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Top Thema, Warum Herzinfarkte für Frauen besonders gefährlich sind

Warum Herzinfarkte für Frauen besonders gefährlich sind

Warum Herzinfarkte für Frauen besonders gefährlich sind Frauen sterben häufiger an Herzinfarkten als Männer. Ein Grund dafür ist, dass Herzinfarkte bei Männern früher erkannt werden – von den Patienten selbst, aber auch von den Ärzten, die sie behandeln.

Männer und Frauen sehen unterschiedlich aus, „ticken“ unterschiedlich und haben unterschiedliche Schwächen und Stärken. Das gilt auch für ihre Körper. Ein wichtiges Beispiel ist das Herzkreislaufsystem und dessen Erkrankungen: Allgemein herrscht die Meinung, dass vor allem Männer Herzprobleme haben. Aber Herzkreislauferkrankungen sind bei Frauen über 35 Jahren weltweit die Todesursache Nummer eins.

Ein Grund dafür ist, dass die Medizin meistens vom männlichen Körper als „Normalzustand“ ausgeht. Das liegt daran, dass man medizinische Studien früher fast nur mit Männern durchführte. Deshalb ist über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Herzkreislauferkrankungen bei Frauen bis heute noch zu wenig bekannt.

Man weiß aber, dass jüngere Frauen ein geringeres Herzinfarktrisiko als Männer haben. Herzinfarkte treffen Frauen durchschnittlich zehn bis 15 Jahre später als Männer. Das hat wahrscheinlich etwas mit dem weiblichen Zyklus zu tun. „Dafür spricht beispielsweise, dass eine vorzeitige Menopause, aber auch eine operativ bedingte Beendigung des Zyklus das Herzinfarktrisiko erhöhen“, sagt der Direktor des Deutschen Herzzentrums in München, Professor Heribert Schunkert.

Ein typisches Symptom für einen Herzinfarkt sind bei Männern starke Schmerzen in der Brust. Bei Frauen kann sich ein Herzinfarkt aber auch nur durch sehr starke Müdigkeit, Übelkeit und Atemnot zeigen. Das führt dazu, dass Herzprobleme bei Frauen oft zu spät erkannt werden. Bei einem Herzinfarkt zählt aber jede Sekunde! „Vor allem wenn die Symptome heftig und in dieser Form niemals vorgekommen sind, sollte man aufpassen. Bei einer unerklärbaren schweren Übelkeit, die eventuell noch mit Atemnot gepaart ist, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen“, sagt Schunkert.


Warum Herzinfarkte für Frauen besonders gefährlich sind

Warum Herzinfarkte für Frauen besonders gefährlich sind Frauen sterben häufiger an Herzinfarkten als Männer. Ein Grund dafür ist, dass Herzinfarkte bei Männern früher erkannt werden – von den Patienten selbst, aber auch von den Ärzten, die sie behandeln.

Männer und Frauen sehen unterschiedlich aus, „ticken“ unterschiedlich und haben unterschiedliche Schwächen und Stärken. Das gilt auch für ihre Körper. Ein wichtiges Beispiel ist das Herzkreislaufsystem und dessen Erkrankungen: Allgemein herrscht die Meinung, dass vor allem Männer Herzprobleme haben. Aber Herzkreislauferkrankungen sind bei Frauen über 35 Jahren weltweit die Todesursache Nummer eins.

Ein Grund dafür ist, dass die Medizin meistens vom männlichen Körper als „Normalzustand“ ausgeht. Das liegt daran, dass man medizinische Studien früher fast nur mit Männern durchführte. Deshalb ist über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Herzkreislauferkrankungen bei Frauen bis heute noch zu wenig bekannt.

Man weiß aber, dass jüngere Frauen ein geringeres Herzinfarktrisiko als Männer haben. Herzinfarkte treffen Frauen durchschnittlich zehn bis 15 Jahre später als Männer. Das hat wahrscheinlich etwas mit dem weiblichen Zyklus zu tun. „Dafür spricht beispielsweise, dass eine vorzeitige Menopause, aber auch eine operativ bedingte Beendigung des Zyklus das Herzinfarktrisiko erhöhen“, sagt der Direktor des Deutschen Herzzentrums in München, Professor Heribert Schunkert.

Ein typisches Symptom für einen Herzinfarkt sind bei Männern starke Schmerzen in der Brust. Bei Frauen kann sich ein Herzinfarkt aber auch nur durch sehr starke Müdigkeit, Übelkeit und Atemnot zeigen. Das führt dazu, dass Herzprobleme bei Frauen oft zu spät erkannt werden. Bei einem Herzinfarkt zählt aber jede Sekunde! „Vor allem wenn die Symptome heftig und in dieser Form niemals vorgekommen sind, sollte man aufpassen. Bei einer unerklärbaren schweren Übelkeit, die eventuell noch mit Atemnot gepaart ist, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen“, sagt Schunkert.