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Andrea erzählt (D), Allschwil

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, herzlich willkommen zur Sendung «Andrea erzählt» vom 9. Juni 2017. Es freut mich sehr, sind Sie wieder mit dabei. Im Moment ist der Himmel oft ganz blau, die Wiesen sind grün, die Gärten voller Blumen in allen Farben – und auch die Menschen tragen bunte Sommerkleider. Es ist wunderschön. Manchmal frage ich mich, wie der Sommer wohl für jemanden ist, der ihn nicht sehen kann. Wahrscheinlich warm und weich. Aber mehr kann ich mir nicht wirklich vorstellen [1]. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen heute von Allschwil erzählen. Das ist ein kleiner Ort am Rand der Stadt Basel. Denn dort gibt es unter anderem auch eine Schule für so genannte Blindenhunde [2]. Natürlich können auch die Hunde niemandem dabei helfen, die Farben des Sommers zu sehen. Aber sie machen es möglich, dass blinde Menschen ein unabhängiges [3] Leben führen können – und den Sommer vielleicht besser geniessen. Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen!

***

Im Frühjahr vor acht Jahren haben wir den schönsten Kindergeburtstag gefeiert [4], den wir je hatten. Und das hatte einen besonderen Grund: Damals war mein Sohn nämlich ein riesiger Hunde-Fan. Am liebsten mochte er Labradore und Golden Retriever. Labradore sind schwarz, Golden Retriever gelblich. Beide Hunde sind relativ gross und unglaublich [5] gutmütig [6]. Deshalb sind sie auch typische Familienhunde – und eben auch so genannte Servicehunde. Das heisst: Sie können lernen, wie man blinden Menschen hilft.

Eines Tages kam mein Sohn nach Hause und sagte: «Mama, es gibt da eine Schule für Blindenhunde. Irgendwo bei Basel. Die kann man besuchen. Wenn man will, kann man sogar ein Hundebaby mit nach Hause nehmen.»

Ich fand das sehr spannend — aber auch ein bisschen komisch. Ich sagte: «Das mit der Schule tönt gut. Aber glaube nicht, dass man einfach einen Blindenhund mit nach Hause nehmen kann. Da hast du bestimmt etwas falsch verstanden.» Ich ging auf die Website der Blindenhundeschule in Allschwil, auf blindenhundeschule.ch. Hier wird einem alles erklärt. Und es steht auch, dass man am ersten Samstag jeden Monats vorbeikommen [7] darf. Man kann die Schule ansehen und zuschauen, wie die Hunde lernen. Ja, und es steht tatsächlich auch, dass immer Plätze [8] für ganz junge Blindenhunde gesucht werden. Aber dazu erzähle ich Ihnen später mehr.

Ich sagte zu meinem Sohn: «Das ist eine tolle Idee. Wir leihen uns das Auto aus Papas Werkstatt [9] aus, und du darfst zehn Kinder mitnehmen.» Ich kann Ihnen nur sagen: Wenn Sie Tiere mögen, sollten Sie das unbedingt auch mal tun, natürlich nicht unbedingt mit so vielen Kindern. Es ist auf jeden Fall enorm interessant.

Als Erstes sahen wir einen kurzen Film, der alles erklärte. Dann gingen wir die Hunde besuchen. Wir durften auch die Welpen [10] sehen, die noch bei ihren Müttern waren. Über ihnen hingen Mobiles [11]. Ein Kind sagte: «Oh, wie süss! Die haben ja auch Mobiles wie wir Menschenkinder.» Die Führerin erklärte: «Blindenhunde müssen lernen, immer auch nach oben zu schauen. Das tun sie sonst eigentlich nicht. Aber die Menschen, mit denen sie später arbeiten, sind ja grösser als sie. Die Tiere müssen deshalb auch sehen lernen, wo sich ihr blinder Besitzer den Kopf anstossen [12] könnte.»

Am besten hat mir das Schau-Training gefallen. Dabei kann man zusehen, wie ein Hund bestimmte Befehle ausführt [13]. Zum Beispiel muss er erkennen [14] ob eine Ampel auf Rot steht oder auf Grün. Man sieht, dass es den Hunden Spass macht zu arbeiten. Die Führerin erklärte uns zudem zwei ganz wichtige Dinge: Ein Hund, der sein Geschirr [15] trägt, ist am Arbeiten. Er darf nicht spielen. Man soll ihn daher auch nicht ansprechen oder stören. Aber wenn der Hund das Geschirr nicht trägt, hat er frei. Dann darf er ganz normal spielen und herumrennen wie jeder andere Hund auch.

***

Natürlich wollten wir auch noch wissen, ob man wirklich Hundebabies bei sich zu Hause haben kann. Es stimmt tatsächlich, aber es ist sehr kompliziert. Die Führerin erklärte es uns: «Im ersten Jahr müssen die Hunde lernen, mit Kindern zu leben. Sie müssen den Strassenverkehr kennenlernen und Dinge wie Tramfahren. Deshalb suchen wir Leute, bei denen sie leben können. Am besten Familien.» Mein Sohn hüpfte herum und rief: «Oh ja, das machen wir.» Aber leider ist es nicht so einfach. Man muss mit dem Hund zur Schule gehen – und man muss ihn streng nach den Regeln der Blindenhundeschule erziehen. Das Wichtigste ist natürlich, dass man ihn nach einem Jahr an die Schule zurückgeben muss.

Am Abend sassen wir alle zuhause am Tisch und redeten über die Hundebabies. Mein Mann fragte: «Wollt ihr wirklich ein Jahr lang auf einen Hund aufpassen und mit ihm an den Wochenenden zur Schule gehen? Und ihn danach wieder weggeben?» Wir wollten. Aber leider hat es dann doch nicht geklappt. In unserer Wohnung dürfen wir nämlich keine Hunde haben. Naja, vielleicht es besser so. Wahrscheinlich wäre es doch sehr hart gewesen, ihn dann wieder zurückzugeben.

***

Nebst der Blindenhundeschule ist Allschwil eigentlich kaum bekannt. Trotzdem kennen viele Zürcher den Namen. Es gibt nämlich einen Zürcher Musiker, der eine besondere Band hat. Sie heisst Allschwil Posse. Der Musiker ist Boni Koller. Er ist seit den achtziger Jahren sehr beliebt in Zürich. Vor allem wegen seiner sehr erfolgreichen Kinder-Band Schtärneföifi. Die Allschwil Posse hatte er damals mit einem Freund gegründet. Sie wollten sich lustig machen [16] über die Sprache der jungen Rapper und machten doofen Gangster Rap [17] auf Baseldeutsch. Damals waren alle Medien schockiert. Sie glaubten, die Texte seien ernst gemeint. Dabei sind sie extrem witzig und ironisch. Ich höre sie immer noch gern.

***

Noch eine Geschichte gehört für mich zu Allschwil. Sie ist aus einer ganz anderen Zeit. Als meine Mutter ein kleines Mädchen war, wohnte sie nämlich in Allschwil. Mein Grossvater arbeitete damals bei einer grossen Basler Chemiefirma. Seine Schwester, Tante Emmi, wohnte gleich auf der anderen Seite der Grenze in Deutschland. Sie hatte einen deutschen Mann geheiratet, der im zweiten Weltkrieg gestorben war. Meine Mutter erzählte uns oft davon: «Wisst ihr, einmal im Monat fuhren wir zur Grenze. Von dort warfen wir Pakete mit Kaffeepulver und Zigaretten auf die andere Seite nach Deutschland.» Als ich klein war, fragte ich immer: «Aber warum hat sie das nicht selbst gekauft?» Dann erklärte mir meine Mutter, dass es in Deutschland nach dem Krieg eben ganz vieles nicht gegeben hatte. Ich verstand es immer noch nicht richtig und fragte dann: «Aber warum habt ihr dann nicht einfach alles nach Deutschland gebracht?» Meine Mutter erklärte mir das mit den Grenzen und den Zollgebühren [18].

Ich muss in letzter Zeit besonders oft an diese Geschichte denken. Nur weil ein Mensch ein paar Meter weiter im Norden oder im Süden wohnt, bekommt er bestimmte Dinge. Oder eben nicht. Wenn man es sich überlegt, ist es doch eigentlich völlig absurd, dass es Grenzen gibt zwischen den Ländern. Denn auf beiden Seiten wohnen ja einfach Menschen. Und es ist purer [19] Zufall, wo man geboren wird.

***

So, jetzt freue ich mich sehr, wenn Sie bei Instagram unter #PodClubAndrea und #andreaerzaehlt vorbeischauen und am 23. Juni wieder auf podclub.ch oder über unsere App mit dem Vokabeltrainer mit dabei sind, wenn es heisst «Andrea erzählt». Dann werde ich Ihnen von «Saas Fee» erzählen. Gute Zeit und auf Wiederhören!

Glossaire: Andrea erzählt (D) [1] sich etwas vorstellen: sich ein Bild machen, eine Idee von etwas haben, sich etwas ausdenken

[2] der Blindenhund: auch Blindenführhund, speziell ausgebildeter Hund, der einem blinden Menschen hilft, zum Beispiel im Strassenverkehr

[3] unabhängig: frei, selbstbestimmt, nicht auf andere angewiesen

[4] feiern: ein Fest machen, Party machen

[5] unglaublich: erstaunlich

[6] gutmütig: sanft, freundlich, nicht einfach zu ärgern

[7] vorbeikommen: besuchen, auf Besuch kommen (meist spontan)

[8] der Platz: (hier) Ort, an dem ein Tier leben darf

[9] die Werkstatt: Ort, an dem etwas gebaut und repariert wird (Möbel, Velos, Autos etc.)

[10] der Welpen: Hundebaby

[11] das Mobile: Dekoration, die an der Decke hängt und sich bewegt

[12] den Kopf anstossen: mit dem Kopf versehentlich gegen etwas schlagen

[13] einen Befehl ausführen: etwas genauso tun, wie es einem gesagt, befohlen wird

[14] erkennen: sehen, merken, begreifen

[15] das Geschirr: (bei Tieren) eine Art Bekleidung, meist aus Leder, an der sie gehalten werden

[16] sich lustig machen über etwas: über etwas lachen, Witze machen

[17] Gangster Rap: Rap (gesprochene Musik) bei der es um Drogen, Sex und Gewalt geht

[18] die Zollgebühr: Geld, das man bezahlen muss, wenn man bestimmte Dinge in ein Land mitnehmen will

[19] pur: rein



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Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, herzlich willkommen zur Sendung «Andrea erzählt» vom 9. Juni 2017. Es freut mich sehr, sind Sie wieder mit dabei. Im Moment ist der Himmel oft ganz blau, die Wiesen sind grün, die Gärten voller Blumen in allen Farben – und auch die Menschen tragen bunte Sommerkleider. Es ist wunderschön. Manchmal frage ich mich, wie der Sommer wohl für jemanden ist, der ihn nicht sehen kann. Wahrscheinlich warm und weich. Aber mehr kann ich mir nicht wirklich vorstellen [1]. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen heute von Allschwil erzählen. Das ist ein kleiner Ort am Rand der Stadt Basel. Denn dort gibt es unter anderem auch eine Schule für so genannte Blindenhunde [2]. Natürlich können auch die Hunde niemandem dabei helfen, die Farben des Sommers zu sehen. Aber sie machen es möglich, dass blinde Menschen ein unabhängiges [3] Leben führen können – und den Sommer vielleicht besser geniessen. Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen!

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Im Frühjahr vor acht Jahren haben wir den schönsten Kindergeburtstag gefeiert [4], den wir je hatten. Und das hatte einen besonderen Grund: Damals war mein Sohn nämlich ein riesiger Hunde-Fan. Am liebsten mochte er Labradore und Golden Retriever. Labradore sind schwarz, Golden Retriever gelblich. Beide Hunde sind relativ gross und unglaublich [5] gutmütig [6]. Deshalb sind sie auch typische Familienhunde – und eben auch so genannte Servicehunde. Das heisst: Sie können lernen, wie man blinden Menschen hilft.

Eines Tages kam mein Sohn nach Hause und sagte: «Mama, es gibt da eine Schule für Blindenhunde. Irgendwo bei Basel. Die kann man besuchen. Wenn man will, kann man sogar ein Hundebaby mit nach Hause nehmen.»

Ich fand das sehr spannend — aber auch ein bisschen komisch. Ich sagte: «Das mit der Schule tönt gut. Aber glaube nicht, dass man einfach einen Blindenhund mit nach Hause nehmen kann. Da hast du bestimmt etwas falsch verstanden.» Ich ging auf die Website der Blindenhundeschule in Allschwil, auf blindenhundeschule.ch. Hier wird einem alles erklärt. Und es steht auch, dass man am ersten Samstag jeden Monats vorbeikommen [7] darf. Man kann die Schule ansehen und zuschauen, wie die Hunde lernen. Ja, und es steht tatsächlich auch, dass immer Plätze [8] für ganz junge Blindenhunde gesucht werden. Aber dazu erzähle ich Ihnen später mehr.

Ich sagte zu meinem Sohn: «Das ist eine tolle Idee. Wir leihen uns das Auto aus Papas Werkstatt [9] aus, und du darfst zehn Kinder mitnehmen.» Ich kann Ihnen nur sagen: Wenn Sie Tiere mögen, sollten Sie das unbedingt auch mal tun, natürlich nicht unbedingt mit so vielen Kindern. Es ist auf jeden Fall enorm interessant.

Als Erstes sahen wir einen kurzen Film, der alles erklärte. Dann gingen wir die Hunde besuchen. Wir durften auch die Welpen [10] sehen, die noch bei ihren Müttern waren. Über ihnen hingen Mobiles [11]. Ein Kind sagte: «Oh, wie süss! Die haben ja auch Mobiles wie wir Menschenkinder.» Die Führerin erklärte: «Blindenhunde müssen lernen, immer auch nach oben zu schauen. Das tun sie sonst eigentlich nicht. Aber die Menschen, mit denen sie später arbeiten, sind ja grösser als sie. Die Tiere müssen deshalb auch sehen lernen, wo sich ihr blinder Besitzer den Kopf anstossen [12] könnte.»

Am besten hat mir das Schau-Training gefallen. Dabei kann man zusehen, wie ein Hund bestimmte Befehle ausführt [13]. Zum Beispiel muss er erkennen [14] ob eine Ampel auf Rot steht oder auf Grün. Man sieht, dass es den Hunden Spass macht zu arbeiten. Die Führerin erklärte uns zudem zwei ganz wichtige Dinge: Ein Hund, der sein Geschirr [15] trägt, ist am Arbeiten. Er darf nicht spielen. Man soll ihn daher auch nicht ansprechen oder stören. Aber wenn der Hund das Geschirr nicht trägt, hat er frei. Dann darf er ganz normal spielen und herumrennen wie jeder andere Hund auch.

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Natürlich wollten wir auch noch wissen, ob man wirklich Hundebabies bei sich zu Hause haben kann. Es stimmt tatsächlich, aber es ist sehr kompliziert. Die Führerin erklärte es uns: «Im ersten Jahr müssen die Hunde lernen, mit Kindern zu leben. Sie müssen den Strassenverkehr kennenlernen und Dinge wie Tramfahren. Deshalb suchen wir Leute, bei denen sie leben können. Am besten Familien.» Mein Sohn hüpfte herum und rief: «Oh ja, das machen wir.» Aber leider ist es nicht so einfach. Man muss mit dem Hund zur Schule gehen – und man muss ihn streng nach den Regeln der Blindenhundeschule erziehen. Das Wichtigste ist natürlich, dass man ihn nach einem Jahr an die Schule zurückgeben muss.

Am Abend sassen wir alle zuhause am Tisch und redeten über die Hundebabies. Mein Mann fragte: «Wollt ihr wirklich ein Jahr lang auf einen Hund aufpassen und mit ihm an den Wochenenden zur Schule gehen? Und ihn danach wieder weggeben?» Wir wollten. Aber leider hat es dann doch nicht geklappt. In unserer Wohnung dürfen wir nämlich keine Hunde haben. Naja, vielleicht es besser so. Wahrscheinlich wäre es doch sehr hart gewesen, ihn dann wieder zurückzugeben.

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Nebst der Blindenhundeschule ist Allschwil eigentlich kaum bekannt. Trotzdem kennen viele Zürcher den Namen. Es gibt nämlich einen Zürcher Musiker, der eine besondere Band hat. Sie heisst Allschwil Posse. Der Musiker ist Boni Koller. Er ist seit den achtziger Jahren sehr beliebt in Zürich. Vor allem wegen seiner sehr erfolgreichen Kinder-Band Schtärneföifi. Die Allschwil Posse hatte er damals mit einem Freund gegründet. Sie wollten sich lustig machen [16] über die Sprache der jungen Rapper und machten doofen Gangster Rap [17] auf Baseldeutsch. Damals waren alle Medien schockiert. Sie glaubten, die Texte seien ernst gemeint. Dabei sind sie extrem witzig und ironisch. Ich höre sie immer noch gern.

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Noch eine Geschichte gehört für mich zu Allschwil. Sie ist aus einer ganz anderen Zeit. Als meine Mutter ein kleines Mädchen war, wohnte sie nämlich in Allschwil. Mein Grossvater arbeitete damals bei einer grossen Basler Chemiefirma. Seine Schwester, Tante Emmi, wohnte gleich auf der anderen Seite der Grenze in Deutschland. Sie hatte einen deutschen Mann geheiratet, der im zweiten Weltkrieg gestorben war. Meine Mutter erzählte uns oft davon: «Wisst ihr, einmal im Monat fuhren wir zur Grenze. Von dort warfen wir Pakete mit Kaffeepulver und Zigaretten auf die andere Seite nach Deutschland.» Als ich klein war, fragte ich immer: «Aber warum hat sie das nicht selbst gekauft?» Dann erklärte mir meine Mutter, dass es in Deutschland nach dem Krieg eben ganz vieles nicht gegeben hatte. Ich verstand es immer noch nicht richtig und fragte dann: «Aber warum habt ihr dann nicht einfach alles nach Deutschland gebracht?» Meine Mutter erklärte mir das mit den Grenzen und den Zollgebühren [18].

Ich muss in letzter Zeit besonders oft an diese Geschichte denken. Nur weil ein Mensch ein paar Meter weiter im Norden oder im Süden wohnt, bekommt er bestimmte Dinge. Oder eben nicht. Wenn man es sich überlegt, ist es doch eigentlich völlig absurd, dass es Grenzen gibt zwischen den Ländern. Denn auf beiden Seiten wohnen ja einfach Menschen. Und es ist purer [19] Zufall, wo man geboren wird.

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So, jetzt freue ich mich sehr, wenn Sie bei Instagram unter #PodClubAndrea und #andreaerzaehlt vorbeischauen und am 23. Juni wieder auf podclub.ch oder über unsere App mit dem Vokabeltrainer mit dabei sind, wenn es heisst «Andrea erzählt». Dann werde ich Ihnen von «Saas Fee» erzählen. Gute Zeit und auf Wiederhören!

Glossaire: Andrea erzählt (D) [1] sich etwas vorstellen: sich ein Bild machen, eine Idee von etwas haben, sich etwas ausdenken

[2] der Blindenhund: auch Blindenführhund, speziell ausgebildeter Hund, der einem blinden Menschen hilft, zum Beispiel im Strassenverkehr

[3] unabhängig: frei, selbstbestimmt, nicht auf andere angewiesen

[4] feiern: ein Fest machen, Party machen

[5] unglaublich: erstaunlich

[6] gutmütig: sanft, freundlich, nicht einfach zu ärgern

[7] vorbeikommen: besuchen, auf Besuch kommen (meist spontan)

[8] der Platz: (hier) Ort, an dem ein Tier leben darf

[9] die Werkstatt: Ort, an dem etwas gebaut und repariert wird (Möbel, Velos, Autos etc.)

[10] der Welpen: Hundebaby

[11] das Mobile: Dekoration, die an der Decke hängt und sich bewegt

[12] den Kopf anstossen: mit dem Kopf versehentlich gegen etwas schlagen

[13] einen Befehl ausführen: etwas genauso tun, wie es einem gesagt, befohlen wird

[14] erkennen: sehen, merken, begreifen

[15] das Geschirr: (bei Tieren) eine Art Bekleidung, meist aus Leder, an der sie gehalten werden

[16] sich lustig machen über etwas: über etwas lachen, Witze machen

[17] Gangster Rap: Rap (gesprochene Musik) bei der es um Drogen, Sex und Gewalt geht

[18] die Zollgebühr: Geld, das man bezahlen muss, wenn man bestimmte Dinge in ein Land mitnehmen will

[19] pur: rein


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