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Frankenstein - Mary W. Shelley, 22. Kapitel - 03

22. Kapitel - 03

Je näher der Tag kam, desto mutloser wurde ich; entweder weil ich feig war oder weil mich trübe Ahnungen erfaßten. Ich heuchelte aber eine gewisse Heiterkeit, die ein glückliches Lächeln auf das Gesicht meines Vaters zauberte, während die schärfer blickende Elisabeth sich nicht täuschen ließ. Sie sah hoffnungsvoll unserer Vereinigung entgegen. In diese Hoffnung aber mischte sich eine leise Furcht, daß das, was uns jetzt wirkliches, greifbares Glück bedeutete, bald in Schaum zerfließen könne.

Alle Vorbereitungen für das Fest waren getroffen und wir hatten mit freudigen Gesichtern die Gratulationsbesuche empfangen. Ich verbarg, so gut ich konnte, die quälende Angst und ging scheinbar mit Interesse auf die Pläne meines Vaters ein. Den Bemühungen meines Vaters war es gelungen, bei der österreichischen Regierung durchzusetzen, daß Elisabeth ein Teil ihres väterlichen Erbteiles wieder zurückerstattet wurde. Ein kleines Besitztum am Ufer des Comersees gehörte hierzu. Es wurde bestimmt, daß wir unsere Flitterwochen in der direkt am Ufer des herrlichen Sees gelegenen Villa Lavenza verbringen sollten.

Unterdessen hatte ich alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, um mich gegen einen offenen Angriff meines Dämons zu schützen. Ich trug ständig zwei Pistolen und einen Degen bei mir, was mir das Gefühl einer gewissen Sicherheit verlieh. Je näher der Tag der Trauung kam und je öfter man von dieser sprach, wie von einer Sache, die sicher kommen mußte, desto mehr war ich geneigt, die Drohung des Dämons leichter zu nehmen.

Elisabeth sah sehr glücklich aus, wozu meine Ruhe ein gut Teil beitragen mochte. Nur an dem Tage, der uns vereinigen sollte, war sie traurig und düstere Vorahnungen quälten sie. Vielleicht lastete auch der Gedanke auf ihr, daß der kommende Tag ihr die Enthüllung meines furchtbaren Geheimnisses bringen würde. Mein Vater war überglücklich und sah in der Traurigkeit Elisabeths nichts anderes als die erwartungsvolle Unruhe der Braut.

Nachdem die Zeremonie vorüber war, versammelte sich eine große Gesellschaft im Hause meines Vaters. Elisabeth und ich sollten zu Schiffe nach Evian fahren, wo wir die Nacht verbringen und die Reise am nächsten Tage fortsetzen wollten. Es war ein herrlicher Tag und der Himmel lächelte auf unser junges Glück herab.

Das waren die Augenblicke meines Lebens, in denen ich zum letztenmal das Gefühl des Glückes hatte. Rasch ging die Reise von statten. Die Sonne brannte heiß auf uns hernieder, aber wir waren durch eine Art Sonnendach vor ihren Strahlen geschützt und freuten uns der wundervollen Landschaftsbilder, die an uns vorüberzogen.

Ich hielt Elisabeths Hand: »Du bist sorgenvoll, Geliebte? O wenn du wüßtest, was ich alles zu tragen hatte, und was ich noch zu ertragen haben werde, du ließest mich die Ruhe und den Frieden genießen, die ich nur diesen einen Tag zu genießen imstande sein werde.«

»Sei unbesorgt, lieber Viktor,« antwortete sie, »ich wüßte nicht, was dich traurig stimmten sollte; und sei überzeugt, wenn ich auch äußerlich mein Glück noch nicht so ganz zur Schau tragen kann, so fühle ich es doch tief im innersten Herzen. Irgend etwas raunt mir jedoch geheimnisvoll zu, mich nicht allzufreudig auf das Kommende zu verlassen, aber ich will mich bemühen, dieser düsteren Stimme kein Gehör zu geben. Sieh, wie rasch wir dahinfliegen und wie die Wolken, die um das Haupt des Montblanc wehen, das Landschaftsbild beleben. Und sieh die unzähligen Fische, die sich in der klaren Flut tummeln, in der wir jedes Steinchen am Boden unterscheiden können. Welch herrlicher Tag! Wie glücklich und heiter die ganze Natur aussieht!«

In dieser Weise versuchte Elisabeth meine und ihre düsteren Gedanken zu verscheuchen. Aber ihre Stimmung wechselte immer wieder; eine Zeit lang leuchteten ihre Augen freudig, allmählich aber nahmen sie wieder einen traurigen Ausdruck an.

Tiefer und tiefer sank die Sonne. Wir passierten die Mündung des Drance, der sich seinen Weg durch die Schluchten und Klüfte des Gebirges bahnt. Die Alpen treten hier nahe an den See heran und wir näherten uns dem mächtigen Amphitheater, das den östlichen Abschluß des Sees bildet. Schon sahen wir die Kirchturmspitze leuchtend über die Baumwipfel emporragen, die sich deutlich von den schwarzen Bergwänden abhob.

Der Wind, der uns bisher mit beträchtlicher Schnelligkeit über den See dahingetragen, legte sich und nur mehr eine leichte Brise kräuselte das Wasser zu zierlichen Wellen. In den Uferbäumen flüsterte es leise und vom Lande her schwebte ein feiner Duft von Blumen und frischem Heu herüber. Als wir landeten, versank gerade die Sonne hinter den Bergen, und in dem Augenblick, da mein Fuß den festen Boden betrat, stürmten Sorge und Angst wieder auf mich ein und ich meinte den kalten Griff des Schicksals zu fühlen.


22. Kapitel - 03 Chapter 22 - 03

Je näher der Tag kam, desto mutloser wurde ich; entweder weil ich feig war oder weil mich trübe Ahnungen erfaßten. The nearer the day came, the more discouraged I became; either because I was a coward or because gloomy forebodings seized me. Gün yaklaştıkça, ya bir korkak olduğumdan ya da kasvetli önsezilerim beni ele geçirdiğinden, daha da umutsuzluğa kapıldım. Ich heuchelte aber eine gewisse Heiterkeit, die ein glückliches Lächeln auf das Gesicht meines Vaters zauberte, während die schärfer blickende Elisabeth sich nicht täuschen ließ. Ama babamın yüzüne mutlu bir gülümseme yerleştiren belli bir neşeyi taklit ettim, daha keskin görünümlü Elisabeth ise buna kanmadı. Sie sah hoffnungsvoll unserer Vereinigung entgegen. She looked forward to our union with hope. Birleşmemizi umutla bekliyordu. In diese Hoffnung aber mischte sich eine leise Furcht, daß das, was uns jetzt wirkliches, greifbares Glück bedeutete, bald in Schaum zerfließen könne. Ancak bu umutla birlikte, bizim için artık gerçek, somut bir mutluluk anlamına gelen şeyin yakında köpüğe dönüşeceğine dair sessiz bir korku da vardı.

Alle Vorbereitungen für das Fest waren getroffen und wir hatten mit freudigen Gesichtern die Gratulationsbesuche empfangen. Ich verbarg, so gut ich konnte, die quälende Angst und ging scheinbar mit Interesse auf die Pläne meines Vaters ein. Acı veren korkumu elimden geldiğince sakladım ve babamın planlarını görünüşte ilgiyle inceledim. Den Bemühungen meines Vaters war es gelungen, bei der österreichischen Regierung durchzusetzen, daß Elisabeth ein Teil ihres väterlichen Erbteiles wieder zurückerstattet wurde. Babamın çabaları Avusturya hükümetinin Elisabeth'in babasından kalan mirasın bir kısmını iade etmesini sağladı. Ein kleines Besitztum am Ufer des Comersees gehörte hierzu. Es wurde bestimmt, daß wir unsere Flitterwochen in der direkt am Ufer des herrlichen Sees gelegenen Villa Lavenza verbringen sollten. Balayımızı doğrudan güzel gölün kıyısında yer alan Villa Lavenza'da geçirmeye karar verdik.

Unterdessen hatte ich alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, um mich gegen einen offenen Angriff meines Dämons zu schützen. Ich trug ständig zwei Pistolen und einen Degen bei mir, was mir das Gefühl einer gewissen Sicherheit verlieh. Her zaman yanımda iki tabanca ve bir meç taşırdım, bu da bana belli bir güvenlik hissi verirdi. Je näher der Tag der Trauung kam und je öfter man von dieser sprach, wie von einer Sache, die sicher kommen mußte, desto mehr war ich geneigt, die Drohung des Dämons leichter zu nehmen. Düğün günü yaklaştıkça ve sanki gerçekleşmesi kesin bir şeymiş gibi düğünden daha sık bahsedildikçe, iblisin tehdidini daha da hafife alma eğilimindeydim.

Elisabeth sah sehr glücklich aus, wozu meine Ruhe ein gut Teil beitragen mochte. Elisabeth çok mutlu görünüyordu, bunda benim sakinliğimin de payı olabilir. Nur an dem Tage, der uns vereinigen sollte, war sie traurig und düstere Vorahnungen quälten sie. Sadece bizi birleştirecek olan günde üzgündü ve karanlık önsezilerle acı çekiyordu. Vielleicht lastete auch der Gedanke auf ihr, daß der kommende Tag ihr die Enthüllung meines furchtbaren Geheimnisses bringen würde. Belki de önümüzdeki günün ona benim korkunç sırrımın ifşasını getireceği düşüncesi de ağır basıyordu. Mein Vater war überglücklich und sah in der Traurigkeit Elisabeths nichts anderes als die erwartungsvolle Unruhe der Braut. Babam çok sevinçliydi ve Elisabeth'in üzüntüsünde gelinin beklenti içindeki huzursuzluğundan başka bir şey görmüyordu.

Nachdem die Zeremonie vorüber war, versammelte sich eine große Gesellschaft im Hause meines Vaters. Elisabeth und ich sollten zu Schiffe nach Evian fahren, wo wir die Nacht verbringen und die Reise am nächsten Tage fortsetzen wollten. Es war ein herrlicher Tag und der Himmel lächelte auf unser junges Glück herab.

Das waren die Augenblicke meines Lebens, in denen ich zum letztenmal das Gefühl des Glückes hatte. Rasch ging die Reise von statten. The journey went quickly. Yolculuk hızlı geçti. Die Sonne brannte heiß auf uns hernieder, aber wir waren durch eine Art Sonnendach vor ihren Strahlen geschützt und freuten uns der wundervollen Landschaftsbilder, die an uns vorüberzogen.

Ich hielt Elisabeths Hand: »Du bist sorgenvoll, Geliebte? O wenn du wüßtest, was ich alles zu tragen hatte, und was ich noch zu ertragen haben werde, du ließest mich die Ruhe und den Frieden genießen, die ich nur diesen einen Tag zu genießen imstande sein werde.« Oh, if you only knew what I had to endure and what I will have to endure, you would let me enjoy the rest and peace that I shall be able to enjoy for just this one day." Katlanmak zorunda kaldığım ve bundan sonra katlanmak zorunda kalacağım her şeyi bilseydiniz, sadece bir günlüğüne tadını çıkarabileceğim huzur ve sükûnetin tadını çıkarmama izin verirdiniz."

»Sei unbesorgt, lieber Viktor,« antwortete sie, »ich wüßte nicht, was dich traurig stimmten sollte; und sei überzeugt, wenn ich auch äußerlich mein Glück noch nicht so ganz zur Schau tragen kann, so fühle ich es doch tief im innersten Herzen. "Don't worry, dear Viktor," she answered, "I don't know what should make you sad; and be sure, even if I can't quite show off my happiness on the outside, I feel it deep down in my heart. "Üzülme sevgili Viktor," diye cevap verdi, "neden üzülmen gerektiğini bilmiyorum; ve mutluluğumu dışarıya tam olarak gösteremesem bile, kalbimin derinliklerinde hissettiğime ikna ol. Irgend etwas raunt mir jedoch geheimnisvoll zu, mich nicht allzufreudig auf das Kommende zu verlassen, aber ich will mich bemühen, dieser düsteren Stimme kein Gehör zu geben. However, something mysteriously tells me not to be too optimistic about what is to come, but I will try not to listen to that gloomy voice. Ancak içimden bir ses gizemli bir şekilde bana yaklaşmakta olan şey konusunda fazla hevesli olmamamı fısıldıyor, ancak bu kasvetli sese kulak vermemeye çalışacağım. Sieh, wie rasch wir dahinfliegen und wie die Wolken, die um das Haupt des Montblanc wehen, das Landschaftsbild beleben. Ne kadar hızlı uçtuğumuzu ve Mont Blanc'ın başının etrafında esen bulutların manzarayı nasıl canlandırdığını görün. Und sieh die unzähligen Fische, die sich in der klaren Flut tummeln, in der wir jedes Steinchen am Boden unterscheiden können. Ve dipteki her küçük taşı ayırt edebildiğimiz berrak gelgitte dolaşan sayısız balığı görün. Welch herrlicher Tag! Ne güzel bir gün! Wie glücklich und heiter die ganze Natur aussieht!« Tüm doğa ne kadar mutlu ve neşeli görünüyor!"

In dieser Weise versuchte Elisabeth meine und ihre düsteren Gedanken zu verscheuchen. Elisabeth bu şekilde benim ve onun kasvetli düşüncelerini korkutmaya çalıştı. Aber ihre Stimmung wechselte immer wieder; eine Zeit lang leuchteten ihre Augen freudig, allmählich aber nahmen sie wieder einen traurigen Ausdruck an. Ama ruh hali sürekli değişiyordu; gözleri bir süre neşeyle parladı, ama yavaş yavaş tekrar hüzünlü bir ifade aldı.

Tiefer und tiefer sank die Sonne. Güneş gittikçe daha derine batıyordu. Wir passierten die Mündung des Drance, der sich seinen Weg durch die Schluchten und Klüfte des Gebirges bahnt. We passed the mouth of the Drance, which cuts its way through the gorges and chasms of the mountains. Dağların geçitlerinden ve yarıklarından geçen Drance nehrinin ağzını geçtik. Die Alpen treten hier nahe an den See heran und wir näherten uns dem mächtigen Amphitheater, das den östlichen Abschluß des Sees bildet. Alpler burada göle yaklaşıyor ve biz de gölün doğu ucunu oluşturan muazzam amfitiyatroya yaklaştık. Schon sahen wir die Kirchturmspitze leuchtend über die Baumwipfel emporragen, die sich deutlich von den schwarzen Bergwänden abhob. Ağaçların tepesinde ışıl ışıl parlayan kilise kulesinin siyah dağ duvarlarına karşı net bir şekilde öne çıktığını görebiliyorduk.

Der Wind, der uns bisher mit beträchtlicher Schnelligkeit über den See dahingetragen, legte sich und nur mehr eine leichte Brise kräuselte das Wasser zu zierlichen Wellen. Bizi gölde hatırı sayılır bir hızla ilerleten rüzgâr kesildi ve sadece hafif bir esinti suyu narin dalgalar halinde dalgalandırdı. In den Uferbäumen flüsterte es leise und vom Lande her schwebte ein feiner Duft von Blumen und frischem Heu herüber. Kıyıdaki ağaçlar usulca fısıldıyor, kırlardan güzel bir çiçek ve taze saman kokusu süzülüyordu. Als wir landeten, versank gerade die Sonne hinter den Bergen, und in dem Augenblick, da mein Fuß den festen Boden betrat, stürmten Sorge und Angst wieder auf mich ein und ich meinte den kalten Griff des Schicksals zu fühlen. İndiğimizde güneş dağların ardında batıyordu ve ayağım yere basar basmaz endişe ve korku geri geldi ve kaderin soğuk pençesini hissettiğimi sandım.