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DeutschLera Videos (YT), Subjektive Bedeutung der Modalverben | Deutsche Grammatik B2, C1

Subjektive Bedeutung der Modalverben | Deutsche Grammatik B2, C1

Hallihallo meine Lieben! Im heutigen Video geht es um die subjektive Bedeutung der

Modalverben. Ja, ich weiß, klingt super kompliziert,

aber dieses Thema ist vor allem für fortgeschrittene Lerner, also für euch,

sehr wichtig, da diese Strukturen in der deutschen Sprache sehr häufig vorkommen.

Wenn es euch also interessiert, dann holt euch ein Stift mit einem Heft und bleibt

auf jeden Fall dabei!

Und jetzt geht es richtig los! Die meisten Modalverben in der

subjektiven Bedeutung drücken eine Vermutung aus. Was ist eine Vermutung?

Wenn ich etwas vermuten, dann weiß ich etwas nicht genau, aber aufgrund

bestimmter Umstände oder Fakten kann ich mir vorstellen, dass etwas so und so ist.

Und deswegen vermute ich es. Aber jetzt wird es irgendwie zu abstrakt. Deswegen

schauen wir gleich auf die Beispiele. Wir schauen zunächst auf die Gegenwartsformen,

also Präsens. Um hier deinen Satz mit einem Modalverb im subjektiven

Gebrauch zu bilden, brauchst du natürlich zunächst dein

Modalverb, also zum Beispiel "müssen" und dieses Modalverb sollte entweder im

Präsens oder in der Konjunktiv II-Gegenwartsform stehen.

Warum es so ist, wirst du gleich sehen. Plus natürlich brauchst du deinen

Infinitiv. Und nun schauen wir auf verschiedene Modalverben. So wir beginnen mit

dem Verb "müssen". Mit diesem Verb kannst du wie gesagt in

der subjektiven Bedeutung deine Vermutung ausdrücken. Mit "müssen" drückst

du aber deine Gewissheit aus. Du bist dir also bei deiner Vermutung

sehr sicher, so zu 90 bis 99 Prozent. Das heißt, du hast bestimmte Fakten, durch

die du auch dir sicher sein kannst. Beispielsweise möchtest du mit deinen

Freunden zusammen einer anderen Freundin Sarah zum Geburtstag gratulieren und

eine Überraschung auf der Arbeit organisieren. Dann hast du mit dieser

Freundin telefoniert, ohne ihr etwas zu sagen und weißt, dass sie jetzt auf der

Arbeit ist und dann sagst du zu deinen Freunden:

So jetzt müssen wir los. Sie muss jetzt im Büro sein. Das hat sie mir gerade

gesagt. "Sie muss jetzt im Büro sein". Siehst du, das ist ein Satz mit einem

Modalverb im subjektiven Gebrauch. Das ist also deine Vermutung.

Du hast jetzt gerade mit ihr gesprochen und hast es vielleicht gehört oder sie

hat dir das gesagt. Das ist natürlich trotzdem deine Vermutung, weil du nicht

weißt, ob sie in fünf minuten immer noch dort im Büro ist. Deswegen benutzt du

nicht einfach Präsens "sie ist im Büro", sondern dein Modalverb "sie muss jetzt im

Büro sein" - also bist du dir sehr sicher und deshalb benutzt du hier das Verb

"müssen". Das nächste Verb, auf das wir schauen ist das Verb "müssen" in der

Konjunktiv-II-Gegenwartsform - also "müssten".

Mit diesem Modalverb drückst du deine Vermutung aus, wie gesagt sie drücken

fast alle eine Vermutung aus. Aber hier ist deine Vermutung im Vergleich zum

Verb "müssen" nicht so stark. Du bist dir also nicht mehr zu 95 Prozent sicher,

sondern so vielleicht zu 80 oder 70-75 %. Das heißt, du hast vielleicht nicht so

offensichtliche Fakten, dass du dir komplett sicher sein kannst.

Wir nehmen wieder unser Beispiel mit Sarah. Du möchtest ihr also mit deinen

Freunden auf der Arbeit gratulieren und jetzt wollt ihr los, um ihr eine

Überraschung zu machen. Aber diesmal hast du mit ihr nicht

telefoniert, aber du weißt ja, dass sie normalerweise zu dieser Uhrzeit im Büro ist.

Und dann sagst du: Lasst uns los! Sie müsste jetzt im Büro sein.

"Sie müsste jetzt im Büro sein". Siehst du, hier benutzt du "müsste",

weil du dir zwar sicher bist, aber du hast ja keine ganz genauen Fakten, du

hast nicht gerade mit ihr telefoniert. Vielleicht ist sie ja nicht im Büro,

sondern in der Kantine oder sonst wo. Deswegen benutzt du hier "müsste" und

nicht "muss". Das Signalwort für "müssten" ist sozusagen "sehr wahrscheinlich", aber

nicht sicher. Als Nächstes schauen wir auf "dürften". Hier haben wir die

Konjunktiv II-Gegenwartsform, weil im subjektiven Gebrauch kein "dürfen" gibt.

Also nur "dürften". Mit diesem Modalverb drückst du wieder Überraschung deine

Vermutung aus, genau. Aber im Vergleich zu den ersten zwei Verben also "müssen" und

"müssten" bist du dir hier deutlich weniger

sicher, so zu 60 Prozent vielleicht. Die Signalwörter, die dir helfen können, das

zu erkennen, sind zum Beispiel "vielleicht", "möglicherweise", "etwas ist möglich". Wir

nehmen als Beispiel wieder unsere Geschichte mit Sarah, z. B. bist du mit

deinen Freunden schon im Gebäude, wo sie arbeitet, angekommen.

Und dann fragst du einen bekannten

Mitarbeiter: Weißt du zufällig, wo sie jetzt ist?

Und dann antwortet er: Sie dürfte jetzt im Büro sein, aber so genau weiß ich es

nicht. "Sie dürfte jetzt im Büro sein".

Siehst du, mit "dürfte" drückte er seine Vermutung aus, die aber ziemlich schwach

ist. Es zeigt uns, dass er zwar davon ausgeht,

dass sie an ihrem Arbeitsplatz ist, aber gleichzeitig sich gar nicht so

sicher ist. Vielleicht ist sie ja häufiger woanders.

Nummer vier ist das Verb "können" beziehungsweise "könnten". Dieses Verb oder

dieses Modalverb vor allem "könnten" (Übrigens ich finde, "können" wird ziemlich

selten benutzt) drückt wirklich die schwächste Vermutung von allen, die wir

heute besprochen haben, aus. Das heißt, hier hast du Ungewissheit,

du bist ja gar nicht sicher, das ist einfach deine Idee, deine Vermutung, die

allerdings auf keinen Fakten oder so beruht. Zum Beispiel kommen wir zurück zu

Sarahs Geschichte. Jetzt bist du zusammen mit deinen Freunden in ihrem Büro und

sie ist nicht da. Und dann sagst du: Vielleicht soll ich einen anderen

Mitarbeiter fragen? Und dann fragst du einen anderen Mitarbeiter im Flur,

ob er weiß, wo sie sein könnte. Und dann antwortet er:

Sie könnte jetzt beim Chef sein, aber eigentlich - keine Ahnung.

"Sie könnte jetzt beim Chef sein" - das ist also seine Vermutung, allerdings

weiß er das gar nicht. Das hat er einfach gesagt, um die eine

Idee zu liefern, wo du nach ihr suchen könntest. Aber - keine Fakten oder keine Gewissheit ist da. Das heißt, "könnte" ist das schwächste Verb, von denen, die wir

gerade besprochen haben. Um das Gesagte zusammenzufassen, würde ich gerne mit dir

zusammen diese Skala von 0 bis 100 anschauen. Also

wo sind hier unsere Verben? Das Verb "müssen" drückt die stärkste

Vermutung aus, also ungefähr hier haben wir "müssen". Was ist nun mit "müssten"?Das

ist das zweitstärkste Verb. Müssten ist ungefähr hier. Was ist mit "dürften"?

Dürften ist etwa hier und das Verk "könnten" bzw. "können" ist das schwächste

Verb von diesen, die eine Vermutung ausdrücken.

Deswegen haben wir das Verb "könnten" ungefähr in diesem Bereich - also hier. So

sieht es aus. Siehst du, müssen ist das stärkste,

dann - müssten, dann - dürften und dann - könnten.

Und jetzt wollen wir gemeinsam ein bisschen üben.

Ich werde gleich dir ein paar Situation vorstellen und ich bitte dich ein

bisschen mitzudenken und auch bestimmte Verben einzufügen.

Wir haben also "müssen" - wirklich, wenn du deine Gewissheit hast, "müssten" - wenn du

dir ein bisschen weniger sicher bist. Dann "dürften", wenn du so ja "vielleicht", oder "möglicherweise" einfügen könntest und dann "könnten", wenn du dir gar nicht

sicher bist, dass es nur so eine Idee von dir. Die erste Situation, die wir nehmen

ist, dass du nun auf dem Bahnhof stehst und auf jemanden wartest - der gleich

ankommt. Und dann stehst du auch mit jemandem anderen da und sagst: Er ... gleich

ankommen. Er hat mir gerade eine SMS geschrieben, dass

er gleich da ist. Was würdest du hier einfügen? Denke kurz drüber nach.

Genau, ich würde sagen, hier passt am besten das Verb "müssen".

Hier ist deine Vermutung sehr stark. Du weißt es eigentlich ganz genau, dass er

jetzt ankommen soll, weil er dir gerade eine SMS geschrieben

hat. Du hast also wirklich Fakten und weißt es nahezu genau. Die zweite

Situation, die wir nehmen können. ist zum Beispiel, dass du gerade etwas kochst und

alles nach dem Rezept machst. Und zum Beispiel hast du schon 30 Minuten

gekocht, wie es im Rezept steht und dann sagst du: Das Essen ... gleich fertig sein.

Du kannst dich schon hinsetzen. Welches Verb passt hier? Genau, "müssten" würde ich

auch sagen. Du hast hier zwar deine Gewissheit - dein Rezept, aber du weißt ja

nicht genau, ob es bei dir jetzt genauso wie im Rezept ist. Dafür müsstest du

vielleicht das Essen probieren. Deswegen bist du dir nicht zu 95 %

sicher, sondern vielleicht nur zu 85. Deswegen - "das Essen müsste gleich fertig sein".

Und die letzte Situation, die wir als Beispiel nehmen können, ist, dass dein

Handy beispielsweise nicht angeht oder komisch blinkt. Und dann fragst du einen

Freund, der sich damit auskennt, was mit deinem Handy so los ist. Und er sagt: Ohne

genau Untersuchungen kann ich dir das nicht sagen, aber es ... ein Virus sein.

Was denkst du, welches Modalverb in der subjektiven Bedeutung könnte hier passen?

Genau, ich denke auch "könnte", also er weiß es ja nicht, er hat eigentlich keine

Beweise, er hat ja das nicht untersucht oder sowas. Er sieht ja nur, dass das Handy

blinkt oder nicht angeht. Und seine Idee ist einfach "könnte" - also einfach eine

sehr schwache Vermutung. Als Letztes würde ich gerne noch dir erklären, was

passiert, wenn du über die Vergangenheit sprichst, also wenn du eine

Vermutung über etwas in der Vergangenheit ausdrückst. Wie bildest

du solche Sätze? Unsere Modalverben bleiben dieselben. Das heißt, du brauchst also dein Modalverb entweder im Präsens zum Beispiel

"müssen" oder in der Konjunktiv II Gegenwartsform - also "müssten", "könnten", "dürften" plus dein

dein Partizip 2 - nicht mehr deinen Infinitiv und dann das Hilfsverb "haben" oder "sein" - je nachdem, welches Hilfsverb genau mit diesem Partizip II benutzt wird.

Zum Beispiel war gestern eine Freundin von dir zu Besuch, die ziemlich viele

Erkältungssymptome hatte und nun wachst du heute auf und stellt fest, dass hustest

und dich nicht so gut fühlst und dann denkst du dir so: "sie muss mich

gestern angesteckt haben". Siehst du, wieder eine Vermutung, aber über

etwas in der Vergangenheit - gestern. Warum benutzt du hier "muss"? Weil du dir

sicher bist - sie war ja gestern da, sie war krank und

jetzt bist du krank - also ziemlich offensichtlich. Und hier kannst du auch

auf die Bildung schauen. Also wir haben das Verb "müssen" - konjugiert -

"sie muss". Dann hast du "angesteckt" - also das Partizip II 2 und dann "haben". Warum

"haben"? Weil das Verb "anstecken" das Hilfsverb "haben" im Perfekt hat. Und wie du siehst "haben" bleibt nicht konjugiert - einfach im Infinitiv.

So meine Lieben, das war's schon. Natürlich gibt es noch ein paar andere

Modalverben, die neben der direkten auch eine subjektive Bedeutung haben.

Die drücken aber nicht mehr diese Vermutung aus, sondern etwas anders.

Wenn es euch interessiert, dann schreibt es mir gerne

in die Kommentare, dann könnte ich vielleicht noch ein anderes Video dazu

drehen. Ich wollte euch noch sagen, dass dieses

Thema sehr subjektiv ist. Deswegen heißt es auch "Subjektive Bedeutung der

Modalverben". Warum? Weil wir manchmal einen und denselben Satz mit allen

diesen Verben bilden können und es wird richtig sein, weil es einfach um unsere

Wahrnehmung geht, wie wir es bewerten, wie wir es empfinden. Deshalb geht es bei

diesem Thema häufig um das Gefühl, um deine subjektive Wahrnehmung bestimmter

Situationen. Also wenn du magst, dann kannst du mir gerne ein paar

Beispielsätze in die Kommentare schreiben

und dann kann ich dir auch sagen, ob es ungefähr so stimmt. Aber dafür sollten sie

natürlich auch die Situation beschreiben, damit ich es auch bewerten kann.

Für jetzt bedanke ich mich natürlich fürs Zuschauen und wünsche dir wie immer

ganz viel Erfolg beim weiteren Deutschlernen.

Wir sehen uns beim nächsten Video. Tschüss!


Subjektive Bedeutung der Modalverben | Deutsche Grammatik B2, C1

Hallihallo meine Lieben! Im heutigen Video geht es um die subjektive Bedeutung der

Modalverben. Ja, ich weiß, klingt super kompliziert,

aber dieses Thema ist vor allem für fortgeschrittene Lerner, also für euch,

sehr wichtig, da diese Strukturen in der deutschen Sprache sehr häufig vorkommen. very important, as these structures are very common in the German language.

Wenn es euch also interessiert, dann holt euch ein Stift mit einem Heft und bleibt So if you're interested, get a pen with a notebook and stay

auf jeden Fall dabei! definitely there!

Und jetzt geht es richtig los! Die meisten Modalverben in der

subjektiven Bedeutung drücken eine Vermutung aus. Was ist eine Vermutung? subjective meaning express a guess. What is a guess?

Wenn ich etwas vermuten, dann weiß ich etwas nicht genau, aber aufgrund

bestimmter Umstände oder Fakten kann ich mir vorstellen, dass etwas so und so ist.

Und deswegen vermute ich es. Aber jetzt wird es irgendwie zu abstrakt. Deswegen

schauen wir gleich auf die Beispiele. Wir schauen zunächst auf die Gegenwartsformen,

also Präsens. Um hier deinen Satz mit einem Modalverb im subjektiven

Gebrauch zu bilden, brauchst du natürlich zunächst dein

Modalverb, also zum Beispiel "müssen" und dieses Modalverb sollte entweder im

Präsens oder in der Konjunktiv II-Gegenwartsform stehen. Present tense or in the subjunctive II present tense.

Warum es so ist, wirst du gleich sehen. Plus natürlich brauchst du deinen You will soon see why this is so. Plus of course you need yours

Infinitiv. Und nun schauen wir auf verschiedene Modalverben. So wir beginnen mit

dem Verb "müssen". Mit diesem Verb kannst du wie gesagt in

der subjektiven Bedeutung deine Vermutung ausdrücken. Mit "müssen" drückst express your guess based on the subjective meaning. With "must" press

du aber deine Gewissheit aus. Du bist dir also bei deiner Vermutung you but your certainty. So you are with your guess

sehr sicher, so zu 90 bis 99 Prozent. Das heißt, du hast bestimmte Fakten, durch

die du auch dir sicher sein kannst. Beispielsweise möchtest du mit deinen

Freunden zusammen einer anderen Freundin Sarah zum Geburtstag gratulieren und

eine Überraschung auf der Arbeit organisieren. Dann hast du mit dieser

Freundin telefoniert, ohne ihr etwas zu sagen und weißt, dass sie jetzt auf der

Arbeit ist und dann sagst du zu deinen Freunden:

So jetzt müssen wir los. Sie muss jetzt im Büro sein. Das hat sie mir gerade So now we have to go. She must be in the office now. She just gave me that

gesagt. "Sie muss jetzt im Büro sein". Siehst du, das ist ein Satz mit einem

Modalverb im subjektiven Gebrauch. Das ist also deine Vermutung. Modal verb in subjective use. So this is your guess.

Du hast jetzt gerade mit ihr gesprochen und hast es vielleicht gehört oder sie You have just spoken to her now and maybe you heard it or she

hat dir das gesagt. Das ist natürlich trotzdem deine Vermutung, weil du nicht

weißt, ob sie in fünf minuten immer noch dort im Büro ist. Deswegen benutzt du knows if she'll still be in the office in five minutes. That's why you use

nicht einfach Präsens "sie ist im Büro", sondern dein Modalverb "sie muss jetzt im

Büro sein" - also bist du dir sehr sicher und deshalb benutzt du hier das Verb

"müssen". Das nächste Verb, auf das wir schauen ist das Verb "müssen" in der

Konjunktiv-II-Gegenwartsform - also "müssten". Subjunctive II present tense - that is, "would have to".

Mit diesem Modalverb drückst du deine Vermutung aus, wie gesagt sie drücken

fast alle eine Vermutung aus. Aber hier ist deine Vermutung im Vergleich zum almost all of them make a guess. But here is your guess compared to the

Verb "müssen" nicht so stark. Du bist dir also nicht mehr zu 95 Prozent sicher,

sondern so vielleicht zu 80 oder 70-75 %. Das heißt, du hast vielleicht nicht so

offensichtliche Fakten, dass du dir komplett sicher sein kannst.

Wir nehmen wieder unser Beispiel mit Sarah. Du möchtest ihr also mit deinen

Freunden auf der Arbeit gratulieren und jetzt wollt ihr los, um ihr eine Congratulate friends at work and now you want to go to her one

Überraschung zu machen. Aber diesmal hast du mit ihr nicht

telefoniert, aber du weißt ja, dass sie normalerweise zu dieser Uhrzeit im Büro ist.

Und dann sagst du: Lasst uns los! Sie müsste jetzt im Büro sein. And then you say: let's go! She should be in the office by now.

"Sie müsste jetzt im Büro sein". Siehst du, hier benutzt du "müsste", "You should be in the office by now". You see, here you use "should",

weil du dir zwar sicher bist, aber du hast ja keine ganz genauen Fakten, du because you're sure, but you don't have very precise facts, you

hast nicht gerade mit ihr telefoniert. Vielleicht ist sie ja nicht im Büro,

sondern in der Kantine oder sonst wo. Deswegen benutzt du hier "müsste" und

nicht "muss". Das Signalwort für "müssten" ist sozusagen "sehr wahrscheinlich", aber not have to". The signal word for "should" is, so to speak, "very likely", but

nicht sicher. Als Nächstes schauen wir auf "dürften". Hier haben wir die

Konjunktiv II-Gegenwartsform, weil im subjektiven Gebrauch kein "dürfen" gibt. Subjunctive II present tense, because in subjective use there is no "may".

Also nur "dürften". Mit diesem Modalverb drückst du wieder Überraschung deine So only "should". With this modal verb you express surprise yours again

Vermutung aus, genau. Aber im Vergleich zu den ersten zwei Verben also "müssen" und Guesswork, exactly. But compared to the first two verbs "must" and

"müssten" bist du dir hier deutlich weniger

sicher, so zu 60 Prozent vielleicht. Die Signalwörter, die dir helfen können, das sure, maybe 60 percent. The signal words that can help you find that

zu erkennen, sind zum Beispiel "vielleicht", "möglicherweise", "etwas ist möglich". Wir

nehmen als Beispiel wieder unsere Geschichte mit Sarah, z. B. bist du mit

deinen Freunden schon im Gebäude, wo sie arbeitet, angekommen.

Und dann fragst du einen bekannten And then you ask someone you know

Mitarbeiter: Weißt du zufällig, wo sie jetzt ist? Employee: Do you happen to know where she is now?

Und dann antwortet er: Sie dürfte jetzt im Büro sein, aber so genau weiß ich es

nicht. "Sie dürfte jetzt im Büro sein".

Siehst du, mit "dürfte" drückte er seine Vermutung aus, die aber ziemlich schwach You see, with "may" he expressed his guess, but it was pretty weak

ist. Es zeigt uns, dass er zwar davon ausgeht, is. It shows us that although he assumes

dass sie an ihrem Arbeitsplatz ist, aber gleichzeitig sich gar nicht so

sicher ist. Vielleicht ist sie ja häufiger woanders. for sure is. Maybe she is elsewhere more often.

Nummer vier ist das Verb "können" beziehungsweise "könnten". Dieses Verb oder

dieses Modalverb vor allem "könnten" (Übrigens ich finde, "können" wird ziemlich

selten benutzt) drückt wirklich die schwächste Vermutung von allen, die wir rarely used) really expresses the weakest guess of all that we have

heute besprochen haben, aus. Das heißt, hier hast du Ungewissheit,

du bist ja gar nicht sicher, das ist einfach deine Idee, deine Vermutung, die

allerdings auf keinen Fakten oder so beruht. Zum Beispiel kommen wir zurück zu not based on any facts or anything. For example we come back to

Sarahs Geschichte. Jetzt bist du zusammen mit deinen Freunden in ihrem Büro und Sarah's story. Now you are in their office with your friends and

sie ist nicht da. Und dann sagst du: Vielleicht soll ich einen anderen she's not there. And then you say: Maybe I should get someone else

Mitarbeiter fragen? Und dann fragst du einen anderen Mitarbeiter im Flur,

ob er weiß, wo sie sein könnte. Und dann antwortet er: if he knows where she could be. And then he replies:

Sie könnte jetzt beim Chef sein, aber eigentlich - keine Ahnung. She could be with the boss now, but actually - I have no idea.

"Sie könnte jetzt beim Chef sein" - das ist also seine Vermutung, allerdings "She could be with the boss now" - so that's his guess, however

weiß er das gar nicht. Das hat er einfach gesagt, um die eine

Idee zu liefern, wo du nach ihr suchen könntest. Aber - keine Fakten oder keine To provide idea where you could look for her. But - no facts or none Gewissheit ist da. Das heißt, "könnte" ist das schwächste Verb, von denen, die wir There is certainty. That is, "could" is the weakest verb of those we use

gerade besprochen haben. Um das Gesagte zusammenzufassen, würde ich gerne mit dir have just discussed. To sum up what I said, I'd like to be with you

zusammen diese Skala von 0 bis 100 anschauen. Also look at this scale from 0 to 100 together. So

wo sind hier unsere Verben? Das Verb "müssen" drückt die stärkste

Vermutung aus, also ungefähr hier haben wir "müssen". Was ist nun mit "müssten"?Das

ist das zweitstärkste Verb. Müssten ist ungefähr hier. Was ist mit "dürften"? is the second strongest verb. Must is roughly here. What about "may"?

Dürften ist etwa hier und das Verk "könnten" bzw. "können" ist das schwächste Might is about here and the word "could" or "can" is the weakest

Verb von diesen, die eine Vermutung ausdrücken.

Deswegen haben wir das Verb "könnten" ungefähr in diesem Bereich - also hier. So That is why we have the verb "could" roughly in this area - that is, here. So

sieht es aus. Siehst du, müssen ist das stärkste, it looks like. You see, it is the strongest thing to have to do

dann - müssten, dann - dürften und dann - könnten. then - should, then - should and then - could.

Und jetzt wollen wir gemeinsam ein bisschen üben.

Ich werde gleich dir ein paar Situation vorstellen und ich bitte dich ein

bisschen mitzudenken und auch bestimmte Verben einzufügen. to think along a bit and also to insert certain verbs.

Wir haben also "müssen" - wirklich, wenn du deine Gewissheit hast, "müssten" - wenn du So we have "must" - really, if you are certain that "must" - if you

dir ein bisschen weniger sicher bist. Dann "dürften", wenn du so ja "vielleicht", you are a little less sure. Then "should", if you "maybe", oder "möglicherweise" einfügen könntest und dann "könnten", wenn du dir gar nicht or insert "possibly" and then "might" if you don't at all

sicher bist, dass es nur so eine Idee von dir. Die erste Situation, die wir nehmen

ist, dass du nun auf dem Bahnhof stehst und auf jemanden wartest - der gleich is that you are now standing at the train station and waiting for someone - who is about to be

ankommt. Und dann stehst du auch mit jemandem anderen da und sagst: Er ... gleich arrives. And then you stand there with someone else and say: He ... soon

ankommen. Er hat mir gerade eine SMS geschrieben, dass

er gleich da ist. Was würdest du hier einfügen? Denke kurz drüber nach.

Genau, ich würde sagen, hier passt am besten das Verb "müssen".

Hier ist deine Vermutung sehr stark. Du weißt es eigentlich ganz genau, dass er Here your guess is very strong. You actually know very well that he

jetzt ankommen soll, weil er dir gerade eine SMS geschrieben

hat. Du hast also wirklich Fakten und weißt es nahezu genau. Die zweite Has. So you really have facts and you almost know exactly. The second

Situation, die wir nehmen können. ist zum Beispiel, dass du gerade etwas kochst und

alles nach dem Rezept machst. Und zum Beispiel hast du schon 30 Minuten do everything according to the recipe. And for example you already have 30 minutes

gekocht, wie es im Rezept steht und dann sagst du: Das Essen ... gleich fertig sein. cooked as it is in the recipe and then you say: the food ... be ready in a minute.

Du kannst dich schon hinsetzen. Welches Verb passt hier? Genau, "müssten" würde ich You can sit down already. Which verb fits here? Exactly, I would "have to"

auch sagen. Du hast hier zwar deine Gewissheit - dein Rezept, aber du weißt ja

nicht genau, ob es bei dir jetzt genauso wie im Rezept ist. Dafür müsstest du

vielleicht das Essen probieren. Deswegen bist du dir nicht zu 95 %

sicher, sondern vielleicht nur zu 85. Deswegen - "das Essen müsste gleich fertig sein".

Und die letzte Situation, die wir als Beispiel nehmen können, ist, dass dein

Handy beispielsweise nicht angeht oder komisch blinkt. Und dann fragst du einen

Freund, der sich damit auskennt, was mit deinem Handy so los ist. Und er sagt: Ohne Friend who knows what's going on with your phone. And he says: Without

genau Untersuchungen kann ich dir das nicht sagen, aber es ... ein Virus sein. Exactly examinations I can't tell you that, but it ... be a virus.

Was denkst du, welches Modalverb in der subjektiven Bedeutung könnte hier passen?

Genau, ich denke auch "könnte", also er weiß es ja nicht, er hat eigentlich keine

Beweise, er hat ja das nicht untersucht oder sowas. Er sieht ja nur, dass das Handy Evidence, he didn't investigate that or anything. All he sees is the cell phone

blinkt oder nicht angeht. Und seine Idee ist einfach "könnte" - also einfach eine

sehr schwache Vermutung. Als Letztes würde ich gerne noch dir erklären, was very weak guess. Lastly, I'd like to explain what to you

passiert, wenn du über die Vergangenheit sprichst, also wenn du eine

Vermutung über etwas in der Vergangenheit ausdrückst. Wie bildest Expressing guesswork about something in the past. How do you educate

du solche Sätze? Unsere Modalverben bleiben dieselben. you such sentences? Our modals stay the same. Das heißt, du brauchst also dein Modalverb entweder im Präsens zum Beispiel

"müssen" oder in der Konjunktiv II Gegenwartsform - also "müssten", "könnten", "dürften" plus dein

dein Partizip 2 - nicht mehr deinen Infinitiv und dann das Hilfsverb "haben" oder "sein" - je nachdem, welches Hilfsverb genau mit diesem Partizip II benutzt wird.

Zum Beispiel war gestern eine Freundin von dir zu Besuch, die ziemlich viele

Erkältungssymptome hatte und nun wachst du heute auf und stellt fest, dass hustest Had cold symptoms and now you wake up today to find that you are coughing

und dich nicht so gut fühlst und dann denkst du dir so: "sie muss mich

gestern angesteckt haben". Siehst du, wieder eine Vermutung, aber über

etwas in der Vergangenheit - gestern. Warum benutzt du hier "muss"? Weil du dir

sicher bist - sie war ja gestern da, sie war krank und you are sure - she was there yesterday, she was sick and

jetzt bist du krank - also ziemlich offensichtlich. Und hier kannst du auch

auf die Bildung schauen. Also wir haben das Verb "müssen" - konjugiert -

"sie muss". Dann hast du "angesteckt" - also das Partizip II 2 und dann "haben". Warum "she must". Then you "infected" - that is, the past participle 2 and then "have". why

"haben"? Weil das Verb "anstecken" das Hilfsverb "haben" im Perfekt hat. Und "to have"? Because the verb "to infect" has the auxiliary verb "haben" in the perfect tense. and wie du siehst "haben" bleibt nicht konjugiert - einfach im Infinitiv.

So meine Lieben, das war's schon. Natürlich gibt es noch ein paar andere

Modalverben, die neben der direkten auch eine subjektive Bedeutung haben.

Die drücken aber nicht mehr diese Vermutung aus, sondern etwas anders. But they no longer express this assumption, but something different.

Wenn es euch interessiert, dann schreibt es mir gerne

in die Kommentare, dann könnte ich vielleicht noch ein anderes Video dazu in the comments, then maybe I could add another video to that

drehen. Ich wollte euch noch sagen, dass dieses turn. I just wanted to tell you guys that this

Thema sehr subjektiv ist. Deswegen heißt es auch "Subjektive Bedeutung der

Modalverben". Warum? Weil wir manchmal einen und denselben Satz mit allen

diesen Verben bilden können und es wird richtig sein, weil es einfach um unsere

Wahrnehmung geht, wie wir es bewerten, wie wir es empfinden. Deshalb geht es bei Perception is about how we evaluate it, how we perceive it. That's why it's at

diesem Thema häufig um das Gefühl, um deine subjektive Wahrnehmung bestimmter This topic is often about the feeling, about your subjective perception of certain

Situationen. Also wenn du magst, dann kannst du mir gerne ein paar

Beispielsätze in die Kommentare schreiben

und dann kann ich dir auch sagen, ob es ungefähr so stimmt. Aber dafür sollten sie and then I can tell you if it's roughly true. But they should

natürlich auch die Situation beschreiben, damit ich es auch bewerten kann. Of course, also describe the situation so that I can evaluate it.

Für jetzt bedanke ich mich natürlich fürs Zuschauen und wünsche dir wie immer

ganz viel Erfolg beim weiteren Deutschlernen.

Wir sehen uns beim nächsten Video. Tschüss!