Albert Einstein Teil 1
KAPITEL 1. Der kleine Albert.
Ulm 1879. Pauline Koch-Einstein ist noch jung, erst einundzwanzig. Da wird sie Mutter eines Sohnes: Albert. „Mein Gott, ist der dick!“ findet Paulines Mutter, Alberts Großmutter. Aber das Kind ist nicht dick, nicht dicker als andere Babys auch. Nur sein Kopf ist groß, sehr groß und breit. „Ist er vielleicht nicht normal?“ fragt sich Pauline. „Ein zurückgebliebenes Kind?“ Doch das ist es nicht. Es ist der Kopf eines großen Denkers, des größten Physikers der Zeit.
München 1887. Albert ist acht Jahre alt. Er ist schweigsam und schüchtern. „Mein Sohn kriegt den Mund nicht auf“, sagt sein Vater. „Ich frage mich oft: ist er nun schüchtern oder hat er einfach nichts zu sagen?“ „Du meinst, unser Sohn ist dumm?“ fragt die Mutter. Der Vater antwortet nicht. Was er denkt, ist klar. Doch die Mutter ist anderer Meinung. „Das siehst du falsch“, sagt sie. „Albert spricht wenig, aber er ist sicher nicht dumm. Er denkt einfach viel nach. Eines Tages ... nun, vielleicht wird er noch Professor.“ Die Mutter hat Recht. Albert denkt viel nach. Zu Hause führt Albert ein glückliches Leben.
Vater, Mutter und Schwester sind immer aufmerksam und lieben den Jungen sehr. Und auch er liebt seine Familie und sein Leben zu Hause. Unter den anderen Kindern, auch in der Schule, hat er keine Freunde.