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German Ab Initio, ET 1: 2.500 Liter Wasser für ein T-Shirt – Text to read

German Ab Initio, ET 1: 2.500 Liter Wasser für ein T-Shirt

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ET 1: 2.500 Liter Wasser für ein T-Shirt

Ein T-Shirt bei H&M für 4,99€ - für uns ist das ganz normal. Wir vergessen dabei oft, wie viele Ressourcen bei der Produktion von Kleidung verarbeitet werden: Für ein T-Shirt werden durchschnittlich 2.500 Liter Wasser benötigt, für eine einzige Jeans sind es bereits 8.000 Liter Wasser. Auch in Bezug auf die Luftverschmutzung ist unser Konsum schon längst ein gewaltiges Problem, denn mehr als eine Milliarde Tonnen Kohlenstoffdioxid werden jährlich auf der ganzen Welt produziert; das ist mehr als alle internationalen Flüge und Schiffsreisen zusammen. Darüber hinaus kommen bei der Produktion auch oft giftige Chemikalien zum Einsatz - eine gewaltige Belastung für die Umwelt.

Das Problem liegt auf der Hand: Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der möglichst viele neue Produkte vermarktet werden sollen. Ist ein Kleidungsstück kaputt, versuchen wir meistens nicht, es zu reparieren, sondern werfen es direkt weg. Schließlich können wir uns einfach ein neues Kleidungsstück kaufen, es kostet ja nicht viel.

Was kann man also tun, um eine Veränderung herbeizuführen? Ein Schritt in die richtige Richtung wäre es bereits, wenn wir anfangen würden, unser Konsumverhalten zu überdenken. „Für den Schutz der Umwelt ist es am besten, Textilien lange zu nutzen“, informiert auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) auf seiner Webseite. Aus ökologischer Perspektive sei es besonders sinnvoll, gebrauchte Kleidung zu kaufen, zum Beispiel in Second-Hand-Läden. Auch die richtige Pflege von Textilien ist entscheidend, damit man sie möglichst lange tragen kann. Bevor man ein Kleidungsstück wegwirft, sollte man sich außerdem immer überlegen, ob es sich eventuell reparieren lässt – kleine Löcher oder Knöpfe stellen hier meistens kein großes Problem dar, selbst wenn man zwei linke Hände hat.

Beim Kauf neuer Kleidung ist es dagegen entscheidend, auf Labels zu achten, die eine nachhaltige Verarbeitung signalisieren. Auf seiner Webseite bietet der NABU eine gute Übersicht über die Labels, an denen man solche nachhaltigen Produkte erkennen kann. Aber Vorsicht: Es gibt auch Labels, die trotz ihres Namens nicht ökologisch sind.

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