Tagesschau in 100 Sekunden — 26.10.2022
Proteste im Iran. Anlässlich des Endes der 40-tägigen Trauerzeit um Mahsa Amini versammelten sich tausende Menschen in der Heimatstadt der 22-jährigen. Dabei sollen Sicherheitskräfte auf Demonstranten geschossen haben. Auch in vielen anderen Städten wurde wieder gegen das Regime demonstriert.
Bundeskabinett billigt Kompromiss zu Beteiligung Chinas an Hamburger Hafen. Die Staatsreederei Cosco darf sich bei einem Containerterminal einkaufen, allerdings nur mit einem Anteil von 24,9 anstelle der ursprünglich geplanten 35 %. Vorausgegangen war ein Streit in der Ampel. Sechs Ministerien warnten vor der Abhängigkeit von autoritären Staaten.
Scholz betont enges Verhältnis zu Frankreich. Nach einem Treffen mit Präsident Macron in Paris teilte der Kanzler auf Twitter mit, es sei ein sehr gutes Gespräch gewesen. Man habe über die Energieversorgung und gemeinsame Rüstungsprojekte beraten. Darüber hatte es zuletzt Meinungsverschiedenheiten zwischen Paris und Berlin gegeben.
Schiffsstau am Bosporus. Mehr als 100 Frachter warten nah Istanbul darauf, in Richtung Ukraine weiterfahren zu können. Dort sollen sie Getreide für den Export laden. Die Regierung in Kiew wirft Russland vor, die gemeinsam vereinbarten Kontrollen zu verzögern und die globale Ernährungssicherheit zu gefährden.
Kabinett beschließt Eckpunkte für Cannabis Legalisierung. Geplant ist unter anderem, dass Volljährige für den Eigenbedarf bis zu 30 Gramm der Droge straffrei besitzen dürfen. Zudem soll der Eigenanbau begrenzt erlaubt sein. Vor einem Gesetzentwurf muss aber noch geprüft werden, ob die Pläne mit EU-Recht vereinbar sind.
Das Wetter. Morgen vor allem nordöstlich der Elbe sowie vom Süden bis in die Mitte regional Nebel, sonst viel Sonnenschein. Im Nordwesten am Nachmittag wolkig mit etwas Regen. Höchstwerte 15 bis 24 Grad.