Kaffe: gesund oder ungesund? - Kaffeesucht: Gefahren & Risiken bei Koffein
Hallo Freunde, mein Name ist "Famulus". :)
Heute geht es mal um Kaffee.
Ihr kennt ihn in allen Formen: Als Bohne, gemahlen, als Kaffeepads oder als müllproduzierende
Kaffeekapseln.
Doch kennt ihr auch seine Wirkung?
Bevor Kaffee überhaupt genießbar ist, müssen die rohen Kaffeebohnen bei mindestens 60°C
geröstet werden, wobei industriell Temperaturen von bis zu 550°C angewandt werden.
Roher oder auch grüner Kaffee ist per se nicht gesundheitsschädlich, allerdings schmeckt
dieser säuerlich und riecht evtl. unangenehm säuerlich bzw. grasig, während die gerösteten
Kaffeebohnen je nach Röstgrad leicht bitter bis stark bitter mit einem süßlichen Geschmack
und angenehmen Aroma überzeugen.
Fakt ist: Kaffee enthält relativ viel Koffein.
Gerösteter Kaffee enthält durchschnittlich um die 80 mg Koffein pro Tasse Kaffee.
Oftmals spricht man von einem Koffeingehalt von 1,3%.
Neben Koffein beinhalten rohe Kaffeebohnen außerdem Kohlenhydrate, Proteine, Fette,
Mineralstoffe, Ballaststoffe, Chlorogensäuren, Trigonellin und zum Teil auch Vitamine.
Beim Röstprozess werden je nach Temperatur und Dauer einige Polysaccharide gespalten,
Zucker karamellisiert, Proteine denaturiert, Fettanteil erhöht, Chloregensäuren und Vitamine
vernichtet als auch Trigonellin in Niacin, auch als Nicotinsäure bekannt, umgewandelt.
Zusätzlich entstehen zahlreiche neue Aromastoffe, die für den Kaffee charakteristisch sind.
Aber auch gesundheitlich bedenkliche Stoffe können entstehen, wie z. B.
Acrylamid, welches ich schon in folgendem Video thematisiert hatte.
Im Gegensatz zu Grünem und Schwarzem Tee oder aber auch Kakao besitzen Kaffebohnen
nicht einmal den höchten Gehalt an Koffein.
Dennoch ist das Koffein des Kaffees zumeist an Chlorogensäure-Kalium-Komplexen gebunden,
die nach der Röstung in der Magensäure sofort freigesetzt werden.
Dadurch wirkt das Koffein schneller, intensiver, aber auch kürzer als das Koffein aus anderen
Lebensmitteln.
Das verleiht nicht nur kurzfristig einen Energie-Kick, sondern kann ebenfalls zum Coffeinismus, zur
sogenannten "Kaffeesucht" führen.
Die Symptomatik beim erhöhten Koffeinkonsum ist bei vielen Personen relativ ähnlich:
Man wird zittrig bzw. unruhig. Man kann nicht einschlafen oder hat einen
leichten, unerholsamen Schlaf. Man dehydriert.
Man wird nervös und reizbar. Man bekommt Kopfschmerzen, Schwindel oder
Magenbeschwerden. Und die Herzfrequenz erhöht sich - bis hin
zu Herzrhythmusstörungen.
Vergiftungserscheinungen können bereits ab einem Gramm zugeführten Koffein auftreten,
während die letale, also tödliche Dosis bei etwa 10 g liegt.
Wie viel Koffein für eine spürbare Wirkung nötig ist, hängt von individuellen genetischen
Faktoren ab.
Der eine eskaliert bereits ab der ersten Tasse, während der andere gerade erst wach wird.
Interessanterweise gibt es sogar Leute, die bei einem Koffeinkonsum keine körperliche
Reaktionen aufzeigen, sogenannte Non-Responder.
Wir merken uns also: Der Koffeinkonsum ist individuell zu betrachten!
Grundsätzlich gilt aber: Kaffee regt den Stoffwechsel an, erhöht die Thermogenese
und fördert die Motilität, also die Bewegung unserer unbewusst gesteuerten Organe.
Des Weiteren wird dem Kaffee eine Unterdrückung des Appetits zugesprochen.
Aus diesem Grund wird Kaffee häufig für Diäten empfohlen, um den Gesamtumsatz zu
erhöhen und den Hunger zu unterdrücken.
Außerdem soll Kaffee recht gesund sein.
Dank des Anteils an Chlorogensäuren aber auch an anderen sekundären Pflanzenstoffen
wird dem Kaffee eine antioxidative und gesundheitsfördernde Eigenschaft zugeschrieben.
Dagegen sind über 5 Tassen täglich nach heutigem Standpunkt mit einem gesundheitlichem
Risiko verbunden.
Regelmäßiger Koffeinkonsum führt nämlich zu erhöhtem Blutdruck als auch zu höheren
Cortisolwerten.
Ferner ist Koffein ein Antagonist des Vitamins B6, das den Homocystein-Stoffwechsel reguliert.
Zusätzlich soll die in Kaffee enthaltene Chlorogensäure in hohen Dosen ebenfalls den
Homocysteinspiegel anheben.
Ein erhöhter Homocysteinspiegel gilt jedoch als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Das war aber noch nicht alles: Hinzu kommen außerdem Lipide der Kaffeebohne, die den
LDL-Cholesterinwert, also das "böse" Cholesterin, negativ beeinflussen.
Ebenso kann das viele Koffein in der Schwangerschaft schädlich für das ungeborene Kind sein.
Schon über 300 mg Koffein täglich stellt einen deutlichen Risikofaktor für Veränderungen
des Geburtsgewichts als auch für Fehlbildungen dar.
Für Stillende, aber auch für Kinder und Jugendliche gilt: Lieber Verzicht statt Verzehr,
denn Koffein hemmt beispielsweise die Gehirnentwicklung von Heranwachsenden,
indem es die Tiefschlafphasen stört.
Außerdem weist Kaffee diverse Wechselwirkungen mit Medikamenten auf, darunter Antibiotika,
Theophyllin und mit der Heilpflanze Sonnenhut.
Heute gilt: bis zu 4 Tassen am Tag, also höchstens 400 mg Koffein täglich bei Erwachsenen ohne
chronischen Erkrankungen oder Schwangerschaft, sind sicher.
Über 400 mg sollten es allerdings nicht werden, da dies zu unerwünschten Symptomen als auch
zum Coffeinismus führen kann.
Außerdem führen erhöhte Cortisolwerte zu einer entsprechenden physischen Abhängigkeit
vom regelmäßigen Koffeinkonsum.
Aus diesem Grund empfiehlt es sich lieber auf entkoffeinierten Kaffee umzusteigen.
Beim regelmäßigen Konsum sollte man dennoch langsam umsteigen, da sonst Entzugserscheinungen
auftreten können.
Beim Kaffeekonsum empfiehlt es sich außerdem auf den Filterkaffee zurückzugreifen, da
entsprechende Filterpapiere dem Kaffeeaufguss die LDL-Cholesterin-anhebendenden Lipide entziehen.
Und ernsthaft: Vermeidet den Kauf von Kaffeekapseln, die mehr Abfall als Genuss bewirken.
Ich danke Dir fürs Anschauen meines Videos zum Kaffee! :)
:Zum Acrylamid-Video geht's nochmal hier.
Falls Du noch nicht weißt, ob Fisch wirklich so gesund ist, empfehle ich Dir das folgende Video!
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