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Video lessons from YouTube, #kurzerklärt: Wer sind Gewinner und Verlierer der Globalisierung?

#kurzerklärt: Wer sind Gewinner und Verlierer der Globalisierung?

Weniger Grenzen. Weniger Zölle.

Mehr Exporte und mehr Investitionen im Ausland.

Das alles ist Globalisierung.

Wirtschaftswissenschaftler sagen: Globalisierung

bedeutet Wohlstand für alle.

Doch in der Praxis gibt es auch Verlierer.

Wer sind Gewinner und wer sind Verlierer der Globalisierung?

Fangen wir an mit den Gewinnern.

Dazu zählt: Deutschland, denn wir sind reicher geworden.

Jeder Deutsche hat im Schnitt heute

27.000 Euro mehr Jahreseinkommen als noch 1990.

Damit zählt Deutschland zu den Ländern,

die am meisten von der Globalisierung profitiert haben.

Das liegt an: Autos, Maschienenbau, Chemie

- Produkte bei denen wir gut sind

und die im Ausland stark nachgefragt werden.

Gewinner sind auch diejenigen,

die gern günstige Produkte kaufen,

also lieber den Billigschrank aus China

als das Designer-Möbelstück aus Deutschland.

Solche Produkte kauft vor allem die Arbeiter- oder Mittelschicht.

Doch was das Einkommen angeht,

gehört diese Gruppe in den Industrieländern

zu den Verlieren.

Viele Arbeiter und einfache Angestellte

haben ihre Jobs verloren -

in den USA 1,5 Millionen Arbeitsplätze,

weil importierte Produkte aus China billiger waren.

Vor allem Ältere leiden,

weil sie nicht so leicht umgeschult werden können.

Und wer seinen Job noch hat,

hat kaum mehr Geld zur Verfügung

als noch vor 20 Jahren.

Diese Grafik zeigt, dass im Gegensatz

zur Mittelschicht in Schwellenländern

die untere Mittelschicht in Industriestaaten

kaum etwas dazu gewonnen hat.

Hinzu kommt: Globalisierung und

technischer Fortschritt machen das Leben schneller.

Menschen ziehen auf der Suche nach Jobs ins Ausland.

Und das wiederum verunsichert die Menschen,

die sich ohnehin schon als Verlierer sehen.

Und noch einen Verlierer hat

die Globalisierung: Die Umwelt.

Aber muss es so viele Verlierer geben?

Wirtschaftsprofessoren sagen:

Die Gewinne durch die Globalisierung sind

eigentlich so groß, dass damit

die Verlierer locker entschädigt werden könnten.

Doch genau das haben die Politiker versäumt.

Seit der Finanzkrise 2007

nimmt die Globalisierung wieder ab.

Politiker in Industriestaaten fordern

mehr Abschottung.

Kritiker warnen aber und sagen:

Das gab es schon mal,

in der ersten Phase der Globalisierung

zur Zeit der Dampfmaschine.

Damals führte wachsender Nationalismus

zu 30 Jahren wirtschaftlichem Stillstand

und zwei Weltkriegen.


#kurzerklärt: Wer sind Gewinner und Verlierer der Globalisierung? #briefly explained: Who are the winners and losers of globalization? #короткопояснено: Хто виграє і програє від глобалізації?

Weniger Grenzen. Weniger Zölle.

Mehr Exporte und mehr Investitionen im Ausland.

Das alles ist Globalisierung.

Wirtschaftswissenschaftler sagen: Globalisierung

bedeutet Wohlstand für alle.

Doch in der Praxis gibt es auch Verlierer.

Wer sind Gewinner und wer sind Verlierer der Globalisierung?

Fangen wir an mit den Gewinnern.

Dazu zählt: Deutschland, denn wir sind reicher geworden.

Jeder Deutsche hat im Schnitt heute

27.000 Euro mehr Jahreseinkommen als noch 1990.

Damit zählt Deutschland zu den Ländern,

die am meisten von der Globalisierung profitiert haben.

Das liegt an: Autos, Maschienenbau, Chemie

- Produkte bei denen wir gut sind

und die im Ausland stark nachgefragt werden.

Gewinner sind auch diejenigen,

die gern günstige Produkte kaufen,

also lieber den Billigschrank aus China

als das Designer-Möbelstück aus Deutschland.

Solche Produkte kauft vor allem die Arbeiter- oder Mittelschicht.

Doch was das Einkommen angeht,

gehört diese Gruppe in den Industrieländern

zu den Verlieren.

Viele Arbeiter und einfache Angestellte

haben ihre Jobs verloren -

in den USA 1,5 Millionen Arbeitsplätze,

weil importierte Produkte aus China billiger waren.

Vor allem Ältere leiden,

weil sie nicht so leicht umgeschult werden können.

Und wer seinen Job noch hat,

hat kaum mehr Geld zur Verfügung

als noch vor 20 Jahren.

Diese Grafik zeigt, dass im Gegensatz

zur Mittelschicht in Schwellenländern

die untere Mittelschicht in Industriestaaten

kaum etwas dazu gewonnen hat.

Hinzu kommt: Globalisierung und

technischer Fortschritt machen das Leben schneller.

Menschen ziehen auf der Suche nach Jobs ins Ausland.

Und das wiederum verunsichert die Menschen,

die sich ohnehin schon als Verlierer sehen.

Und noch einen Verlierer hat

die Globalisierung: Die Umwelt.

Aber muss es so viele Verlierer geben?

Wirtschaftsprofessoren sagen:

Die Gewinne durch die Globalisierung sind

eigentlich so groß, dass damit

die Verlierer locker entschädigt werden könnten.

Doch genau das haben die Politiker versäumt.

Seit der Finanzkrise 2007

nimmt die Globalisierung wieder ab.

Politiker in Industriestaaten fordern

mehr Abschottung.

Kritiker warnen aber und sagen:

Das gab es schon mal,

in der ersten Phase der Globalisierung

zur Zeit der Dampfmaschine.

Damals führte wachsender Nationalismus

zu 30 Jahren wirtschaftlichem Stillstand

und zwei Weltkriegen.