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Was ist Zeit?

Was ist das Wesen der Zeit?

Zeit ist Veränderung.

Obwohl sie uns so allgegenwärtig und selbstverständlich erscheint

ist Zeit nicht greifbar.

Im Prinzip gibt es nur "jetzt".

Doch sobald man über das "jetzt" nachgedacht hat

ist es auch schon wieder Vergangenheit.

Wir sind in einem permanenten Zustand zwischen Erinnerung und Erwartung.

Die Gegenwart schreitet voran.

Zeit ist ein sehr schwer fassbares Phänomen

und vielleicht existiert es gar nicht in der Weise, wie wir es empfinden.

Ist Zeit möglicherweise nur Illusion?

Dadurch, dass wir Zeit wahrnehmen, also Veränderung erfahren

muss sie zwangsläufig auf irgendeine Art und Weise existieren.

Vielleicht ist unsere Wahrnehmung der Zeit nur ein Aspekt eben dieser

oder nur eine Wahrnehmungsform von vielen möglichen.

Aber sie muss zwangsläufig irgendwie existent sein.

Man kann viele Theorien aufstellen.

Man kann sich die Verbindung zwischen Raum und Zeit verdeutlichen.

Man kann Zeit auf viele mögliche Arten interpretieren und versuchen zu verstehen.

Aber unsere Wahrnehmung der Zeit ist existent

und damit ein Teil der Wirklichkeit.

Klar, unser Verhältnis zur Zeit ist mit Blick auf das gesamte Universum vollkommen irrelevant.

Was wir z.B. in Tagen, Wochen, Monaten und Jahren messen

ist einzig und allein von unseren gegebenen Umständen abhängig.

Eine Sekunde messen wir anhand der Schwingungsdauer eines Caesium-Atoms.

Uhren können uns die Zeit angeben, aber eben nur nach unseren Definitionen.

Über das Wesen der Zeit selbst erfahren wir damit nichts.

Wir alle haben uns bestimmt schon gefragt: Was war vor dem Urknall?

Aus heutiger Sicht können wir sagen, dass es kein "vor dem Urknall" geben kann

da die Zeit erst mit dem Urknall entstand.

Doch können wir uns die Abwesenheit von Zeit vorstellen?

Wenn man die Zeit anhalten könnte, für wie lange würde sie dann stillstehen?

Erkennst du den Fehler bei dieser Betrachtungsweise?

Objektive Zeit oder Zeitlosigkeit, was sollte das sein?

Im Prinzip müsste jede Betrachtung eine Zeit voraussetzen, denn Zeit ist Veränderung.

Zur Wahrnehmung muss sich etwas verändern, wie bei uns zum Beispiel Strukturen im Gehirn.

Man kann sich eine allumfassende Betrachtung unseres Universums

vielleicht unabhängig von unserer definierten Zeit vorstellen.

Einen Blick auf das "große Ganze".

Doch dann würde es bei dieser Betrachtung wiederum Zeit geben.

Eine andere Zeit, eine andere Ebene, oder?

Zeitlosigkeit ist für uns unvorstellbar

Es müsste jeder Moment an jedem Ort des Universums zur gleichen Zeit wahrgenommen werden.

Wir sind es gewohnt unsere Aufmerksamkeit nacheinander verschiedenen Wahrnehmungen zuzuwenden.

Das führt zur vollständigen Unvorstellbarkeit einer Gedankentätigkeit ohne das Ordnungsprinzip Zeit.

Zeit ist vielleicht nichts weiter als eine Anschauungsform unserer Vorstellungskraft

und entsteht nur im Menschen selbst durch Anschauung.

Die Zeit ist möglicherweise eine reine Form der sinnlichen Wahrnehmung.

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