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2021 Tagesschau, Sendung: tagesschau 14.01.2021 - RKI-Präsident Wieler ruft zu Einhaltung

Sendung: tagesschau 14.01.2021 - RKI-Präsident Wieler ruft zu Einhaltung

Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der tagesschau.

Heute im Studio: Susanne Holst

Guten Tag, willkommen zur tagesschau.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie

ist Deutschland einen Schritt vorangekommen:

Seit zweieinhalb Wochen wird geimpft.

Dennoch mahnte RKI-Chef Wieler bei seinem wöchentlichen Bericht,

Kontakte zu meiden und Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Er verwies auf die Virus-Mutationen,

die angespannte Lage in den Kliniken und die hohen Infektionszahlen.

Das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie.

Es wird wieder mehr getestet

nach einem starken Rückgang um Weihnachtszeit.

Die hohe Quote positiver Ergebnisse bleibt trotzdem.

Die Zahl der Infizierten geht nicht zurück.

Für RKI-Chef Wiehler ein Anlass,

alle aufzufordern, Kontakte stärker zu beschränken.

Ich kann nur alle aufrufen:

Nicht nur alle Menschen und Bürger in unserem Land,

dass sie sich entsprechend verhalten.

Auch alle Verantwortungsträger, die Rahmenbedingungen geben,

zum Beispiel in Firmen.

Ist die Möglichkeit, dass man noch etwas nachschärft?

Besonders die Lage in Krankenhäusern sei besorgniserregend.

Sie seien ausgelastet bis zu einem kritischen Punkt.

Das Alter der Intensivpatienten sinke,

liege bei etwa 60 Jahren.

Einer Grund für die zahlreichen Infektionen sei auch:

Der Lockdown werde weniger streng befolgt als erforderlich.

Wir sehen einen starken Unterschied zwischen der Bevölkerungsantwort

auf den ersten Lockdown als im zweiten Lockdown.

Da verringerte sich die Mobilität deutlich langsamer.

Und sie ging auf ein weniger niedriges Niveau.

Große Hoffnung setzt das RKI in die Impfungen.

Es müssten sich aber auch viele Menschen impfen lassen.

Mecklenburg-Vorpommern hat bislang die höchste Impfquote.

Die Ministerpräsidentin fordert aber möglichst schnell mehr Impfstoff.

Es reicht nicht, in einigen Monaten unzählige Impfdosen zu liefern.

Die müssen jetzt da sein,

dass wir Schritt für Schritt vorankommen.

Deutschlandweit sei die Impflogistik gut ausgebaut.

Leere Klassenzimmer, verwaiste Schulen -

schon zum zweiten Mal während der Corona-Pandemie.

Bildungsverbände fordern Konsequenzen:

Es dürfe niemand sitzenbleiben, sagte die GEW-Vorsitzende Tepe.

Die Länder sollten Schulabschlüsse ohne Prüfungen ermöglichen.

Ähnlich argumentierte der Verband Bildung und Erziehung.

Für Abitur-Klausuren verlangt der Deutsche Philologenverband

mehr Flexibilität bei der Auswahl der Prüfungsaufgaben.

Fernunterricht und Homeoffice

funktionieren oft nur mit einer guten Internetverbindung.

Die gibt es nicht überall in Deutschland.

Verkehrsminister Scheuer will Abhilfe schaffen:

Haushalte in Randlagen mit Gutscheinen

für eine Satelliten-Anbindung unterstützen.

Angedacht sind 500 Euro für die Anschlusskosten.

Etwa 200.000 Haushalte könnten profitieren.

Die laufenden Kosten von 50 bis 100 Euro im Monat

sind damit nicht abgedeckt.

Deutschlands Wirtschaftsleistung schrumpfte wegen der Corona-Krise

im Jahr 2020 um fünf Prozent.

Bettina Seidl in der Frankfurter Börse,

ein Einbruch war erwartet worden, auch in diesem Ausmaß?

Nein, man hatte mit Schlimmerem gerechnet.

Die schwächste Phase seit der Nachkriegszeit,

formulierte die Bundesregierung anfangs.

Verglichen damit sind wir glimpflich davongekommen.

Dennoch war es ein Katastrophenjahr für die deutsche Wirtschaft.

Es gab in diesem Jahr zwischenzeitlich auch Hoffnung.

Nach dem ersten Lockdown erholte sich die Wirtschaft.

Auch die Industrie und der Konsum.

Die Börsen explodierten auf hohem Niveau.

Jetzt gibt es eine Ruhephase.

Für dieses Jahr sagen Volkswirte ein Comeback voraus.

Die Präsidentschaft von Trump war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich,

nun kommt ein weiterer Punkt hinzu:

Trump ist der erste US-Präsident,

der sich zum zweiten Mal einem Amtsenthebungsverfahren stellen muss.

Das von den Demokraten dominierte Repräsentantenhaus stimmte dafür.

Wie das Verfahren ausgeht, hängt davon ab,

wie die Republikaner im Senat abstimmen.

Mehrheitsführer McConnell erklärte, er sei noch nicht entschieden.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses,

Demokratin Nancy Pelosi, verkündet das Abstimmungsergebnis:

232 Abgeordnete votieren für das zweite Amtsenthebungsverfahren.

Unter ihnen auch zehn Republikaner.

Mit der Unterzeichnung der Resolution ist klar:

Trump ist der erste Präsident, gegen den in seiner Amtszeit

zwei Impeachment-Verfahren eingeleitet werden.

Niemand steht über dem Gesetz, nicht einmal der Präsident der USA.

Donald Trump ist eine Gefahr für unser Land.

Trump habe die Ausschreitungen vor dem Kapitol provoziert.

Die Nationalgarde schützt nun das das Gebäude.

Trump äußert sich nach dem Beschluss per Videobotschaft.

Er distanziert sich nachträglich von der Gewalt.

Kein wahrer Anhänger von mir könnte politische Gewalt unterstützen.

Kein wahrer Unterstützer könnte die Strafverfolgung

oder unsere große Flagge missachten.

Für Trumps Amtsenthebung

müssten mindestens zwei Drittel der Senatoren stimmen.

Ob das vor dem Ende von Trumps Amtszeit am 20. Januar geschieht,

ist fraglich.

Der republikanische Mehrheitsführer McConnell erklärte:

Bis dahin sei dies nicht zu schaffen.

Jede Stimme zählt - da sind sich Wähler in Uganda einig.

Sie entscheiden heute über das neue Parlament und den Staatschef.

Der autoritär regierende Langzeitpräsident Museveni

will sich eine sechste Amtszeit sichern.

Zehn Gegenkandidaten treten an,

unter ihnen der Reggae-Star und Abgeordnete Bobi Wine.

Junge Leute hoffen auf ihn.

Bewaffnet und in Schutzausrüstung patrouillieren sie

in der Hauptstadt Kampala durch die Straßen.

Im Vorfeld der Wahl war es zu Gewalt

und zu Festnahmen durch die Sicherheitskräfte gekommen.

Wir schreiben heute Geschichte.

Wir entscheiden, wohin unser Land steuert.

Diese Nation hat viel durchgemacht.

Bei dieser Wahl steht Präsident Yoweri Museveni

unter Druck wie selten zuvor.

Seit 35 Jahren ist er im Amt, befriedete einst Uganda.

Doch viele junge Menschen sind arbeitslos,

sie wollen Veränderung im Land.

Ihre Hoffnung ist der Musiker und Abgeordnete Bobi Wine.

Das ist eine Protestwahl.

Er und andere Oppositionspolitiker wurden im Wahlkampf festgenommen.

Im November gab es danach Proteste.

Die Sicherheitskräfte reagierten hart,

54 Menschen starben.

Die UN ermahnten Uganda,

die Wahl solle fair, gewaltfrei und transparent ablaufen.

Wir brauchen keine Belehrungen.

Es gibt nichts, was wir nicht wissen.

Es ist eine Wahl Alt gegen Jung.

Die Angst vor einer Eskalation ist groß.

Seit Mittwochabend ist der Internetzugang gesperrt.

Manche sammeln Kassenzettel, viele nehmen sie nicht mit.

Ausgedruckt werden sie aber auch,

wenn man nur ein Stück Kuchen beim Bäcker kauft.

Seit dem 1. Januar 2020 gilt die Bonpflicht

für alle Geschäfte und Restaurants mit elektronischem Kassensystemen.

Steuerbetrug soll so entgegengewirkt werden.

Händler ärgern sich aber über säckeweise ungewollte Kassenzettel.

Brauchen Sie den Bon? Nein, danke.

Das ist die Standardantwort der meisten Kunden.

In der Brotmanufaktur Kleinbauer in Dudweiler

wandern die Bons in einen Müllsack.

Drei Prozent der Kunden verlangen den Bon

und nehmen ihn mit.

97 Prozent halt nicht.

Diesen Restmüll müssen wir dann entsorgen.

Das Bundesfinanzministerium zieht eine positive Bilanz.

Der Erfolg des Gesetzes sei nicht in Zahlen messbar,

da sich Steuerhinterziehung im Verborgenen abspiele.

Doch ohne Bon könnten Umsätze an der Kasse vorbei getätigt werden.

Die Deutsche Steuergewerkschaft

hält die Bonpflicht für geeignet zur Betrugsbekämpfung.

Aber die Steueraufsicht kann nicht auf den Kunden abgewälzt werden:

Bekomme ich einen Bon, ist der richtig ausgestellt?

Die Steueraufsicht obliegt der Finanzbehörde.

Ein Weg gegen die Papierflut wären elektronische Bons.

Dafür brauchen Kunden eine App.

Die werden laut Kleinbauer aber nicht angenommen.

Er hofft, dass die Bonpflicht abgeschafft wird.

Dieses Gerät soll der Frage nachgehen,

wie das Universum entstanden ist.

Die Europäische Raumfahrtagentur ESA will zusammen mit den USA und Kanada

das neue Teleskop "James Webb" ins All schicken.

Als Nachfolger des stillgelegten Teleskops Hubble.

Mit solchen Projekten versucht die ESA,

ein Zeichen in der Weltraumforschung zu setzen.

Die entwickelte sich zu einem Wettlauf

mit immer mehr Staaten und privaten Unternehmen.

Wie entstehen Galaxien, Sterne und Planeten?

Die ESA will mehr darüber erfahren:

Mit dem leistungsfähigen James-Webb-Teleskop.

Eine Ariane-5-Rakete soll es im Oktober ins All transportieren.

Der Spiegel ist so hoch wie drei Stockwerke.

Bis an 200 Millionen Jahre werden wir herankommen,

um besser zu verstehen, wie das Universum entstanden ist.

Das ist unheimlich spannend.

Wir werden unsere eigene Existenz besser verstehen.

Auch einen deutschen Astronauten schickt die ESA ins All.

Sechs Monate soll Matthias Maurer auf der ISS leben und arbeiten.

Im Oktober startet er mit der SpaceX-Rakete aus den USA.

Europa will sich im Weltall besser aufstellen,

wie die ESA bekräftigte.

Europa hat viel erreicht und hat exzellente Qualität.

In einigen Bereichen muss Europa sich überlegen,

wie man vorangeht: im Launcher- und Raketenbereich.

Hier ist der Wettbewerb enorm -

durch SpaceX oder andere kommerzielle Firmen.

Daumen hoch für potenzielle Raumfahrer.

Die ESA kündigte an, 2021 neue Astronauten zu rekrutieren.

"Natürlich ist es ein Schock."

Mit diesen Worten kommentierte Bayern-Trainer Flick

das Aus für sein Team im DFB-Pokal.

Schon in der zweiten Runde war Schluss

für den Bundesliga-Spitzenreiter - so früh wie seit 20 Jahren nicht.

Die Bayern verloren gestern bei Holstein Kiel

mit 7:8 nach Elfmeterschießen - gegen einen Zweitligisten.

Das Winter-Wunder von Kiel:

Für eine Nacht ist alles andere vergessen.

Holstein!

Ihr seid super-geil!

Schluss mit norddeutscher Zurückhaltung.

Holstein im Rausch einer Fußballsensation.

Da fehlen fast die Worte.

Ich habe in der Kabine viele verwirrte Menschen getroffen.

Eine außerordentliche Leistung meiner Mannschaft.

Es beginnt fast normal.

Der Favorit geht nach 14 Minuten in Führung.

Gnabry profitiert vom Fehler des Kieler Torwarts Gelios

und von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters.

Gnabry stand im Abseits.

Trotzdem 0:1 - zum Ärger von Kiels Coach Werner.

Aber der Außenseiter hält gut mit, ein langer Ball nach 37 Minuten.

Bartels gegen Neuer und Bartels trifft zum 1:1-Ausgleich.

Münchens Defensive wackelt.

48. Minute - und der Triple-Sieger der vergangenen Saison ist vorn. Leroy Sane mit dem 1:2.

Die vierte Minute der Nachspielzeit:

Kiel mit dem letzten Angriff und der Ball ist drin:

Kapitän Hauke Wahl mit dem Ausgleich.

Die Gastgeber zwingen München in die Verlängerung,

dann ins Elfmeterschießen.

Je fünf Spieler treffen sicher, dann scheitert Roca an Kiels Gelios.

Bartels nutzt seine Chance, die Sensation perfekt zu machen.

Holstein Kiel schreibt Pokalgeschichte.

Bayern München wird den Abend in schlechter Erinnerung behalten.

Die Wetteraussichten:

Im Süden länger andauernde Schneefälle,

am Rhein auch Regen.

Sonst Sonne, Wolken und im Osten kräftige Schneeschauer.

Im ARD-Mittagsmagazin um 13 Uhr gibt es die nächste tagesschau.

Im Anschluss folgt das ARD-Buffet.

Ihnen noch einen guten Tag.

Copyright Untertitel: NDR 2021



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Sendung: tagesschau 14.01.2021 - RKI-Präsident Wieler ruft zu Einhaltung

Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der tagesschau.

Heute im Studio: Susanne Holst

Guten Tag, willkommen zur tagesschau.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie

ist Deutschland einen Schritt vorangekommen:

Seit zweieinhalb Wochen wird geimpft.

Dennoch mahnte RKI-Chef Wieler bei seinem wöchentlichen Bericht,

Kontakte zu meiden und Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Er verwies auf die Virus-Mutationen,

die angespannte Lage in den Kliniken und die hohen Infektionszahlen.

Das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie.

Es wird wieder mehr getestet

nach einem starken Rückgang um Weihnachtszeit.

Die hohe Quote positiver Ergebnisse bleibt trotzdem.

Die Zahl der Infizierten geht nicht zurück.

Für RKI-Chef Wiehler ein Anlass,

alle aufzufordern, Kontakte stärker zu beschränken.

Ich kann nur alle aufrufen:

Nicht nur alle Menschen und Bürger in unserem Land,

dass sie sich entsprechend verhalten.

Auch alle Verantwortungsträger, die Rahmenbedingungen geben,

zum Beispiel in Firmen.

Ist die Möglichkeit, dass man noch etwas nachschärft?

Besonders die Lage in Krankenhäusern sei besorgniserregend.

Sie seien ausgelastet bis zu einem kritischen Punkt.

Das Alter der Intensivpatienten sinke,

liege bei etwa 60 Jahren.

Einer Grund für die zahlreichen Infektionen sei auch:

Der Lockdown werde weniger streng befolgt als erforderlich.

Wir sehen einen starken Unterschied zwischen der Bevölkerungsantwort

auf den ersten Lockdown als im zweiten Lockdown.

Da verringerte sich die Mobilität deutlich langsamer.

Und sie ging auf ein weniger niedriges Niveau.

Große Hoffnung setzt das RKI in die Impfungen.

Es müssten sich aber auch viele Menschen impfen lassen.

Mecklenburg-Vorpommern hat bislang die höchste Impfquote.

Die Ministerpräsidentin fordert aber möglichst schnell mehr Impfstoff.

Es reicht nicht, in einigen Monaten unzählige Impfdosen zu liefern.

Die müssen jetzt da sein,

dass wir Schritt für Schritt vorankommen.

Deutschlandweit sei die Impflogistik gut ausgebaut.

Leere Klassenzimmer, verwaiste Schulen -

schon zum zweiten Mal während der Corona-Pandemie.

Bildungsverbände fordern Konsequenzen:

Es dürfe niemand sitzenbleiben, sagte die GEW-Vorsitzende Tepe.

Die Länder sollten Schulabschlüsse ohne Prüfungen ermöglichen.

Ähnlich argumentierte der Verband Bildung und Erziehung.

Für Abitur-Klausuren verlangt der Deutsche Philologenverband

mehr Flexibilität bei der Auswahl der Prüfungsaufgaben.

Fernunterricht und Homeoffice

funktionieren oft nur mit einer guten Internetverbindung.

Die gibt es nicht überall in Deutschland.

Verkehrsminister Scheuer will Abhilfe schaffen:

Haushalte in Randlagen mit Gutscheinen

für eine Satelliten-Anbindung unterstützen.

Angedacht sind 500 Euro für die Anschlusskosten.

Etwa 200.000 Haushalte könnten profitieren.

Die laufenden Kosten von 50 bis 100 Euro im Monat

sind damit nicht abgedeckt.

Deutschlands Wirtschaftsleistung schrumpfte wegen der Corona-Krise

im Jahr 2020 um fünf Prozent.

Bettina Seidl in der Frankfurter Börse,

ein Einbruch war erwartet worden, auch in diesem Ausmaß?

Nein, man hatte mit Schlimmerem gerechnet.

Die schwächste Phase seit der Nachkriegszeit,

formulierte die Bundesregierung anfangs.

Verglichen damit sind wir glimpflich davongekommen.

Dennoch war es ein Katastrophenjahr für die deutsche Wirtschaft.

Es gab in diesem Jahr zwischenzeitlich auch Hoffnung.

Nach dem ersten Lockdown erholte sich die Wirtschaft.

Auch die Industrie und der Konsum.

Die Börsen explodierten auf hohem Niveau.

Jetzt gibt es eine Ruhephase.

Für dieses Jahr sagen Volkswirte ein Comeback voraus.

Die Präsidentschaft von Trump war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich,

nun kommt ein weiterer Punkt hinzu:

Trump ist der erste US-Präsident,

der sich zum zweiten Mal einem Amtsenthebungsverfahren stellen muss.

Das von den Demokraten dominierte Repräsentantenhaus stimmte dafür.

Wie das Verfahren ausgeht, hängt davon ab,

wie die Republikaner im Senat abstimmen.

Mehrheitsführer McConnell erklärte, er sei noch nicht entschieden.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses,

Demokratin Nancy Pelosi, verkündet das Abstimmungsergebnis:

232 Abgeordnete votieren für das zweite Amtsenthebungsverfahren.

Unter ihnen auch zehn Republikaner.

Mit der Unterzeichnung der Resolution ist klar:

Trump ist der erste Präsident, gegen den in seiner Amtszeit

zwei Impeachment-Verfahren eingeleitet werden.

Niemand steht über dem Gesetz, nicht einmal der Präsident der USA.

Donald Trump ist eine Gefahr für unser Land.

Trump habe die Ausschreitungen vor dem Kapitol provoziert.

Die Nationalgarde schützt nun das das Gebäude.

Trump äußert sich nach dem Beschluss per Videobotschaft.

Er distanziert sich nachträglich von der Gewalt.

Kein wahrer Anhänger von mir könnte politische Gewalt unterstützen.

Kein wahrer Unterstützer könnte die Strafverfolgung

oder unsere große Flagge missachten.

Für Trumps Amtsenthebung

müssten mindestens zwei Drittel der Senatoren stimmen.

Ob das vor dem Ende von Trumps Amtszeit am 20. Januar geschieht,

ist fraglich.

Der republikanische Mehrheitsführer McConnell erklärte:

Bis dahin sei dies nicht zu schaffen.

Jede Stimme zählt - da sind sich Wähler in Uganda einig.

Sie entscheiden heute über das neue Parlament und den Staatschef.

Der autoritär regierende Langzeitpräsident Museveni

will sich eine sechste Amtszeit sichern.

Zehn Gegenkandidaten treten an,

unter ihnen der Reggae-Star und Abgeordnete Bobi Wine.

Junge Leute hoffen auf ihn.

Bewaffnet und in Schutzausrüstung patrouillieren sie

in der Hauptstadt Kampala durch die Straßen.

Im Vorfeld der Wahl war es zu Gewalt

und zu Festnahmen durch die Sicherheitskräfte gekommen.

Wir schreiben heute Geschichte.

Wir entscheiden, wohin unser Land steuert.

Diese Nation hat viel durchgemacht.

Bei dieser Wahl steht Präsident Yoweri Museveni

unter Druck wie selten zuvor.

Seit 35 Jahren ist er im Amt, befriedete einst Uganda.

Doch viele junge Menschen sind arbeitslos,

sie wollen Veränderung im Land.

Ihre Hoffnung ist der Musiker und Abgeordnete Bobi Wine.

Das ist eine Protestwahl.

Er und andere Oppositionspolitiker wurden im Wahlkampf festgenommen.

Im November gab es danach Proteste.

Die Sicherheitskräfte reagierten hart,

54 Menschen starben.

Die UN ermahnten Uganda,

die Wahl solle fair, gewaltfrei und transparent ablaufen.

Wir brauchen keine Belehrungen.

Es gibt nichts, was wir nicht wissen.

Es ist eine Wahl Alt gegen Jung.

Die Angst vor einer Eskalation ist groß.

Seit Mittwochabend ist der Internetzugang gesperrt.

Manche sammeln Kassenzettel, viele nehmen sie nicht mit.

Ausgedruckt werden sie aber auch,

wenn man nur ein Stück Kuchen beim Bäcker kauft.

Seit dem 1. Januar 2020 gilt die Bonpflicht

für alle Geschäfte und Restaurants mit elektronischem Kassensystemen.

Steuerbetrug soll so entgegengewirkt werden.

Händler ärgern sich aber über säckeweise ungewollte Kassenzettel.

Brauchen Sie den Bon? Nein, danke.

Das ist die Standardantwort der meisten Kunden.

In der Brotmanufaktur Kleinbauer in Dudweiler

wandern die Bons in einen Müllsack.

Drei Prozent der Kunden verlangen den Bon

und nehmen ihn mit.

97 Prozent halt nicht.

Diesen Restmüll müssen wir dann entsorgen.

Das Bundesfinanzministerium zieht eine positive Bilanz.

Der Erfolg des Gesetzes sei nicht in Zahlen messbar,

da sich Steuerhinterziehung im Verborgenen abspiele.

Doch ohne Bon könnten Umsätze an der Kasse vorbei getätigt werden.

Die Deutsche Steuergewerkschaft

hält die Bonpflicht für geeignet zur Betrugsbekämpfung.

Aber die Steueraufsicht kann nicht auf den Kunden abgewälzt werden:

Bekomme ich einen Bon, ist der richtig ausgestellt?

Die Steueraufsicht obliegt der Finanzbehörde.

Ein Weg gegen die Papierflut wären elektronische Bons.

Dafür brauchen Kunden eine App.

Die werden laut Kleinbauer aber nicht angenommen.

Er hofft, dass die Bonpflicht abgeschafft wird.

Dieses Gerät soll der Frage nachgehen,

wie das Universum entstanden ist.

Die Europäische Raumfahrtagentur ESA will zusammen mit den USA und Kanada

das neue Teleskop "James Webb" ins All schicken.

Als Nachfolger des stillgelegten Teleskops Hubble.

Mit solchen Projekten versucht die ESA,

ein Zeichen in der Weltraumforschung zu setzen.

Die entwickelte sich zu einem Wettlauf

mit immer mehr Staaten und privaten Unternehmen.

Wie entstehen Galaxien, Sterne und Planeten?

Die ESA will mehr darüber erfahren:

Mit dem leistungsfähigen James-Webb-Teleskop.

Eine Ariane-5-Rakete soll es im Oktober ins All transportieren.

Der Spiegel ist so hoch wie drei Stockwerke.

Bis an 200 Millionen Jahre werden wir herankommen,

um besser zu verstehen, wie das Universum entstanden ist.

Das ist unheimlich spannend.

Wir werden unsere eigene Existenz besser verstehen.

Auch einen deutschen Astronauten schickt die ESA ins All.

Sechs Monate soll Matthias Maurer auf der ISS leben und arbeiten.

Im Oktober startet er mit der SpaceX-Rakete aus den USA.

Europa will sich im Weltall besser aufstellen,

wie die ESA bekräftigte.

Europa hat viel erreicht und hat exzellente Qualität.

In einigen Bereichen muss Europa sich überlegen,

wie man vorangeht: im Launcher- und Raketenbereich.

Hier ist der Wettbewerb enorm -

durch SpaceX oder andere kommerzielle Firmen.

Daumen hoch für potenzielle Raumfahrer.

Die ESA kündigte an, 2021 neue Astronauten zu rekrutieren.

"Natürlich ist es ein Schock."

Mit diesen Worten kommentierte Bayern-Trainer Flick

das Aus für sein Team im DFB-Pokal.

Schon in der zweiten Runde war Schluss

für den Bundesliga-Spitzenreiter - so früh wie seit 20 Jahren nicht.

Die Bayern verloren gestern bei Holstein Kiel

mit 7:8 nach Elfmeterschießen - gegen einen Zweitligisten.

Das Winter-Wunder von Kiel:

Für eine Nacht ist alles andere vergessen.

Holstein!

Ihr seid super-geil!

Schluss mit norddeutscher Zurückhaltung.

Holstein im Rausch einer Fußballsensation.

Da fehlen fast die Worte.

Ich habe in der Kabine viele verwirrte Menschen getroffen.

Eine außerordentliche Leistung meiner Mannschaft.

Es beginnt fast normal.

Der Favorit geht nach 14 Minuten in Führung.

Gnabry profitiert vom Fehler des Kieler Torwarts Gelios

und von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters.

Gnabry stand im Abseits.

Trotzdem 0:1 - zum Ärger von Kiels Coach Werner.

Aber der Außenseiter hält gut mit, ein langer Ball nach 37 Minuten.

Bartels gegen Neuer und Bartels trifft zum 1:1-Ausgleich.

Münchens Defensive wackelt.

48\. Minute - und der Triple-Sieger der vergangenen Saison ist vorn. Leroy Sane mit dem 1:2.

Die vierte Minute der Nachspielzeit:

Kiel mit dem letzten Angriff und der Ball ist drin:

Kapitän Hauke Wahl mit dem Ausgleich.

Die Gastgeber zwingen München in die Verlängerung,

dann ins Elfmeterschießen.

Je fünf Spieler treffen sicher, dann scheitert Roca an Kiels Gelios.

Bartels nutzt seine Chance, die Sensation perfekt zu machen.

Holstein Kiel schreibt Pokalgeschichte.

Bayern München wird den Abend in schlechter Erinnerung behalten.

Die Wetteraussichten:

Im Süden länger andauernde Schneefälle,

am Rhein auch Regen.

Sonst Sonne, Wolken und im Osten kräftige Schneeschauer.

Im ARD-Mittagsmagazin um 13 Uhr gibt es die nächste tagesschau.

Im Anschluss folgt das ARD-Buffet.

Ihnen noch einen guten Tag.

Copyright Untertitel: NDR 2021

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