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YouTube | KONDOSAN Deutsch - Märchen & Gutenachtgeschichten, Rotkäppchen | KONDOSAN Deutsch - Hörspiel zum einschlafen | Märchen für Kinder Folge 6

Rotkäppchen | KONDOSAN Deutsch - Hörspiel zum einschlafen | Märchen für Kinder Folge 6

Es war einmal ein kleines Mädchen,

das lebte mit ihrer Mutter in einem Dorf in der Nähe des Waldes.

Ihre Großmutter hatte für sie ein rotes Käppchen genäht.

Das liebte sie so sehr, dass sie es überall hin trug, wohin sie auch ging.

Darum nannte man sie im ganzen Dorf “Rotkäppchen”.

Sie liebte es, ihre Großmutter, die auf der anderen Seite des Waldes wohnte, zu besuchen und Zeit mit ihr zu verbringen.

Eines Tages kam der Holzfäller der im Wald lebte zum Haus vom Rotkäppchen,

um ihr zu sagen, dass ihre Großmutter krank sei.

Die Mutter, die dies hörte, bereitete eine Medizin aus verschiedenen Kräutern zu und rief das Rotkäppchen zu sich.

Mein Liebling, ich habe eine Medizin und eine gesunde Mahlzeit aus Gemüse für Großmutter zubereitet.

Bitte bring beides sofort zu ihr.

Bitte bleib auf dem Weg, lauf nicht herum und sprich nicht mit Fremden!

Ja, Mama. Ich vermisse Großmutter so sehr.

Bitte leg alles in meinen Korb. Ich werde sofort zu ihr gehen.

Vergiss nicht ihr zu sagen, dass wir sie lieben!

OK, Mama. Natürlich werde ich es ihr sagen.

So machte sich das Rotkäppchen sofort auf den Weg. Es war ein sonniger Morgen.

Die Schmetterlinge flogen herum.

Sie sang und tanzte mit den Schmetterlingen auf ihrem Weg zum Haus der Großmutter.

Die Vögel sangen im Wald.

Sie hielt den Korb mit dem Essen und der Medizin, den ihr ihre Mutter gegeben hatte, fest in der Hand.

Durch die vielen wunderschönen Blumen um sie herum war das Rotkäppchen so abgelenkt,

dass sie die Warnung ihrer Mutter vergaß.

Sie verließ den Weg und ging in den Wald hinein.

Was für wunderschöne Blumen!

Ich sollte welche pflücken und ein Strauß daraus binden! Großmutter wird sie lieben!

Während sie die Blumen pflückte, merkte sie nicht, dass sie den Pfad verließ und immer tiefer in den Wald hineinging.

Hmmmm Diese sind schön.

Die sind noch viel schöner!

Hmmmm Diese riechen besser!

Oh, oh! Oh nein! Ich habe mich verlaufen!

Als sie versuchte den Weg zurück zu finden, erschien plötzlich vor ihr ein

Riesiger Wolf!

Das Rotkäppchen erschrak so sehr, dass sie aufschrie und ihr Korb auf den Boden fiel.

Wohin gehst du so eilig kleines Mädchen?

Wie heißt du? Du bist so süß.

Die Leute nennen mich “Rotkäppchen”.

Ich bringe meiner kranken Großmutter Medizin, Essen und schöne duftende Blumen.

Du brauchst keine Angst vor mir zu haben. Ich bin kein böser Wolf.

Schau, du hast deinen Korb fallen gelassen. Hier nimm ihn.

Ich möchte dir nur helfen!

Tatsächlich aber dachte der Wolf an das Essen im Korb.

Er dachte, dass er nie wieder hungrig sein würde, wenn er auch noch das Essen in Großmutters Haus hätte.

Er freundete sich mit Rotkäppchen an, damit er sie hereinlegen konnte.

Er war so ein gerissener Wolf.

Danke schön, dass Sie mir geholfen haben.

Das war sehr freundlich von Ihnen, aber ich muss mich beeilen.

Meine Großmutter erwartet mich.

Da sie so krank ist, muss ich ihr die Medizin und das Essen bringen. Sonst wird es ihr nicht besser gehen.

Ist das Haus deiner Großmutter weit entfernt?

Es ist hier gleich in der Nähe. Es ist ein kleines Häuschen zwischen den Fichtenbäumen.

Na, dann kannst du ja weiter Blumen pflücken, kleines Mädchen.

Ich freue mich, dass wir uns kennengelernt haben. Pass auf dich auf!

Nachdem er erfahren hatte, wo das Haus der Großmutter war, rannte er den kürzesten Weg zum Haus.

Als der Wolf an die Tür klopfte, fragte die alte Dame von drinnen:

Wer ist da? Mein liebes Enkelkind, bist du es?

Ja, ich bin es, Großmutter! Ich habe dir Medizin und Essen mitgebracht!

Die Tür ist offen, Liebling. Du kannst hereinkommen!

Fröhlich platzte der Wolf herein.

Er schnappte sich die Großmutter und sperrte sie in eine Kiste.

Im Schrank fand er die Kleidung der Großmutter.

Er Zog sie an, setzte sich ihren Hut und ihre Brille auf.

Dann legte er sich in ihr Bett und deckte sich zu. So wartete er auf das Rotkäppchen.

Rotkäppchen, die in der Zwischenzeit bemerkte, dass sie sich verlaufen hatte, fing an zu weinen.

Was soll jetzt nur machen? Warum habe ich nur nicht auf meine Mutter gehört?

Sie hat mir gesagt, ich soll auf dem Weg bleiben.

Ein Jäger der im Wald war, hörte das Mädchen weinen und kam zu ihr.

Warum weinst du kleines Mächen? Du brauchst nicht weinen!

Ich habe mich im Wald verlaufen als ich die Blumen gepflückt habe.

Meine Großmutter ist krank. Ich soll ihr Medizin bringen.

Es ist sehr gefährlich alleine im Wald herum zu laufen.

Habe keine Angst, ich werde dich auf deinem Weg begleiten.

Herzlichen Dank!

Darf ich dich etwas fragen? Hast du einen Wolf in der Gegend gesehen?

Ja, vor ein paar Minuten war er bei mir.

Er fragte mich, wo das Haus meiner Großmutter sei. Er rannte davon und verschwand.

Oh mein Gott! Wir müssen uns beeilen!

Wir müssen ihn stoppen, bevor er deiner Großmutter was antut

Sie rannten schnell zum Haus.

Als das kleine Mädchen an die Tür klopfte, ahmte der Wolf die Stimme der Großmutter nach und fragte wer an der Tür sei.

Mein liebstes Enkelkind, Ich habe dich erwartet. Die Tür ist offen. Du kannst hereinkommen.

Rotkäppchen erkannte ihre Stimme nicht, dachte aber, dass dies an ihrer Krankheit lag.

In Ordnung, jetzt bist du sicher im Haus deiner Großmutter.

Ich gehe zurück in den Wald und werde den Wolf jagen.

Vergiss nicht! Ich bin immer in der Nähe.

Rotkäppchen ging hinein und setzte sich ans Bett, nah beim Wolf und fragte, warum es so dunkel drinnen war.

Der Wolf hatte die Vorhänge zu gezogen.

Rotkäppchen war so überrascht, dass sich ihre Großmutter durch die Krankheit so verändert hatte.

Oh, Großmutter! Was hast du nur für große Ohren!

Damit ich dich besser hören kann, Liebling!

Oh, Großmutter! Was hast du nur für große Augen!

Damit ich dich besser sehen kann!

Oh, Großmutter! Was hast du nur für große Hände!

Damit ich dich besser drücken kann, mein liebes Kind!

Und deine Zähne?

Was hast du für scharfe Zähne!

Damit ich das was du mitgebracht hast, besser essen kann!

Als Rotkäppchen die richtige Stimme hörte, bemerkte sie gleich, dass es die Stimme vom Wolf war,

dem Sie im Wald begegnet war.

Hilfe! Hilfe!

Der Jäger, der sich nicht weit entfernt hatte, drehte herum und rannte zurück ins Haus.

Er haute dem Wolf mit einem Holzstück auf den Kopf, so dass der Wolf Rotkäppchen los ließ.

Der Jäger hob den Wolf hoch, fesselte ihn fest und trug in weit hinaus in den Wald

Böser Wolf!

Jetzt hab' ich dich! Nun ist der Wald frei von dir!

Der Jäger rettete die Großmutter und befreite sie aus der Kiste.

Rotkäppchen! Das eine möchte ich dir mit auf den Weg geben!

Missachte nie die Warnungen deiner Mutter. Dies alles ist nur aus diesem Grund passiert!

Sie aßen ihr Mahl gemeinsam mit dem Jäger, der ihnen das Leben gerettet hatte.

Die Großmutter nahm ihre Medizin und fing an, sich besser zu fühlen.

Rotkäppchen rannte nach Hause bevor es dunkel wurde.

Sie wird nie mehr die Warnungen ihrer Mutter missachten.

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