Was ist Wissenschaft? | Einführung in die Wissenschaftstheorie
Naturwissenschaft.
Was genau ist das eigentlich?
Wie aus dem Namen schon hervorgeht: Wissenschaft schafft Wissen.
Wissen ist die Kenntnis über etwas, welche zuverlässige Aussagen ermöglicht.
Die Naturwissenschaften bedienen sich dazu einer festgelegten Methode, welche die Grundvoraussetzung
für das wissenschaftliches Arbeiten darstellt.
Um Wissenschaftler zu sein, braucht man also keinen Doktortitel, sondern muss nur die wissenschaftliche
Methode begreifen.
Also wie funktioniert Sie und wie erstellt man eine wissenschaftliche Theorie?
Alles fängt an mit der Beobachtung der Natur und einer Frage, die man sich stellt.
Dem Wissenschaftler reicht eine Frage natürlich nicht aus.
Er sucht nach einer Antwort.
Dazu stellt er erst Recherchen an und formuliert letztendlich eine Hypothese.
Bis jetzt handelt es sich aber nur um eine Vermutung und nicht um eine endgültige Antwort.
Um diese zu erlangen führt der Wissenschaftler Experimente durch, um seine Hypothese durch
das Erfüllen von Voraussagen zu beweisen.
Gleichzeitig muss es jedem möglich sein die Experimente zu wiederholen und dieselben Ergebnisse
zu erhalten.
Falls ein neues, bestätigtes Experiment falsche Ergebnisse aufweist, muss die Hypothese verworfen
oder zumindest überarbeitet werden.
Der Wissenschaftler ist also stets sehr kritisch und überprüft sie konsequent auf Fehler.
Bevor die Hypothese dann vollständig als wahr anerkannt wird, muss sie zukünftige
Ereignisse richtig voraussagen und dann von anderen Wissenschaftlern bestätigt und öffentlich
verfügbar gemacht werden.
Wenn hier die meisten Wissenschaftler einverstanden sind, dann wird sie als wissenschaftliche
Theorie anerkannt.
Dank der wissenschaftlichen Methode ist es uns möglich Behauptungen, Ansichten oder
Überlegungen jederzeit auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
Ziel ist es, durch kontinuierliches Überprüfen und Anpassen der Theorien, unser Wissen täglich
zu erweitern, um ein möglichst exaktes Abbild der Welt zu liefern.
Wichtig ist hier, dass es sich um Modelle handelt.
Sie beschreiben also immer die Natur, treffen Vorhersagen und sind Abbildungen der Natur
und nicht die Natur selbst.
In der Wissenschaft kommt es oft vor, dass die alltägliche Erfahrung den empirischen
Tatsachen widerspricht.
Die Relativität der Zeit, die Abstammung aller Lebewesen voneinander oder die Tatsache,
dass ein Tischtennisball und eine Bleikugel derselben Größe gleich schnell zu Boden
fallen, waren komplett neuartige Entdeckungen.
Um Erkenntnisse zu erlangen braucht es also stets einen kritischen Verstand.
Soweit zur Theorie.
Doch wofür brauchen wir die Naturwissenschaften?
Nun ja, für so ziemliches alles, was Du dir vorstellen kannst.
Das Meiste, was dir jeden Tag begegnet existiert nur, weil es Wissenschaft gibt.
Angefangen bei der Nutzung des Internets, des Stroms und deines Smartphone oder Computers
mit welchem Du dieses Video anschaust, über den Einkauf im Supermarkt, die Medikamente
oder deine Kleidung, die Du jeden Tag nutzt, bis hin zu den banalsten Dingen, wie dem Lesen
deiner Bücher, dem Licht von deiner Decke oder die Uhr an deiner Wand.
All das wäre unmöglich, wenn es keine Naturwissenschaften gäbe.
Sie sind also viel mehr als das Umstellen von Formeln in Physik, das Auswendiglernen
des Periodensystems in Chemie oder die Anfertigung eines Herbariums in Biologie.
In diesem Sinne: die Naturwissenschaften ermöglichen es uns die Welt zu verstehen.
Und das ist nicht nur übertrieben nützlich, sondern auch unglaublich spannend.