Das Wunder von Narnia Teil 1
DIE FALSCHE TÜR. Diese Geschichte handelt von Ereignissen, die sich vor langer, langer Zeit zutrugen. Es ist eine äußerst wichtige Geschichte, weil sie erklärt, wie das ganze Hin und Her zwischen unserer eigenen Welt und dem Land Narnia überhaupt anfing. In jenen Tagen wohnte Sherlock Holmes noch in der Baker Street in London, als Junge mußte man jeden Tag einen steifen Kragen tragen, und die Schulen waren im allgemeinen noch gräßlicher als heutzutage. Aber das Essen war besser, und ich erzähle euch lieber erst gar nicht, wie billig und wie gut damals die Süßigkeiten waren, denn sonst läuft euch nur das Wasser im Mund zusammen. Und in jenen Tagen lebte in London ein Mädchen namens Polly Plummer. Sie wohnte in einer langen Häuserzeile. Eines Morgens stand sie gerade hinten im Garten, als aus dem Nachbargarten ein Junge an der Mauer hochgeklettert kam und den Kopf darüber hinwegstreckte. Polly war sehr überrascht, denn im Nachbarhaus hatten bisher keine Kinder gewohnt. Dort lebten nur Mr. Ketterley, ein alter Junggeselle, und seine ebenfalls unverheiratete Schwester, Miß Ketterley. Polly sah den Jungen neugierig an. Ein ausgesprochen schmutziges Gesicht hatte er, und er sah geradeso aus, als hätte er eben in der Erde gewühlt, ausgiebig geweint und sich dann mit den Händen das Gesicht abgewischt. Und so hatte es sich auch fast zugetragen. "Hallo," sagte Polly. "Hallo," sagte der Junge.