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Doppelt hält besser (Österreichisches Deutsch), Begrüßen und sich verabschieden in Österreich *Austrian German 101*

Begrüßen und sich verabschieden in Österreich *Austrian German 101*

Servas!

Jo, griaß eich!

Ah, sads scho dahi?

Jo donn, pfiat euch!

Gehst scho?

Ma schod!

Pfiat di!

Hallo und herzlich Willkommen auf unserem

Kanal “Doppelt hält besser” und zu einem neuen Video.

Ihr habt es im Intro schon gehört, heute geht es wieder einmal um unseren Dialekt und

zwar, wie wir uns eigentlich begrüßen beziehungsweise verabschieden.

Aber wie immer: Wir können euch natürlich von unserer eigenen Erfahrung berichten.

Das heißt, wir beziehen uns immer auf den Dialekt, mit dem wir aufgewachsen sind.

Wenn jetzt aber andere Österreicher*innen zuschauen, dann lasst uns bitte gerne wissen,

wie ihr denn in euren Regionen sagt!

So, dann starten wir mit den Begrüßungen.

Wie würdet ihr jemanden begrüßen, den ihr vielleicht noch nicht kennt?

Wahrscheinlich kommen euch Dinge wie “Guten Morgen”, “Guten Tag” in den Sinn.

Und das sind auch tatsächlich Begrüßungen, die wir sehr häufig verwenden.

Etwas häufiger für uns im Gesprochenen ist aber “Grüß Gott”, das wir im Dialekt

wie “Griaß God” aussprechen.

Zum Beispiel, wenn wir eine Gruppe von Leuten treffen, können wir pauschal ein “Griaß

God” oder “Griaß god beinond” sagen, das so viel wie “Grüß Gott” oder “Guten

Tag zusammen” bedeutet.

“Griaß God” oder “Grüß Gott” wird auch vor allem in formellen Situationen verwendet.

Wir persönlich sagen in formellen Situationen eher “Grüß Gott” und nicht “Griaß

God.”

In informellen Situationen, also zum Beispiel draußen beim Wandern, sagen wir “Griaß

di”, das heißt “Grüß dich” zu einer Person.

Oder “Griaß eich”, das heißt “Grüß euch”, zu mehrere Personen.

Wenn wir eine Person bereits kennen, dann fügen wir sehr den Namen hinzu, und sagen

zum Beispiel “Griaß die, Oma” oder “Griaß di, Verena”.

Das machen wir aber nicht bei mehreren Personen Und wie gesagt, bitte merkt euch, “Griaß

di” und “Griaß euch” verwenden wir in informellen Situationen.

Was ihr sicher schon einmal gehört habt ist das berühmte “Servus”, das wir aber wie

“Servas” aussprechen.

Das ist zum Beispiel unter Freundesgruppen eine beliebte Begrüßungsform.

“Servas”, “Servas” “Griaß di”.

Und wir persönlich verwenden oft noch ein “jo” vor der Begrüßung.

Also zum Beispiel würden wir sagen “Jo griaß di” oder “Jo servas”.

Damit drücken wir entweder aus, dass wir ein bisschen überrascht sind, die Person

zu sehen oder dass wir uns eigentlich sehr freuen, die Person zu sehen und das einfach

noch ein bisschen verstärken möchten.

Für uns persönlich ist aber einfach ein kurzes “Hi” oder “Hallo” auch eine

ganz normale Begrüßungsform.

Also zum Beispiel “Hi, Nathi” oder “Hallo, Mama!”

Kommen wir jetzt noch zu den Verabschiedungen.

Wie war das nochmal im Intro?

Im Intro haben wir diese zwei Sätze zur Verabschiedung verwendet:

“Gehst scho?

Schod!

Pfiat di!”

“Ah, sads scho dahi.

Jo donn, pfiat eich!”

Das sind typische Sätze, die wir in unserer Familie verwenden.

Der erste Satz heißt so viel wie “Gehst du schon?

Schade!

Tschüss”.

Tschüss als Verabschiedung verwenden wir auch sehr oft, Pfiat di ist einfach eine Alternative

dazu.

Also, um uns von einer Person zu verabschieden sagen wir Pfiat di”.

Das “di” am Ende von Pfiat di kennen wir schon aus dem “Griaß di”.

Und natürlich gibt es hier auch noch eine Form für den Plural.

Die haben wir in dem zweiten Satz verwendet.

Und der zweite Satz heißt so viel wie: “Seid ihr schon am Gehen.

Na dann: Tschüss”.

Und hier verwenden wir als alternative Form für das “Tschüss” das “Pfiat eich”.

Und der zweite Teil “eich” deutet eben an, dass wir uns von mehreren Personen verabschieden.

Eine beliebte und bekannte Verabschiedung ist das “Baba”, das so viel wie Tschüss

bedeutet.

Oft hören wir das kombiniert mit “Tschüss” also eigentlich verwenden wir dann eine doppelte

Verabschiedung: Baba, Tschüss.

Wir können übrigens auch unser “Servas” von vorhin zum Verabschieden verwenden.

Da könnten wir zum Beispiel sagen: “Jo donn, bis nächste Woch'n, servas”

Oft werdet ihr aber ganz einfach das bekannte “Tschau” oder “Tschüss” hören.

Da ziehen wir oft die Vokale beziehungsweise den Umlaut ein bisschen in die Länge, und

zwar Tschüüüüüs, Tschaaaau.

Um euch zu zeigen, wie wunderbar vielfältig das Deutsche ist, haben wir jetzt noch eine

Übersicht der Grußformeln, die wir in der DACH-Region zur Verabschiedung verwenden können.

Wenn ihr jetzt noch nicht wisst, was die DACH-Region ist, dann schaut euch gern dieses Video zum

Wort des Jahres 2020 an.

In diesem Video erklären wir das ganz genau.

Wie hier hier sehen könnt, sagt man in Österreich zur Verabschiedung unter Freund*innen vorwiegend

“Pfiat di”.

Baba hören wir auch oft.

Aber vor allem im Osten Österreichs, zum Beispiel in Wien oder auch in Südost-Österreich.

Servus in Rot sagt man laut dieser Karte in dieser Region.

Aber wie gesagt, das kann zum Teil von Familie zu Familie unterschiedlich sein.

Diese Karte hilft euch einfach nur, einen besseren Überblick zu bekommen.

Tschüss in Blau und Tschau in Rosa, wie ihr hier seht, sind sehr weit verbreitete Verabschiedungsformen.

Wir sagen das in Deutschland, in der Schweiz und auch in Österreich.

Wenn ihr euch andere Versionen zur Verabschiedung, wie zum Beispiel die formellere Verabschiedung,

anschauen möchtet, dann findet ihr den Link zu dieser Seite unten in der Videobeschreibung.

Jetzt wisst ihr Bescheid, wie wir uns begrüßen und verabschieden.

Was war euer Favorit?

Welche Grußformel gefällt euch am besten oder am schlechtesten?

Lasst uns das gerne in den Kommentaren wissen.

Wir hoffen auf alle Fälle, dass es euch wieder Spaß gemacht hat und dass ihr etwas lernen

konntet.

Wir sehen uns beim nächsten Video wieder.

Vielen Dank, dass ihr dabei wart.

Und wie immer nicht vergessen: Gemeinsam macht Deutschlernen doppelt so viel Spaß!

Pfiat Eich!

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