Das Scheitern der Weimarer Republik - Ursachen & Grundzüge
Moinsen!
Heute schauen wir uns ein paar Grundzüge zum Scheitern der Weimarer Republik an!
Feuer frei!
Die Weimarer Republik war die erste Demokratie in Deutschland, und ist gescheitert.
Man kann aber nicht ganz einfach sagen, woran es lag.
Es gibt einen ganzen Haufen von Ursachen, die sich auch alle noch gegenseitig verstärkt haben
So nen Satz könnt ihr auch gut als Einleitung in der Klausur schreiben, wenn gefragt wird,
warum die Weimarer Republik gescheitert ist.
Zum Beispiel “Es gibt keine einfache Erklärung, warum die erste Demokratie in Deutschland
gescheitert ist.
Vielmehr gab es viele verschiedene Ursachen, die untereinander in einer Wechselwirkung
standen.”
Sprechpause
Welche waren das?
Punkt eins: Der Versailler Vertrag.
Das war der Friedensvertrag vom Ersten Weltkrieg, und der hatte sehr harte Bedingungen für
Deutschland.
Dadurch wurde Deutschland ziemlich gefickt, schreibt in der Klausur aber lieber “harte
Belastung”.
Punkt zwei: Die fetten Krisen in den Anfangsjahren der Weimarer Republik.
Es gab viel zu viele Aufstände, politische Morde, und Putschversuche.
Zum Beispiel den Kapp-Putsch von 1920 und den Hitlerputsch von 1923.
Sprechpause
Punkt drei: Die Propaganda der Rechten.
Deutschland hat den 1.
Weltkrieg verloren, weil militärisch einfach nix mehr zu machen war.
Die Rechten suchen aber alle Schuld an der Niederlage bei den republikanischen Kräften,
also bei der SPD und so.
Merkt euch da das Stichwort “Dolchstoßlegende”.
Mit dem Versailler Vertrag ist es dasselbe.
Auch da sagen die Rechten, das wäre die Schuld der SPD, was aber vollkommener Quatsch ist.
Sprechpause
Punkt vier: Die Wirtschaftskrise
Zuerst gab's die Hyperinflation von 1923.
Dabei sind viele Menschen verarmt und haben das Vertrauen in die Regierung verloren.
1929 gibt es dann die Weltwirtschaftskrise.
Das stürzt viele Menschen in Deutschland in Armut und Arbeitslosigkeit.
Dadurch werden die Menschen viel empfänglicher für radikale Parteien.
Präsidialkabinette.
Punkt fünf: Versagen der Parteien und Präsidialkabinette.
Das ist ein wichtiger Punkt, den machen wir kurz genauer.
Von 1930 bis 1933 gibt es drei Regierungen vor Hitler.
Alle drei sind sogenannte Präsidialkabinette.
Das heißt, die Regierung hat keine Mehrheit im Parlament.
Sie ist nur abhängig vom Reichspräsidenten.
Der Reichspräsident unterstützt die Regierung, indem er Notverordnungen gemäß Artikel 48
der Weimarer Verfassung erlässt.
Das heißt, die Demokratie ist de facto außer Kraft gesetzt.
Nochmal: Präsidialkabinett = Reichskanzler und seine Minister regieren abhängig vom
Reichspräsidenten, nicht abhängig vom Parlament.
Sprechpause
Wie konnte es dazu kommen?
1928 bildet sich eine Regierung aus fünf Parteien, die sogenannte “Große Koalition”.
Unter anderem mit Zentrum, DVP, und SPD.
Reichskanzler ist Hermann Müller von der SPD.
1930 können sich dann die Parteien dieser großen Koalition nicht einigen, wie man mit
der Arbeitslosenversicherung umgehen soll.
Die DVP will ihre Wähler aus den Kreisen der Industrie entlasten.
Die SPD will das Gegenteil, sie muss Rücksicht auf die Gewerkschaften nehmen.
Deswegen bricht die große Koalition auseinander, und Reichskanzler Müller tritt im März 1930
zurück.
Eine regierungsfähige Mehrheit im Parlament kann man jetzt nicht mehr zustande bringen.
Das erste Präsidialkabinett ist das von Heinrich Brüning von der Zentrumspartei.
Er wird 1930 von Hindenburg als Reichskanzler eingesetzt und macht es bis 1932.
Man muss sagen, schon damit ist die Republik eigentlich gescheitert.
Denn dass dauerhaft ohne die Rückendeckung vom Parlament regiert wird, ist nicht Sinn
der Sache.
1932 werden dann noch Franz von Papen, und danach Kurt von Schleicher als Reichskanzler
eingesetzt.
Die Scheitern aber.
Die SPD ist im Reichstag stark vertreten, und findet die Präsidialkabinette am Anfang
mega kacke.
Später wird die NSDAP aber immer stärker, und ist irgendwann die stärkste Partei im
Reichstag.
Deswegen toleriert die SPD dann doch die Präsidialkabinette.
Es ist einfach das kleinere Übel.
Sprechpause
So, jetzt noch kurz zum letzten Punkt.
Alle hängen vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg ab.
Der ist in der Krise aber politisch überfordert.
Und vielleicht ist er auch einfach zu alt.
Er gibt gegenüber seinen Beratern nach, aber die Berater unterschätzen den Machtwillen
von Adolf Hitler.
Am 30.01.1933 ernennt Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler.
Summary
Sooo, was müsst ihr mitnehmen.
Versailler Vertrag.
Putschversuche und politische Morde.
Propaganda der Rechten, z.B.
Dolchstoßlegende.
Wirtschaftskrise: Hyperinflation 1923, Weltwirtschaftskrise ab 1929.
Präsidialkabinette von 1930 - 1933, weil die Parteien unfähig zum Kompromiss sind.
Reichspräsident Hindenburg ist politisch überfordert.
So Leute, das war's!
Ich hoffe ihr rasiert wenn euch jetzt der Lehrer fragt, warum die Weimarer Republik
gescheitert ist.
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euer Thema in die Suchzeile ein.
AMK und bis bald!