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Was ist der Sinn des Lebens?

Warum geht die Sonne auf?

Wir leben auf diesem kleinen blauen Planeten am Rande einer Galaxie, in der es noch viele Weitere Milliarden Planeten gibt.

Auch die Milchstraße ist nur eine von vielen weiteren Milliarden Galaxien, in denen es eine unvorstellbar große Anzahl von Planeten gibt.

Doch vermutlich werden wir keine dieser anderen Galaxien jemals auch nur annähernd erreichen.

Vielleicht leben wir noch 100 Jahre, bis wir uns in Kriegen um Ressourcen selbst vernichten.

Vielleicht auch noch 1000, bis die gesamte Menschheit an den Folgen der globalen Erwärmung zu Grunde geht.

Spätestens aber mit dem Sterben der Erde und unserer Sonne wird der letzte Mensch seinen letzten Atemzug machen.

Und dann?

Wird sich das Universum irgendwann abkühlen, bis es zum kompletten Stillstand kommt.

Und Du?

Du lebst vielleicht noch 60, 70 Jahre bis dein Herz aufhört zu schlagen.

Vielleicht bekommst Du Kinder, bringst die Menschheit noch entscheidend voran oder lebst Jahre lang nur deinen unbedeutenden Alltag.

Doch spätestens ein paar Generationen später, wenn auch alle Menschen, die dich kannten gestorben sind, ist es so, als wärst Du nie da gewesen.

Also wozu bist Du hier?

Die menschliche Sehnsucht nach existenzieller Bestimmung liegt in der Natur des Menschen.

Dies war einer der Hauptgründe, weshalb Religionen entstehen konnten und ist immer noch einer der Gründe, weshalb Menschen religiös werden oder bleiben.

Doch wenn es keinen Gott oder übernatürliche Instanz gibt, die uns einen absoluten Sinn im Leben gibt, kann uns das in eine ziemliche Existenzkrise führen.

Wir versinken im Nihilismus, der Überzeugung, dass es keine objektiven Wahrheiten und Werte gibt.

Eine Möglichkeit der absoluten Wert- und Sinnlosigkeit des Lebens zu entkommen, wäre die Flucht vor der Existenz, also Suizid.

Auch wenn der Freitod die einzige Möglichkeit ist der Bedeutungslosigkeit unserer Existenz wirklich zu entkommen, so löst er das eigentliche Problem nicht und gibt unserem Leben keinen Sinn.

Friedrich Nietzsche schlägt deshalb vor, dass wir, wenn wir das Große nicht mehr in Gott finden, es entweder leugnen oder selbst schaffen sollten.

Nietzsche entscheidet sich für letzteres und fordert in Also Sprach Zarathustra eine Umwertung aller Werte und sieht im Übermenschen den Sinn und das Ziel der Menschen.

Philosoph Albert Camus sieht einen unvermeidbaren Konflikt zwischen dem menschlichen Wille eine Bedeutung im Leben zu finden und der menschlichen Unfähigkeit, dies zu erreichen.

In der von ihm entwickelten Philosophie des Absurden (Absurdismus) meint er, dass uns nichts anderes übrig bleibt, als diesen absurden Umstand zu akzeptieren.

“Niemand existiert mit Absicht.

Niemand gehört irgendwo hin.

Jeder von uns muss sterben.

Gehen wir fernsehen?”

Es kann hart sein zu akzeptieren, dass wir nicht zu einem bestimmten Zweck geschaffen wurden, dass es keine objektiven Werte, Erkenntnisse oder Weltanschauungen gibt und alle unsere Taten fürs große Ganze vergänglich und somit bedeutungslos sind.

Besonders dann, wenn wir in dem Glauben aufgewachsen sind, dass unser Leben einem bestimmten Ziel folgt.

Wenn wir aber keinen Sinn im großen Ganzen finden, bleibt uns nichts anderes übrig, als den Sinn in den kleinen Dingen im Leben zu finden.

Also warum sich runterziehen lassen von Gedanken über die Sinnlosigkeit des Seins, wenn das Leben voller Dinge ist, die man genießen kann?

Du kannst den ganzen Tag damit verbringen im Bett zu liegen und dir verzweifelt Gedanken über den Zweck deiner Existenz zu machen und wirst am Ende des Tages ohne den Sinn gefunden zu haben, enttäuscht einschlafen.

Oder Du fährst spontan ans Meer und lauschst dem Klang der Wellen, während Du dich am Strand sonnst, gehst ohne Karte und Handy los und entdeckst Dörfer, Wälder, Gebirge oder steigst mit deinen Freunden auf höchste Hausdach der Stadt und singst vom Takt frei die aller schönsten Lieder.

Und am Ende des Tages, wirst Du den Sinn vielleicht gefunden haben.

Wahrscheinlich werde ich nie aufhören so viel über alles nachzudenken und Dinge zu hinterfragen.

Und das ist auch gut so!

Doch wenn einen diese Gedanken wieder in eine Existenzkrise stürzen sollten wir etwas nicht vergessen: “Wenn man ins Universum starrt, ist sein Mittelpunkt nur Kälte.

Und Leere.

Letztendlich sind wir dem Universum egal.

Dem Universum und der Zeit.

Deswegen dürfen wir einander nicht egal sein.”

“Die Wahrheit zu wissen, dass nichts zählt, kann Dich in diesen Momenten tatsächlich retten. Wenn Du diese schreckliche Schwelle überwunden hast, dann ist jeder Ort das Zentrum des Universums. Und jeder Moment ist der wichtigste Moment. Und alles ist der Sinn des Lebens."

Also egal wie sehr dich diese Gedanken quälen, vergiss nicht, dass Du nicht alleine damit bist und dass das Leben voller Dinge ist, für die es sich zu Leben lohnt.

"Seltsam ist unsere Situation hier auf Erden jeder von uns kommt zu einem kurzen Besuch, ohne zu wissen warum, und doch anscheinend manchmal um einen Zweck zu erfüllen. Es gibt jedoch eines, das wir mit Sicherheit wissen: Der Mensch ist hier um der anderen Menschen willen - vor allem für jene, von deren Lächeln und Wohlergehen unser eigenes Glück abhängt."

Warum die Sonne aufgeht?

Ich hab keine Ahnung.

Aber noch tut sie es.

Die richtige Frage ist doch: Wann geht die Sonne auf?

Morgen früh.

Also sei da, um den Sonnenaufgang zu sehen.

OK Google, wann geht die Welt unter?

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