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The Linguist. Eine persönliche Anleitung für das Sprachenlernen, Sechszehn: Intensität, Hong Kong 1968

Sechszehn: Intensität, Hong Kong 1968

Ich stellte mir Hong Kong als romantische Stadt mit geschwungenen chinesischen Dächern und Trauerweiden vor.

Ich freute mich darauf, in diese exotische Umgebung einzutauchen. Im Juni 1968 brach ich mit zweiundzwanzig das erste Mal nach Asien auf. Auf meinem Weg nach Hong Kong machte ich in verschiedenen Teilen der Welt Urlaub, um Gegenden zu erleben, die ich bisher nur in meiner Phantasie besucht hatte: in Italien die Pracht und den chaotischen Verkehr Roms; in Israel die Zeitlosigkeit des Sternenhimmels einer Sommernacht über der uralten Stadt Jerusalem und die Spannungen nach dem vor kurzem beendeten Krieg; im Iran die Exotik des Teheraner Basars und die rücksichtslosen Taxis, die mitten im Juni wie Christbäume geschmückt waren; in Indien der Glanz des Taj Mahal und das verwirrende ruhelose Leben Neu Delhis; und in Thailand die grellen Farben Bangkoks und die Eleganz seiner Bewohner und Kultur. Mehr und mehr steigerte sich bei mir die Begeisterung für meine neue Aufgabe in Hong Kong während dieser Reise.

Schließlich landete ich in Hong Kong, wo ich vom Dienstwagen der Kanadischen Hochkommission abgeholt wurde. Als wir durch die verstopften Straßen von Kowloon fuhren, mit seinem Wald aus monotonen grauen Wohnblöcken, wurde ich plötzlich in die Realität zurückgeholt. Hong kong war kein Shangri-la. Als jedoch unser Wagen auf die Autofähre auffuhr, die Kowloon mit Hong Kong Island verbindet, bot sich mir plötzlich auf dem Wasser ein Kaleidoskop aus Ozeanfrachtschiffen und Kähnen, Kriegsschiffen, chinesischen Dschunken und Jachten vor der Kulisse aus modernen Wolkenkratzern und majestätischen Kolonialgebäuden, überragt vom Victoria Peak auf der Hong Konger Seite.

Das Leben in der Kronkolonie von Hong Kong, wie sie damals genannt wurde, war immer ein wenig beengt. Bevor man irgendwohin kam, musste man wegfliegen oder ein Boot nehmen. China war einem im Grunde verschlossen, was deprimierend sein konnte. Die billigste Möglichkeit mich aufzuheitern bestand darin, für zehn oder fünfzehn Hong Kong Cents auf der Star Ferry den Hafen zu durchqueren. Ich wurde nie müde, die Skyline und das Treiben auf dem Wasser während der fünfzehnminütigen Überfahrt zu beobachten.

Die ersten Monate wohnte ich auf der Hong Konger Seite Nähe Stanley and Repulse Bay. Ich hatte einen unverstellten Blick auf eine kleine romantische Bucht, wo ich meine Lust am Exotischen durch die Beobachtung der chinesischen Transport-Dschunken stillen konnte, die im funkelnden türkisgrünen Wasser des Süd-Chinesischen Meeres auf und ab pendelten. Dieser relativ spärlich bevölkerte Teil der Kronkolonie hatte Strände, immergrüne subtropische Vegetation und einen starken europäischen Bevölkerungsanteil. Er war wie ein Urlaubsort. Ich sollte dort wohnen und die Universität von Hong Kong besuchen, wo alle früheren Sprachstudenten des diplomatischen Dienstes studiert hatten. Aber nach einigen Monaten entschied ich mich dafür, auf der dichter bevölkerten Seite von Kowloon zu wohnen und zu studieren und inskribierte an der Chinesischen Universität von Hong Kong. So wie ich in die französische Kultur eintauchen wollte, um Französisch zu lernen, nahm ich dieselbe Lerneinstellung gegenüber Chinesisch ein.

Hong Kong ist eine Stadt, in der man Kantonesisch spricht, daher erlaubt sie kein Eintauchen in Mandarin. Hingegen ist sie sehr chinesisch und ermöglichte mir, die chinesische Kultur intensiv zu erleben. Ich wurde aus meinem bequemen westlichen Kokon gerissen und jeden Tag den Klängen und Gerüchen der geschäftigen Straßen und Märkte ausgesetzt, den Geschäften, die traditionelle chinesische Medikamente und andere exotische Produkte verkaufen, der Energie so vieler Menschen, die eifrig in Werkstätten am Straßenrand arbeiteten oder auf der Straße Waren verkauften, die sie oft an einem Stangenende trugen. In der Nähe meiner Schule oder im übervölkerten Tsimshatsui Bezirk von Kowloon konnte ich oft billige Nudel- oder Curryreisgerichte zusammen mit Arbeitern verzehren oder in Luxusrestaurants opulente kantonesische Menüs genießen. Es gab zahlreiche Restaurants, die die regionalen Küchen von vielen verschiedenen Teilen Chinas vertraten: Beijing, Shandong, Sichuan, Chao Zhou und andere drängten sich alle in enge, überfüllte Straßen. Das war die Umgebung, in der ich täglich lebte und Chinesisch lernte. Indirekt wurde ich so dazu konditioniert, die Sprache anzunehmen.

Ich erinnere mich noch gut an meine mittäglichen Gespräche auf Mandarin mit meinen Lehrern über Hui Guo Rou (gebratenem Schweinefleisch mit Knoblauch), Man Tou (gedämpftes Brot) und Aalsuppe. Diese informellen Treffen waren meine angenehmsten und entspannendsten Lernerlebnisse. Die Lehrer sprachen über ihre Kindheit in China oder andere interessante Themen. Bei einer chinesischen Mahlzeit bedient sich jeder von gemeinsamen Serviertellern mit Essstäbchen. Ich hatte immer einen gesegneten Appetit und als der einzige Kanadier am Tisch bekam ich bald den Spitznamen „jia na da“ (Kanada in Mandarin), mit der Betonung auf „na da“, was so viel heißt wie „nach einem großen Stück langen“.

Ich traf die richtige Entscheidung, als ich die Chinesische Universität von Hong Kong wählte. Die Chinesische Sprachschule wurde von einem der tüchtigsten Sprachlehrer, die ich je getroffen habe geleitet, Herrn Liu Ming. Er hieß die Menschen in der chinesischen Sprache willkommen und vermittelte Ausländern das Gefühl, dass sie Mandarin lernen könnten. Er bestand darauf, dass die Studenten hart arbeiteten, weil er selbst ein energievoller und fleißiger Mann war. Er inspirierte mich dazu, die Herausforderung der neuen Sprache anzunehmen und war immer flexibel und entgegenkommend gegenüber meinen Wünschen. Das Lehrpersonal der Sprachschule war sehr freundlich und machte uns Mut.

Zuerst brauchte ich meine Einzelgespräche mit den Lehrern. Bald jedoch begann ich die Stunden als Belastung zu empfinden. Ich musste jeden Vormittag drei Stunden im Unterricht verbringen. Manchmal war ich müde und kaum fähig aufzupassen. Die Qualität der Lehrer war unterschiedlich. Manche Lehrer waren bestrebt, mir Erklärungen auf Englisch zu geben, was ich als besonders lästig empfand. Drillübungen waren damals der letzte Schrei; sie waren oft anstrengend und langweilig. Die besten Stunden waren jene, in denen der Lehrer einfach nur über irgendein interessantes Thema sprach. Das meiste lernte ich in diesen mehr ungezwungenen Konversationsstunden sowie wenn ich zu Hause intensiv lernte.

Die Energie des Direktors, Liu Ming, der über uns wachte und uns forderte, brachte mich dazu, mich wirklich anzustrengen. Die Texte, die wir benutzten stammten aus dem Yale-in-China-Programm. Der erste Text hieß Chinesische Dialoge und spielte im China vor der Befreiung. Die Dialoge beschrieben einen gewissen Herrn Smith, der in China arbeitete und zwischen Shanghai, Nanking und Beiping (wie es zur Zeit der Kuomintang hieß) herumreiste. Dieser Kontext unterschied sich von der Realität in China Ende der 60er Jahre, das mitten in der Kulturrevolution steckte. Ich erinnere mich nur wenig an den Inhalt dieses Lehrbuchs, aber ich stelle fest, dass so ein künstlicher Text wahrscheinlich zu Beginn des Sprachenlernens notwendig ist.


Sechszehn: Intensität, Hong Kong 1968 Sixteen: Intensity, Hong Kong 1968

Ich stellte mir Hong Kong als romantische Stadt mit geschwungenen chinesischen Dächern und Trauerweiden vor. I imagined Hong Kong as a romantic city with sweeping Chinese rooftops and weeping willows. Me imaginé a Hong Kong como una ciudad romántica con techos chinos curvos y sauces llorones. Jeg så for meg Hong Kong som en romantisk by med buede kinesiske tak og gråtende pil. Imaginei Hong Kong como uma cidade romântica com telhados chineses curvos e salgueiros-chorões.

Ich freute mich darauf, in diese exotische Umgebung einzutauchen. I was looking forward to diving into this exotic environment. Tenía muchas ganas de sumergirme en este entorno exótico. Jeg gledet meg til å fordype meg i denne eksotiske omgivelsene. Eu estava ansioso para mergulhar neste cenário exótico. Jag såg fram emot att fördjupa mig i denna exotiska miljö. Im Juni 1968 brach ich mit zweiundzwanzig das erste Mal nach Asien auf. In June 1968, I left for Asia for the first time at the age of twenty-two. En junio de 1968, me fui a Asia por primera vez a la edad de veintidós años. I juni 1968, da jeg var tjueto, reiste jeg for første gang til Asia. Em junho de 1968, quando eu tinha vinte e dois anos, parti para a Ásia pela primeira vez. Auf meinem Weg nach Hong Kong machte ich in verschiedenen Teilen der Welt Urlaub, um Gegenden zu erleben, die ich bisher nur in meiner Phantasie besucht hatte: in Italien die Pracht und den chaotischen Verkehr Roms; in Israel die Zeitlosigkeit des Sternenhimmels einer Sommernacht über der uralten Stadt Jerusalem und die Spannungen nach dem vor kurzem beendeten Krieg; im Iran die Exotik des Teheraner Basars und die rücksichtslosen Taxis, die mitten im Juni wie Christbäume geschmückt waren; in Indien der Glanz des Taj Mahal und das verwirrende ruhelose Leben Neu Delhis; und in Thailand die grellen Farben Bangkoks und die Eleganz seiner Bewohner und Kultur. On my way to Hong Kong, I was vacationing in different parts of the world to experience places I had previously visited only in my imagination: in Italy, the splendor and chaotic traffic of Rome; in Israel the timelessness of the starry sky of a summer night over the ancient city of Jerusalem and the tensions after the recently ended war; in Iran the exoticism of the Tehran bazaar and the ruthless taxis that were adorned like Christmas trees in the middle of June; in India the splendor of the Taj Mahal and the confusing restless life of New Delhi; and in Thailand the bright colors of Bangkok and the elegance of its inhabitants and culture. En mi camino a Hong Kong, me fui de vacaciones a varias partes del mundo para experimentar lugares que antes había visitado solo en mi imaginación: en Italia, el esplendor y el caótico tráfico de Roma; en Israel la intemporalidad del cielo estrellado de una noche de verano sobre la antigua ciudad de Jerusalén y las tensiones después de la guerra que acaba de terminar; en Irán, el exotismo del bazar de Teherán y los despiadados taxis que fueron adornados como árboles de Navidad a mediados de junio; en la India, el esplendor del Taj Mahal y la confusa vida inquieta de Nueva Delhi; y en Tailandia los colores brillantes de Bangkok y la elegancia de sus habitantes y su cultura. Mehr und mehr steigerte sich bei mir die Begeisterung für meine neue Aufgabe in Hong Kong während dieser Reise. More and more the enthusiasm for my new assignment in Hong Kong increased during this trip. Cada vez más, el entusiasmo por mi nueva asignación en Hong Kong aumentó durante este viaje. 香港での私の新しい仕事に対する私の熱意は、この旅行中にますます高まりました。

Schließlich landete ich in Hong Kong, wo ich vom Dienstwagen der Kanadischen Hochkommission abgeholt wurde. Eventually, I landed in Hong Kong, where I was picked up by the Canadian High Commission official car. Terminé en Hong Kong, donde me recogió el automóvil oficial de la Alta Comisión de Canadá. Als wir durch die verstopften Straßen von Kowloon fuhren, mit seinem Wald aus monotonen grauen Wohnblöcken, wurde ich plötzlich in die Realität zurückgeholt. As we drove through the congested streets of Kowloon, with its forest of monotonous gray blocks of flats, I was suddenly brought back to reality. Mientras conducíamos por las congestionadas calles de Kowloon, con su bosque de monótonos bloques de pisos grises, de repente volví a la realidad. 単調な灰色のアパートの森がある九龍の混雑した通りを走り抜けると、突然現実に戻されました。 Hong kong war kein Shangri-la. Hong kong was not a Shangri-la. Als jedoch unser Wagen auf die Autofähre auffuhr, die Kowloon mit Hong Kong Island verbindet, bot sich mir plötzlich auf dem Wasser ein Kaleidoskop aus Ozeanfrachtschiffen und Kähnen, Kriegsschiffen, chinesischen Dschunken und Jachten vor der Kulisse aus modernen Wolkenkratzern und majestätischen Kolonialgebäuden, überragt vom Victoria Peak auf der Hong Konger Seite. However, when our car hit the car ferry connecting Kowloon to Hong Kong Island, a kaleidoscope of ocean cargo ships and barges, warships, Chinese junks and yachts suddenly appeared on the water, with modern skyscrapers and majestic colonial buildings towering over Victoria Peak on the Hong Kong side. Sin embargo, cuando nuestro auto chocó con el ferry que conectaba Kowloon con la isla de Hong Kong, un caleidoscopio de barcos de carga y barcazas, barcos de guerra, yates y yates chinos aparecieron repentinamente en el agua, con modernos rascacielos y majestuosos edificios coloniales que se elevan sobre Victoria. Pico en el lado de Hong Kong.

Das Leben in der Kronkolonie von Hong Kong, wie sie damals genannt wurde, war immer ein wenig beengt. Life in the crown colony of Hong Kong, as it was then called, was always a bit cramped. La vida en la colonia de la corona de Hong Kong, como se llamaba en ese momento, siempre fue un poco estrecha. A vida na Colônia da Coroa de Hong Kong, como era então chamada, sempre foi um pouco apertada. Bevor man irgendwohin kam, musste man wegfliegen oder ein Boot nehmen. Before you came anywhere, you had to fly away or take a boat. Antes de llegar a cualquier lugar, tenías que volar o tomar un bote. Antes de chegar a qualquer lugar, você precisava voar para longe ou pegar um barco. China war einem im Grunde verschlossen, was deprimierend sein konnte. China was basically locked up, which could be depressing. China estaba básicamente encerrada, lo que podría ser deprimente. Kina var i grunden stängt för dig, vilket kan vara deprimerande. Die billigste Möglichkeit mich aufzuheitern bestand darin, für zehn oder fünfzehn Hong Kong Cents auf der Star Ferry den Hafen zu durchqueren. The cheapest way to cheer me up was to cross the harbor on the Star Ferry for ten or fifteen Hong Kong cents. La forma más barata de animarme era cruzar el puerto en Star Ferry por diez o quince centavos de Hong Kong. Ich wurde nie müde, die Skyline und das Treiben auf dem Wasser während der fünfzehnminütigen Überfahrt zu beobachten. I never got tired of watching the skyline and the buzz on the water during the fifteen minute crossing. Nunca me cansé de ver el horizonte y el zumbido en el agua durante el cruce de quince minutos.

Die ersten Monate wohnte ich auf der Hong Konger Seite Nähe Stanley and Repulse Bay. The first months I lived on the Hong Kong side near Stanley and Repulse Bay. Ich hatte einen unverstellten Blick auf eine kleine romantische Bucht, wo ich meine Lust am Exotischen durch die Beobachtung der chinesischen Transport-Dschunken stillen konnte, die im funkelnden türkisgrünen Wasser des Süd-Chinesischen Meeres auf und ab pendelten. I had an unobstructed view of a small romantic bay where I could quench my lust for the exotic by watching the Chinese transport junk swinging up and down in the sparkling turquoise waters of the South China Sea. Tenía una vista sin obstrucciones de una pequeña bahía romántica donde podía apagar mi lujuria por lo exótico observando a los juncos de transporte chinos, que caminaban de un lado a otro por las brillantes aguas verde turquesa del mar del sur de China. Tive uma visão desobstruída de uma pequena baía romântica, onde eu poderia satisfazer meu desejo pelo exótico observando os juncos de transporte chineses subindo e descendo nas águas verde-turquesa cintilantes do Mar do Sul da China. Dieser relativ spärlich bevölkerte Teil der Kronkolonie hatte Strände, immergrüne subtropische Vegetation und einen starken europäischen Bevölkerungsanteil. This relatively sparsely populated part of the Crown Colony had beaches, evergreen subtropical vegetation and a large European population. Esta parte relativamente escasamente poblada de la colonia de la corona tenía playas, vegetación subtropical de hoja perenne y una gran población europea. Essa parte da colônia da coroa, relativamente pouco povoada, tinha praias, vegetação subtropical perene e uma grande população europeia. Er war wie ein Urlaubsort. He was like a vacation spot. Ich sollte dort wohnen und die Universität von Hong Kong besuchen, wo alle früheren Sprachstudenten des diplomatischen Dienstes studiert hatten. I was supposed to live there and attend the University of Hong Kong, where all former language students of the diplomatic service had studied. Se suponía que debía vivir allí y asistir a la Universidad de Hong Kong, donde habían estudiado todos los antiguos alumnos de idiomas del servicio diplomático. Aber nach einigen Monaten entschied ich mich dafür, auf der dichter bevölkerten Seite von Kowloon zu wohnen und zu studieren und inskribierte an der Chinesischen Universität von Hong Kong. But after a few months I decided to live and study on the more densely populated side of Kowloon and enrolled at the Chinese University of Hong Kong. Pero después de unos meses decidí vivir y estudiar en el lado más densamente poblado de Kowloon y me inscribí en la Universidad China de Hong Kong. しかし、数ヶ月後、私は九龍のより人口の多い側で生活し、勉強することに決め、香港中文大学に入学しました。 So wie ich in die französische Kultur eintauchen wollte, um Französisch zu lernen, nahm ich dieselbe Lerneinstellung gegenüber Chinesisch ein. Just as I wanted to immerse myself in French culture to learn French, I adopted the same attitude towards Chinese. Así como quería sumergirme en la cultura francesa para aprender francés, adopté la misma actitud hacia el chino. Assim como eu queria mergulhar na cultura francesa para aprender francês, usei a mesma abordagem para aprender chinês.

Hong Kong ist eine Stadt, in der man Kantonesisch spricht, daher erlaubt sie kein Eintauchen in Mandarin. Hong Kong is a Cantonese-speaking city, so it does not allow you to immerse yourself in Mandarin. Hong Kong es una ciudad de habla cantonesa, por lo que no te permite sumergirte en mandarín. Hong Kong é uma cidade onde se fala cantonês, por isso não permite imersão em mandarim. Hingegen ist sie sehr chinesisch und ermöglichte mir, die chinesische Kultur intensiv zu erleben. On the other hand, she is very Chinese and enabled me to intensively experience Chinese culture. Por otro lado, ella es muy china y me permitió experimentar intensamente la cultura china. Ich wurde aus meinem bequemen westlichen Kokon gerissen und jeden Tag den Klängen und Gerüchen der geschäftigen Straßen und Märkte ausgesetzt, den Geschäften, die traditionelle chinesische Medikamente und andere exotische Produkte verkaufen, der Energie so vieler Menschen, die eifrig in Werkstätten am Straßenrand arbeiteten oder auf der Straße Waren verkauften, die sie oft an einem Stangenende trugen. I was torn from my comfortable western cocoon and exposed every day to the sounds and smells of busy streets and markets, to shops selling traditional Chinese medicines and other exotic products, to the energy of so many people eagerly working in roadside workshops sold goods on the street, which they often carried at a pole end. Me arrancaron de mi cómodo capullo occidental y me expusieron todos los días a los sonidos y olores de las calles y mercados concurridos, a las tiendas que venden medicinas tradicionales chinas y otros productos exóticos, a la energía de tantas personas que trabajan ansiosamente en los talleres de carretera. Vendían productos en la calle, que a menudo llevaban en un extremo del poste. Fui arrancado do meu confortável casulo ocidental e exposto todos os dias aos sons e cheiros das ruas e mercados movimentados, das lojas que vendem medicamentos tradicionais chineses e outros produtos exóticos, da energia de tantas pessoas trabalhando ativamente nas ou nas oficinas de beira de estrada vendendo mercadorias na rua, que muitas vezes carregavam na ponta de um mastro. Jag slits från min bekväma västerländska kokong och utsattes varje dag för ljud och dofter av de livliga gatorna och marknaderna, butikerna som säljer traditionella kinesiska läkemedel och andra exotiska produkter, energin från så många människor som arbetar hårt i eller på vägarna. varor på gatan, som de ofta bar i ena änden av en stolpe. In der Nähe meiner Schule oder im übervölkerten Tsimshatsui Bezirk von Kowloon konnte ich oft billige Nudel- oder Curryreisgerichte zusammen mit Arbeitern verzehren oder in Luxusrestaurants opulente kantonesische Menüs genießen. Near my school or in the overcrowded Tsimshatsui district of Kowloon, I've often been able to eat cheap pasta or curry rice with workers, or enjoy sumptuous Cantonese menus in luxury restaurants. Cerca de mi escuela o en el abarrotado distrito Tsimshatsui de Kowloon, a menudo podía comer fideos baratos o platos de arroz al curry con los trabajadores, o disfrutar de opulentos menús cantoneses en restaurantes de lujo. Perto da minha escola ou no bairro superlotado de Tsimshatsui, em Kowloon, eu costumava comer macarrão barato ou pratos de arroz com curry com os trabalhadores ou desfrutar de cardápios cantoneses opulentos em restaurantes de luxo. Es gab zahlreiche Restaurants, die die regionalen Küchen von vielen verschiedenen Teilen Chinas vertraten: Beijing, Shandong, Sichuan, Chao Zhou und andere drängten sich alle in enge, überfüllte Straßen. There were numerous restaurants that represented regional cuisines from many different parts of China: Beijing, Shandong, Sichuan, Chao Zhou and others all crowded into crowded, crowded streets. Había numerosos restaurantes que representaban las cocinas regionales de muchas partes diferentes de China: Pekín, Shandong, Sichuan, Chao Zhou y otros, todos hacinados en calles abarrotadas de gente. Havia vários restaurantes servindo pratos regionais de muitas partes diferentes da China: Pequim, Shandong, Sichuan, Chao Zhou e outros, todos lotados de ruas estreitas e lotadas. Das war die Umgebung, in der ich täglich lebte und Chinesisch lernte. This was the environment in which I lived daily and learned Chinese. Ese era el entorno en el que vivía y aprendía chino todos los días. Indirekt wurde ich so dazu konditioniert, die Sprache anzunehmen. Indirectly, I was conditioned to accept the language. Indirectamente, estaba condicionado a aceptar el idioma.

Ich erinnere mich noch gut an meine mittäglichen Gespräche auf Mandarin mit meinen Lehrern über Hui Guo Rou (gebratenem Schweinefleisch mit Knoblauch), Man Tou (gedämpftes Brot) und Aalsuppe. I remember my talks in Mandarin with my teachers about Hui Guo Rou (fried pork with garlic), Man Tou (steamed bread) and eel soup. Todavía recuerdo mis conversaciones del mediodía en mandarín con mis maestros sobre Hui Guo Rou (cerdo frito con ajo), Man Tou (pan al vapor) y sopa de anguila. Diese informellen Treffen waren meine angenehmsten und entspannendsten Lernerlebnisse. These informal meetings were my most enjoyable and relaxing learning experiences. Estas reuniones informales fueron mis experiencias de aprendizaje más agradables y relajantes. Essas reuniões informais foram minhas experiências de aprendizagem mais agradáveis e relaxantes. Die Lehrer sprachen über ihre Kindheit in China  oder andere interessante Themen. The teachers talked about their childhood in China or other interesting topics. Bei einer chinesischen Mahlzeit bedient sich jeder von gemeinsamen Serviertellern mit Essstäbchen. At a Chinese meal, everyone uses shared serving plates with chopsticks. En una comida china, todo el mundo usa platos compartidos con palillos. 中華料理の場合は、誰もが皿の上で共有箸を使います。 Durante uma refeição chinesa, todos usam pratos comuns com pauzinhos. Ich hatte immer einen gesegneten Appetit und als der einzige Kanadier am Tisch bekam ich bald den Spitznamen „jia na da“ (Kanada in Mandarin), mit der Betonung auf „na da“, was so viel heißt wie „nach einem großen Stück langen“. I have always had a blessed appetite and as the only Canadian at the table I soon got the nickname "jia na da" (Canada in Mandarin), with the emphasis on "na da", which means "after a long way" , Siempre he tenido un apetito bendecido y como el único canadiense en la mesa pronto recibí el apodo de "jia na da" (Canadá en mandarín), con el énfasis en "na da", que significa "después de un largo camino" , 私はいつも祝福された食欲を持ち、テーブルで唯一のカナダ人として、すぐに「ナダ」(「長いストレッチの後」を意味する「ナダ」を強調したニックネーム「jia na da」(カナダ標準語)を得ました。 。 Sempre tive um apetite abençoado e como o único canadense da mesa logo ganhei o apelido de "jia na da", com ênfase em "na da", que significa "depois de um pedaço de bolo comprido" .

Ich traf die richtige Entscheidung, als ich die Chinesische Universität von Hong Kong wählte. I made the right decision when I chose the Chinese University of Hong Kong. Tomé la decisión correcta cuando elegí la Universidad China de Hong Kong. Tomei a decisão certa ao escolher a Hong Kong Chinese University. Die Chinesische Sprachschule wurde von einem der tüchtigsten Sprachlehrer, die ich je getroffen habe geleitet, Herrn Liu Ming. The Chinese language school was headed by one of the most proficient language teachers I have ever met, Mr. Liu Ming. La escuela de idioma chino fue dirigida por uno de los profesores de idiomas más competentes que he conocido, el Sr. Liu Ming. A escola de língua chinesa era dirigida por um dos professores de língua mais competentes que já conheci, o Sr. Liu Ming. Er hieß die Menschen in der chinesischen Sprache willkommen und vermittelte Ausländern das Gefühl, dass sie Mandarin lernen könnten. He welcomed people into the Chinese language and made foreigners feel they could learn Mandarin. Dio la bienvenida al pueblo chino e hizo que los extranjeros sintieran que podían aprender mandarín. 彼は中国人を歓迎し、外国人に北京語を学ぶことができると感じさせました。 Ele deu as boas-vindas à língua chinesa e fez os estrangeiros sentirem que podiam aprender mandarim. Er bestand darauf, dass die Studenten hart arbeiteten, weil er selbst ein energievoller und fleißiger Mann war. He insisted that the students work hard because he was an energetic and hardworking man himself. Insistió en que los estudiantes trabajaran duro porque él mismo era un hombre enérgico y trabajador. Er inspirierte mich dazu, die Herausforderung der neuen Sprache anzunehmen und war immer flexibel und entgegenkommend gegenüber meinen Wünschen. He inspired me to accept the challenge of the new language and was always flexible and accommodating to my wishes. Me inspiró a asumir el desafío del nuevo idioma y siempre fue flexible y complaciente a mis deseos. Ele me inspirou a aceitar o desafio do novo idioma e sempre foi flexível e acomodou-se aos meus desejos. Das Lehrpersonal der Sprachschule war sehr freundlich und machte uns Mut. The teaching staff of the language school was very friendly and encouraged us. El profesorado de la escuela de idiomas fue muy amable y nos animó. O corpo docente da escola de línguas foi muito simpático e encorajou-nos.

Zuerst brauchte ich meine Einzelgespräche mit den Lehrern. First, I needed my one-to-one interviews with the teachers. Primero necesitaba mis conversaciones personales con los maestros. まず、先生と一対一の話し合いが必要でした。 Primeiro, eu precisava de minhas reuniões individuais com os professores. Först behövde jag mina en-till-en-intervjuer med lärarna. Bald jedoch begann ich die Stunden als Belastung zu empfinden. Soon, however, I began to feel the hours as a burden. Pronto, sin embargo, comencé a sentir las horas como una carga. Snart började jag dock uppleva timmarna som en börda. Ich musste jeden Vormittag drei Stunden im Unterricht verbringen. I had to spend three hours in class every morning. Tenía que pasar tres horas en clase todas las mañanas. Eu tinha que passar três horas em aula todas as manhãs. Manchmal war ich müde und kaum fähig aufzupassen. Sometimes I was tired and barely able to take care. A veces estaba cansado y apenas podía cuidarme. Às vezes, ficava cansado e mal conseguia prestar atenção. Ibland var jag trött och kunde knappt ägna uppmärksamhet. Die Qualität der Lehrer war unterschiedlich. The quality of the teachers was different. La calidad de los profesores fue diferente. 教師の質は異なっていました。 A qualidade dos professores variava. Lärarnas kvalitet varierade. Manche Lehrer waren bestrebt, mir Erklärungen auf Englisch zu geben, was ich als besonders lästig empfand. Some teachers were anxious to give me explanations in English, which I found particularly annoying. Algunos maestros trataron de darme explicaciones en inglés, lo que me pareció particularmente molesto. Alguns professores tentaram me explicar em inglês o que eu achei particularmente irritante. Vissa lärare försökte ge mig förklaringar på engelska, vilket jag tyckte var särskilt irriterande. Drillübungen waren damals der letzte Schrei; sie waren oft anstrengend und langweilig. Drill exercises were then the last cry; they were often exhausting and boring. La perforación era la última moda de la época; a menudo eran agotadores y aburridos. Borrar var alla ilska då; de var ofta ansträngande och tråkiga. Die besten Stunden waren jene, in denen der Lehrer einfach nur über irgendein interessantes Thema sprach. The best lessons were those when the teacher just talked about some interesting topic. As melhores aulas eram quando o professor estava falando sobre algum assunto interessante. Das meiste lernte ich in diesen mehr ungezwungenen Konversationsstunden sowie wenn ich zu Hause intensiv lernte. Most of the time I learned in these more informal conversation classes and when I studied intensively at home. La mayoría del tiempo aprendí en estas clases de conversación más informales y cuando estudié intensivamente en casa. Aprendi a maior parte nessas aulas de conversação mais casuais, bem como quando estudei intensamente em casa.

Die Energie des Direktors, Liu Ming, der über uns wachte und uns forderte, brachte mich dazu, mich wirklich anzustrengen. The energy of the director, Liu Ming, who was watching over us and urging us, made me really try hard. La energía del director, Liu Ming, que nos cuidaba y nos instaba, me hizo esforzarme mucho. A energia do diretor, Liu Ming, que cuidou de nós e nos desafiou, me fez realmente tentar. Die Texte, die wir benutzten stammten aus dem Yale-in-China-Programm. The texts we used came from the Yale-in-China program. Os textos que usamos eram do programa Yale na China. Der erste Text hieß Chinesische Dialoge und spielte im China vor der Befreiung. The first text was called Chinese Dialogues and played in China before the Liberation. El primer texto se llamó Diálogos chinos y se jugó en China antes de la Liberación. O primeiro texto foi chamado de Diálogos Chineses e foi criado na China pré-libertação. Die Dialoge beschrieben einen gewissen Herrn Smith, der in China arbeitete und zwischen Shanghai, Nanking und Beiping (wie es zur Zeit der Kuomintang hieß) herumreiste. The dialogues described a certain Mr. Smith, who worked in China and traveled between Shanghai, Nanking and Beiping (as it was known at the time of the Kuomintang). Los diálogos describieron a cierto Sr. Smith que trabajó en China y viajó entre Shanghai, Nanking y Beiping (como se conocía el Kuomintang en ese momento). 対話は、中国で働いていて、上海、南京、北平の間を旅していた特定のスミス氏を描いていました(当時、国民党は知られていました)。 Os diálogos descrevem um certo Sr. Smith que trabalhou na China e viajou entre Xangai, Nanquim e Beiping (como era chamado na época do Kuomintang). Dieser Kontext unterschied sich von der Realität in China Ende der 60er Jahre, das mitten in der Kulturrevolution steckte. This context was different from China's reality in the late 1960s, which was in the midst of the Cultural Revolution. Este contexto era diferente de la realidad de China a fines de la década de 1960, que estaba en medio de la Revolución Cultural. この文脈は、文化革命の真っ只中にあった1960年代後半の中国の現実とは異なりました。 Ich erinnere mich nur wenig an den Inhalt dieses Lehrbuchs, aber ich stelle fest, dass so ein künstlicher Text wahrscheinlich zu Beginn des Sprachenlernens notwendig ist. I hardly remember the contents of this textbook, but I find that such an artificial text is probably necessary at the beginning of language learning. Apenas recuerdo el contenido de este libro de texto, pero me parece que tal texto artificial es probablemente necesario al comienzo del aprendizaje de idiomas. 私はこの教科書の内容の多くを覚えていませんが、そのような人工的なテキストはおそらく言語学習の最初に必要であると思います。 Lembro-me pouco do conteúdo deste livro, mas percebo que esse texto artificial provavelmente será necessário no início do aprendizado de uma língua.