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Zukker im leben, Das Bier mit Christoph und der Velounfall

Das Bier mit Christoph und der Velounfall

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Das Bier mit Christoph und der Velounfall 25. Mai 2018, Episode 19

Zukker im Leben (D)

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10:18 Das Bier mit Christoph und der Velounfall

Zukker im Leben (D) Episode Glossar Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,

Herzlich Willkommen zur Sendung „Zukker im Leben“ vom 25. Mai 2018. Ich hatte eine Verabredung mit Christoph. Wie das war, erfahren Sie heute. Vanessa aus der WG bei mir im Haus hatte einen Velounfall und ich war bei ihr und habe für sie gekocht. Davon erzähle ich Ihnen heute natürlich gerne. Welche Themen interessieren Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer? Schreiben Sie mir jederzeit, über was ich Ihnen erzählen könnte. Viel Vergnügen!

*

Christoph habe ich auf einer Verkleidungsparty [1] kennen gelernt. Ich war mit Anna bei einer Freundin eingeladen. Sie war als Mini Mouse verkleidet und ich als Mickey Mouse. Christoph war Gollum aus Herr der Ringe und sah alles andere als attraktiv aus. Aber das war überhaupt nicht schlimm, weil wir uns sofort gut verstanden haben und über Backpacker Ferien geredet haben, obwohl ich noch nie alleine mit dem Rucksack verreist bin. Aber Christoph hat mir diese Art Ferien schmackhaft [2] gemacht und am Tag nach der Party war ich mir sicher, in meinen nächsten Ferien werde ich einfach mit dem Rucksack losziehen. Christoph hat mir drei Tage nach der Party eine SMS geschrieben und ich wusste, ich muss ihn einfach treffen, alleine deshalb, weil ich wissen wollte, wie der Mann ohne Kostüm aussieht. Gestern haben wir uns am Idaplatz in Zürich getroffen. In der Calvados Bar, eine hübsche Bar an der Ecke, wo man draussen auf dem Kiesplatz [3] sitzen kann. Ich bin zehn Minuten zu spät, weil mir der Bus vor der Nase abgefahren ist. Christoph sitzt nicht vor der Bar, sondern drinnen am Tresen, obwohl es draussen noch sehr warm ist. Als ich in die Bar komme, höre ich, was ich schon befürchtet [4] habe. Auf einer Leinwand läuft Fussball, denke ich. Aber als ich genau hinschaue ist es Eishockey. Christoph hat einen roten Kopf und fuchtelt [5] mit den Armen. Ich stehe neben ihm, aber er sieht mich nicht. Ich tippe ihm auf die Schulter und sage hallo. Er dreht sich um und bestellt uns beiden ein grosses Bier, prostet [6] mir zu und dreht mir wieder den Rücken zu [7]. Ich habe das Gefühl, dass ich im falschen Film [8] bin. Eishockey-WM. Schweiz gegen Russland. Grossartig. Damit kann ich noch weniger anfangen als mit Fussball. Kurz denke ich, dass Christoph vielleicht denkt, dass ich eine Frau bin, die ihn tröstet und mit ihm Bier trinkt, wenn seine Lieblingsmannschaft verloren hat. Oder dass ich eine Frau bin, die mit ihm feiert und Bier trinkt, wenn seine Mannschaft gewonnen hat. Ich trinke ein bisschen vom Bier, bezahle es, tippe Christoph wieder auf die Schulter, er dreht sich um und sagt zu mir: „Sorry Nora, wenn Eishockey läuft, bin ich Feuer und Flamme [9].“ Ich verkneife [10] mir zu sagen: „Ach wirklich? Das wäre mir gar nicht aufgefallen [11].“ Dann sagt er, dass er sich bei mir melde, wenn ich möchte. Ich lächle ihn an, spaziere nach Hause und denke, immerhin weiss ich jetzt, dass er ein Sportfanatiker [12] ist. Wer weiss, wie Christoph abgeht [13], wenn dann bald die Fussball Weltmeisterschaft losgeht. Irgendwie fand ich ihn als Gollum verkleidet jetzt doch attraktiver.

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Vanessa hat mir heute Morgen eine SMS geschrieben, dass sie im Krankenhaus sei, weil sie in der Nacht vom Velo gefallen ist. Ihre Mitbewohner sind für einen Sprachaufenthalt [14] im Ausland und sie ist im Moment alleine in der WG. Ich habe frei, weil heute Auffahrt [15] ist. Ich schreibe Vanessa, dass ich für sie etwas kochen werde, wenn sie nach Hause kommt. Sie schickt mir ein Emoji mit Herzchenaugen und bedankt sich sehr für meine Hilfe. Was ich nicht überlegt habe, dass ich jetzt im Hauptbahnhof in die Migros gehen muss, um etwas einzukaufen. Kennen Sie das, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn man am Sonntag oder eben an Feiertagen einkaufen geht und sehr viele andere Menschen, die genau gleiche Idee hatten wie Sie? Das ist für mich jedes Mal eine Art Anti-Aggressionstraining [16]. Ich habe mir natürlich auf dem Weg zum Bahnhof bereits überlegt, was ich koche. Selbstgemachte Pizza. Gefühlt dauert es einen halben Tag, bis ich endlich aus der Migros komme, weil es Menschen gibt, die natürlich in aller Ruhe vor den Regalen überlegen, was sie denn heute kochen könnten. Besonders nerven mich Paare, die in aller Seelenruhe [17] zu zweit besprechen, ob sie jetzt lieber die rote oder die gelbe Peperoni kaufen möchten. Und hinter ihnen eine Schlange von Menschen am Gemüseregal, was die Pärchen aber kaum aus der Ruhe bringt [18]. Vanessa ist schon da, als ich zurück komme und sieht aus, als hätte sie eine Schlägerei nur knapp überlebt. Überall hat sie blaue Flecken und auf der Stirn ein grosses Pflaster. Vanessa sagt: „Ich hatte mehr Glück als Verstand [19], sagte der Arzt, während er die Wunde an der Schläfe [20] zusammen genäht hat“. Während ich in ihrer Küche den Pizzateig belege, will ich wissen wie der Unfall passiert ist. Vanessa hat mit zwei Freunden viel zu viel getrunken, wollte sich das Geld für ein Taxi sparen und setzte sich beim einen Freund auf den Gepäckträger [21]. Ich schaue sie an und sage: „Eine klassische Schnapsidee [22]. Und dabei wäre das Taxi billiger gewesen, als der Krankenwagen.“ Vanessa beginnt zu weinen, nimmt eine Schmerztablette, tupft [23] sich die Tränen ab und sagt dann: „Weisst Du Nora ich habe mir natürlich überlegt, wie ich die 800.- auftreiben [24] kann für die Rechnung vom Krankenwagen. Das übernimmt die Krankenkasse bestimmt nicht und meine Eltern reissen mir den Kopf ab, wenn sie hören, dass ich so betrunken war.“ Ich schaue Vanessa an und weiss sehr genau, dass sie auch schon eine unkonventionelle [25] Idee hat, wie sie das Geld zusammenbekommt. Während wir Pizza essen und Cola trinken klingt das Telefon von Vanessa. Es ist der andere Freund, der hinter Vanessa gefahren ist. Vanessa lacht laut und sagt zu ihm: „Das ist grossartig. Hast du es schon hochgeladen? OMG! Wir werden reich!“ Dann legt sie auf, lacht mich an und sagt zu mir: „Jonas der hinter uns gefahren ist hat uns gefilmt und das Video gerade ins Internet gestellt und es geht grade massiv viral [26] ab. Jetzt kann ich die Rechnung für den Krankenwagen easy bezahlen, wenn wir mit dem Video Geld verdienen.“ Ich verzichte darauf, Vanessa zu sagen, dass es nicht so gut ist, wenn es von ihr ein betrunkenes Video im Internet gibt, gerade auch weil heute viele Arbeitgeber ihre Angestellten googeln, bevor sie sie anstellen und das wäre nicht so gut. Wenn Vanessa eine Nacht drüber geschlafen hat, werde ich ihr morgen ins Gewissen [27] reden.

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Ich freue mich sehr, wenn ich Ihnen wieder am 8. Juni auf podclub.ch und in der App aus meinem Leben erzählen darf. Ich habe alte Kleider aussortiert und bin damit zur Kleidersammlung gefahren. Dort habe ich etwas sehr lustiges erlebt. Davon erzähle ich Ihnen das nächste Mal sehr gerne. Brigit und Viktor haben sich getrennt. Und ich habe versucht, die beiden wieder zusammen zu bringen. Wie das war, erfahren Sie dann ebenfalls. Schauen Sie doch in der Zwischenzeit bei Instagram unter #PodClubNora und #zukkerimleben vorbei und üben Sie mit dem Vokabeltrainer in unserer App. Auf Wiederhören! 0 Kommentare Kommentar schreiben Besuchen Sie uns auf Instagram Besuchen Sie die Klubschule auf PodClub App Datenschutz | Disclaimer | Impressum | Werbung

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