusätzlich zur Panzerkanone ist das

Fahrzeug auch noch mit einem

Maschinengewehr 34 bewaffnet, das ist von

innen zu bedienen, das war ein Novum

für die damalige Zeit. Nur zum Wechsel

der Munitionstrommel musste der Ladeschütze

nach draußen greifen.

Motorisiert war der Hetzer mit einem

180PS Benzinmotor der Firma Praga, dieser

Motor sitzt im Heck und wirkt über eine

durch den Kampfraum laufende Welle auf

das Getriebe das vorne direkt neben dem

Fahrer sitzt.

Das Getriebe, das ist etwas sehr

spezielles, ist ein Vorwahlgetriebe,

der Fahrer wählt einen Gang und erst mit

dem Pedaldruck des Pedals schaltet er

diesen gang durch. Von Produktionsbeginn

im Mai 1944 bis zum Produktionsende im

Mai 1945 wurden über 1.800 Fahrzeuge

dieses Typs Jagdpanzer 38 Hetzer

produziert. Bei den Besatzungen nicht

besonders beliebt Aufgrund seiner

räumlichen Enge und vor allen Dingen der

warmen Abluft die permanent aus dem

Motorraum in den Kampfraum geblasen wird,

das ist im Winter zwar eine gute Heizung

aber im Sommer bekommt es binnen

Minuten über 30 Grad im Kampfraum.

Allerdings war das Fahrzeug erfolgreich,

denn die Abschusszahlen

sprachen für sich.

Das Fahrzeug hat eine sehr geringe Bauhöhe,

ist frontal gut gepanzert und kann daher

diese Aufgabe des Jagdpanzers sehr gut erfüllen.

Aus der September 1944 Fertigung

ging ein Fahrzeug zur Erprobung in die

Schweiz, sie hatten bereits Erfahrung

mit Skoda-Panzern

aus der Vorkriegszeit und für

die Schweiz, für den defensiven Charakter

der schweizer Armee war dieser Jagdpanzer

wie geschaffen.

Daher erfolgte im jänner 1945 ein

Bestellung von 150 Jagdpanzern 38 Hetzer

und bis 1947 bekommt die Schweiz

wirklich ihre 150 Jagdpanzer und

verwendet diese auch bis 1972.

Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien

hatte das große Glück die Nummer 10 aus

der Auslieferung an die Schweiz zu

bekommen.

Dieser war zufällig mit dem Originalmotor

ausgerüstet. Nach einer aufwendigen

Restaurierung ist das Fahrzeug heute

wieder im Zustand wie im Juni 1945.

Er ist fahrfähig, er ist betriebsfähig

und ist in der Panzerhalle des

Heeresgeschichtlichen Museums zu

besichtigen.

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