Das Wunder von Narnia Teil 10
„Polly! Du spinnst!“ rief er. „Rühr sie nicht an!“ Doch es war zu spät. In diesem Moment streckte Polly die Hand aus und berührte einen gelben Ring. Und auf der Stelle, geräuschlos und ohne jegliche Warnung, war Polly weg. Digory und sein Onkel waren ganz allein im Zimmer. DIGORY UND SEIN ONKEL. Das Ganze ging so schnell, daß Digory einen Schrei ausstieß. So etwas Gräßliches hatte er noch nie erlebt - nicht einmal in seinen schlimmsten Alpträumen. Doch Onkel Andrew hielt ihm sofort die Hand vor den Mund. „Ruhe!“ zischte er Digory ins Ohr. „Wenn du schreist, dann hört dich deine Mutter. Und du weißt ja, was passieren kann, wenn sie sich aufregt.“ Digory sagte später, ihm sei fast schlecht geworden bei dieser gemeinen Erpressung. Aber natürlich schrie er kein zweites Mal. „So ist es besser“, sagte Onkel Andrew. „Vielleicht kannst du ja auch gar nichts dafür. Es ist wirklich ein Schock, wenn man das erste Mal sieht, wie einer verschwindet. Selbst ich bin erschrocken, als vor ein paar Tagen das Meerschweinchen plötzlich weg war.“ „Ach, das war also der Schrei?“ meinte Digory. „Oh, du hast ihn gehört? Ich hoffe, du hast mir nicht nachspioniert?“ „Nein, hab' ich nicht“, entgegnete Digory empört. „Aber was ist mit Polly passiert?“ „Du darfst mir gratulieren, mein Junge“, sagte Onkel Andrew und rieb sich die Hände. „Mein Experiment ist geglückt. Das kleine Mädchen ist weg - ganz und gar verschwunden aus dieser Welt.“ „Was hast du mit ihr gemacht?“ „Ich hab' sie - tja -, ich hab' sie an einen anderen Ort geschickt.“ „Was meinst du damit?“ Onkel Andrew setzte sich und sagte: „Nun, ich werde dir alles erklären.