News / Nachrichten | 05.02.2022 | logo! am Samstagabend
Samstag Abend, "logo!"-Zeit,
ich bin Jennie und wir senden live diese Themen:
Krieg in der Ukraine - wir fragen eine Reporterin vor Ort
wie es den Kindern dort geht
Hilfe im Ahrtal - nach dem Hochwasser dort
laufen die Wiederaufbau-Arbeiten
Pupsen im Alltag - Am "Hast du gepupst-Tag"
haben wir spannende Pups-Fakten für euch
Hallo bei "logo!".
Schon seit etwa acht Jahren herrscht Krieg im Osten des Landes Ukraine.
Wir zeigen euch mal auf einer Karte wo das liegt -
und fliegen von Deutschland aus los in Richtung Osten in die Ukraine,
die an das Land Russland grenzt.
Bei dem Krieg geht es um ein bestimmtes Gebiet in der Ukraine
und zwar die Ostukraine - hier orange-weiß eingefärbt.
Jetzt sind in den vergangenen Wochen immer mehr Soldaten an die Grenze
zwischen der Ukraine und Russland gekommen.
Wir erklären euch was da los ist.
Um dieses Gebiet geht es:
Es liegt im Osten der Ukraine, an der Grenze zu Russland.
An diese Grenze hat der russische Präsident Vladimir Putin
in den vergangenen Wochen etwa 100.000 Soldaten geschickt.
Dass dort jetzt so viele russische Soldaten sind,
besorgt viele Menschen.
Viele befürchten jetzt,
dass die russischen Soldaten die Ukraine angreifen könnten.
Auch die USA sehen das als Bedrohung und schicken deshalb
etwa 3000 Soldaten nach Osteuropa, um dort für Sicherheit zu sorgen.
Das wiederum sorgt für Ärger in Russland:
Russische Politiker sagen,
dass die USA und andere Länder Russland bedrohen und provozieren.
Sie sind der Meinung, dass sie sich nicht einmischen sollen.
Und so ist der Streit um den Osten der Ukraine,
nicht nur ein Streit zwischen der Ukraine und Russland,
sondern auch ein Streit
zwischen Russland und anderen Ländern, wie den USA.
Viele befürchten, dass es für diesen Streit keine Lösung gibt.
Über die Situation der Menschen in der Ukraine
sprechen wir jetzt mit Reporterin Anna Feist,
die fürs ZDF von dort berichtet.
Anna, mittlerweile gibt es dort in der Ostukraine seit acht Jahren Krieg
wie geht es denn den Menschen in der Ukraine momentan?
Ja, wir waren unterwegs in den Dörfern entlang der Front,
also der Ort, wo geschossen wird.
Und was man da beobachten kann, ist,
dass die Infrastruktur sehr zerstört ist.
Also zum Beispiel Wasserleitung wurden zerschossen
und so haben die Menschen dort keinen richtigen Zugang mehr
zu Wasser aus der Leitung oder auch Strom ist immer wieder unterbrochen.
Viele Menschen fluchen aber insbesondere über die Kälte,
denn durch die Einschläge und Schießereien an ihren Häusern
ist es so, dass die Fassaden, dass die Mauern Risse bekommen haben
und die Kälte im Winter regelrecht rein kriecht in die Häuser.
Viele Menschen dort vor Ort wünschen sich vor allen Dingen eins
und das ist Frieden.
Wie ist denn die Situation der Kinder dort?
Viele Kinder kennen in der Region gar nichts anderes als Krieg.
Das bedeutet jetzt nicht,
dass sie täglich Schießereien oder Kampfhandlungen sehen,
aber es bedeutet schon,
dass viele Kinder zum Beispiel in Schutzkellern saßen, also die Orte,
wo sich Familien verstecken,
wenn es wieder zu Schießereien und Einschlägen
um ihren Häusern herum kommt.
Die Kinder gehen aber ganz normal zur Schule
und haben am Nachmittag ganz normal ihre Hobbys.
Aber es sind Kleinigkeiten, die sie an den Krieg erinnern.
Zum Beispiel haben viele Häuser Einschusslöcher
und das lässt die Kinder natürlich nicht vergessen,
in welcher Region sie leben.
Wenn jetzt immer mehr Soldaten dorthin kommen,
wie groß ist denn die Angst der Menschen momentan?
Die Kriegsangst ist jetzt in den Dörfern an der Front
nicht so verbreitet,
weil es dort ein Stück weit Alltag für die Menschen ist.
Allerdings in den größeren Städten ist es schon so,
dass viele Menschen, insbesondere Familien, Angst haben,
vor Angriffen und Angst haben, fliehen zu müssen.
Und wir haben eine Familie besucht,
die hat bereits ihren Fluchtkoffer gepackt
und in diesem Fluchtkoffer sind zum Beispiel Dokumente und Reisepässe.
In dem Fluchtkoffer sind aber auch
Medikamente, Wärmedecken und Taschenlampen.
Weil sich viele Familien darauf einstellen, dass es sein kann,
dass sie erstmal ein paar Nächte draußen übernachten müssen,
sollten sie tatsächlich fliehen müssen.
Was denkst du wie es denn dort jetzt weitergeht?
Das ist sehr, sehr schwierig.
Das kann niemand so wirklich einschätzen
und ich kann dazu auch nichts sagen.
Dankeschön, Anna Feist.
Auf logo.de könnt ihr mehr über das Thema nachlesen -
da wird auch nochmal erklärt wie es überhaupt zu dem Krieg gekommen ist.
Wir gucken jetzt ins Ahrtal.
Dort und in anderen Regionen in Deutschland hatte es
vor etwas mehr als einem halben Jahr extremen Starkregen gegeben
und daraufhin Hochwasser.
Viele Menschen wurden damals verletzt,
es gab sogar Tote
und etliche Straßen, Häuser und Brücken wurden zerstört.
Bis alles wieder aufgebaut ist wird es noch lange dauern,
aber es geht voran.
Hier in Dümpelfeld wurde die Betonbrücke komplett zerstört.
Nun bauen Helferinnen und Helfer des THW eine Behelfsbrücke.
Nach und nach werden dazu
die einzelnen Elemente zusammengesetzt und verschraubt.
Danach können die Fahrbahnteile eingesetzt werden.
Bei den freiwilligen Helferinnen und Helfern sitzt jeder Griff.
Im Ahrtal ist es nämlich schon die 21. Brücke, die das THW baut.
Für Alexander Stoffel ist es die neunte,
bei deren Bau er in seiner Freizeit hilft.
Es ist vor allem auch die Kameradschaft,
mit den Menschen zusammenzuarbeiten
und das über so eine lange Zeit auch, zum Teil schon.
Da haben sich auch Freundschaften gebildet, ja, macht man gerne.
Dann kommt der große Moment.
Zentimeter für Zentimeter wird die Brückenkonstruktion
über die Ahr gezogen, nichts darf schief gehen.
Man kommt hierher und da ist hier nichts und wenn man nach Hause fährt
dann steht hier 'ne Brücke, es ist ein tolles Gefühl.
Nach drei Tagen harter Arbeit ist es geschafft.
Die neue Brücke verbindet beide Ufer der Ahr.
Doch damit ist die Arbeit für die Helferinnen und Helfer
noch nicht vorbei – die nächsten Brücken warten schon.
Auf logo.de könnt ihr nachlesen,
was genau bei dem Hochwasser im Juli passiert ist
und da findet ihr auch mehrere Videos von "logo!"-Reporterin Maral,
die Kinder vor Ort getroffen hat,
die zeigen wie es ihnen mittlerweile geht.
Gestern wurden die Olympischen Spiele in Peking in China
feierlich eröffnet und heute gings dann direkt für einige Deutsche
mit den Wettkämpfen los.
Und dabei war es für diese Eisschnellläuferin hier
ein absolut verrückter Tag - sie hat nämlich verloren
und trotzdem gewonnen.
Hier kommt die ganze Geschichte:
Als Claudia Pechstein ins Ziel kam, strahlte sie.
Dabei hatte sie gerade nicht nur ihr Rennen verloren,
sondern war insgesamt auch mit Abstand Letzte geworden.
Das war ihr aber egal,
denn mit 49 Jahren ist sie nicht nur mehr als doppelt so alt
wie die meisten ihrer Gegnerinnen, sie hält nun auch einen Rekord.
Zum achten Mal ging sie
bei Olympischen Winterspielen an den Start -
so oft hat das außer ihr nur
der ehemalige japanische Skispringer Noriaki Kasai geschafft.
Grund zum Jubeln gab es aber auch bei den Skispringerinnen.
Katharina Althaus wurde zweite
und holte die erste Medaille für Deutschland.
Um ein Haar hätte sie sogar Gold gewonnen –
wäre sie nur ein bisschen weiter gesprungen.
Stattdessen durfte sich
die Slowenin Ursa Bogataj, hier in der Mitte, freuen.
Aber schon übermorgen hat Katharina Althaus eine neue Chance -
dann im Teamwettkampf mit drei Kolleginnen und Kollegen.
Hast du gepupst?
Diese Frage stelle ich nicht einfach nur so,
sondern weil heute der "Hast du gepupst-Tag" ist.
Was absolut bekloppt klingt, hat einen Sinn.
Der Tag soll nämlich darauf aufmerksam machen,
dass pupsen völlig normal ist und sich keiner dafür schämen muss.
Hier also fünf absolut schamfreie spannende Fakten
über diese normalste Sache der Welt.
Erstens: Wir alle pupsen im Schnitt etwa 14 mal am Tag.
Jeder von uns lässt dabei pro Tag insgesamt so viele Gase frei,
wie in einen Luftballon passen.
Zweitens: Wer pupst öfter?
Mädchen und Jungs pupsen gleich oft.
Drittens: Die meisten Pupse stinken gar nicht.
Ihr könnt also auch mal unbemerkt einen fahren lassen.
Viertens: Kommt ein Pups gerade echt ungelegen, kann man ruhig versuchen,
ihn zu unterdrücken.
Aber wenn man dauernd Pupse unterdrückt,
kann das tatsächlich ungesund werden.
Also lieber schnell irgendwohin gehen, wo es geht.
Fünftens: Fürs Pupsen gab es sogar schon mal eine gelbe Karte.
In England hat ein Spieler nämlich mal ein Elfmeter verschossen,
weil ein Gegenspieler so laut gefurzt hat.
* Pupsen *
Für diese Furz-Attacke
hat der Gegenspieler die gelbe Karte kassiert.
Absolut zurecht - diese Fakten könnt ihr dann jetzt immer mal erzählen,
wenn ihr sie braucht - "logo!" hilft euch also in allen Lebenslagen
und auf logo.de gibt's sogar noch mehr Pups-Fakten,
zum Beispiel warum man im Flugzeug häufiger pupsen muss.
Und ob dieses Tier auch gepupst hat, ist unbekannt.
Aber es hat gestern eine Frau in Hagen in Nordrhein-Westfalen
so richtig erschreckt.
Ein Wildschwein lag auf dem Sofa, als die Frau nach Hause kam.
Was ein krasser Anblick.
Die Frau hat sofort die Tür wieder zugemacht und die Polizei gerufen.
Das Wildschwein war wohl durch die Terassentür gekommen
und hat das Wohnzimmer ordentlich versaut.
Die Polizei hat das Tier dann vorsichtig nach draußen gelockt
und auch dieses Foto hier gemacht.
Morgen ist dann Maral für euch hier im Studio.
Ich sag also tschüss, schönen Sonntag und Wetter ab bitte.
Morgen wird es ungemütlich nass, es regnet lange und kräftig
und dazu wird es auch noch stürmisch.
Nur ganz im Süden bleibt's trocken.
Dabei wird es höchstens 3 bis 9 Grad.
* Pupsen *
Sag mal, wie kannst du denn vor mir pupsen?
Oh, Tschuldigung, ich wusste ja nicht, dass du vor mir dran warst.