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Heidi (Graded Reader), Kapitel 4. Rückkehr auf die Alp

Kapitel 4. Rückkehr auf die Alp

Früh am Morgen weckt Sesemann Fräulein Rottenmeier und die Diener. "Bereitet sofort Heidis Abreise vor!" Fräulein Rottenmeier legt Heidis Kleider und auch viele Kleider von Klara in einen großen Koffer. Heidi ist so aufgeregt, dass es nichts essen kann. Klara zeigt Heidi zwölf schöne weiße Brötchen: Sie sind für die Großmutter! Dann ist schon der Wagen bereit. Heidi holt im letzten Moment noch sein Buch, das unter dem Kopfkissen liegt. Und schon sind Heidi und Sebastian am Bahnhof und im Zug.

In Maienfeld verabschiedet sich Sebastian. Heidi darf mit dem Bäcker ins Dorf mitfahren. Im Dorf lässt Heidi den Koffer stehen und läuft mit den Brötchen hinauf zur Alp. Jetzt sieht es die Hütte von Geißenpeter. Es läuft noch schneller. Endlich ist es da. Glücklich öffnet Heidi die Tür und eilt in die Hütte.

"Wer ist da? ", fragt die Großmutter.

"Ich bin es, ich bin wieder da und habe auch weiße Brötchen für dich!"

Die Großmutter freut sich sehr. Heidi bleibt aber nicht lange, es will nach Hause zum Großvater. Die Geißenpeterin sagt: "Pass auf, Peter sagt, dass der Alp-Öhi jetzt immer böse ist und mit niemandem mehr spricht."

Aber Heidi hat keine Angst. Es geht weiter den Berg hoch. Die Abendsonne leuchtet wunderbar auf die grüne Alp. Alles ist noch viel schöner als in Heidis Erinnerung. Bald sieht Heidi die Tannen und die Hütte. Der Großvater sitzt auf der Bank vor der Hütte. Heidi stürzt glücklich zu ihm hin und ruft: „Großvater! Großvater! Großvater!“

Der Großvater freut sich, dass Heidi wieder da ist. Heidi gibt ihm einen Brief, in dem Sesemann alles erklärt.

Wenig später hört Heidi, dass Peter mit den Ziegen kommt. Es ruft: „Guten Abend, Peter! Schwänli, Bärli, kennt ihr mich noch?“ Die Ziegen springen zu Heidi. Peter lacht froh und sagt: „Bist du wieder da? Kommst du morgen mit auf die Alp?“

„Nein, morgen muss ich zur Großmutter, sie wartet auf mich, aber übermorgen vielleicht.“ Aber am übernächsten Morgen ruft der Großvater: „Komm, Heidi! Die Sonne ist da! Zieh einen guten Rock an, wir gehen in die Kirche!“

Das ist etwas ganz Neues. Auch der Alp-Öhi hat seine Sonntagskleider angezogen. Zusammen wandern sie den Berg hinunter. Von allen Seiten hören sie die hellen Glocken klingen. Sie setzen sich in der Kirche auf die hinterste Bank. Alle flüstern: „Der Alp-Öhi, der Alp-Öhi!“.

Nach dem Gottesdienst geht der Alp-Öhi mit Heidi zum Pfarrer. Der Pfarrer begrüßt den Großvater herzlich. Alp-Öhi sagt: „Ich möchte mich für das entschuldigen, was ich auf der Alp gesagt habe. Sie haben Recht gehabt. Im nächsten Winter will ich mit Heidi ins Dorf kommen.“ Die Augen des Pfarrers glänzen. „Es freut mich sehr, dass Sie wieder mit uns leben wollen!“, sagt er.

Die Leute sehen, wie freundlich der Öhi und der Pfarrer miteinander sprechen. Jetzt grüßen sie den Alp-Öhi und sagen: „Schön, dass Sie auch wieder einmal zu uns kommen!“

Auf dem Nachhauseweg gehen Heidi und der Großvater bei der Großmutter vorbei. Da kommt Peter mit einem Brief in der Hand herein und ruft: „Ein Brief für Heidi!“

Das hat es noch nie gegeben. Alle setzen sich an den Tisch, und Heidi liest den Brief laut vor. Er ist von Klara. Sie schreibt, dass es in Frankfurt ohne Heidi sehr langweilig ist. Aber nächsten Sommer will sie mit ihrem Papa und der Großmama auf die Alp zu Besuch kommen.

Die Großmutter und die Geißenpeterin freuen sich, dass der Alp-Öhi jetzt wieder mit den Leuten spricht. Man plaudert noch lange an diesem Nachmittag. Der Sommer und Herbst vergehen und der Winter kommt wieder. Der Alp-Öhi zieht mit Heidi und den Ziegen ins Dorf hinunter. Jeden Morgen und Nachmittag geht Heidi jetzt zur Schule und lernt eifrig, was es zu lernen gibt. Peter geht fast nie zur Schule, da seine Hütte tief im Schnee liegt. Aber gegen Abend kommt er fast immer ins Dorf hinunter, um Heidi zu besuchen.

Heidi läuft an einem Winterabend auf Peter zu und ruft: "Peter, ich weiß etwas! Du musst jetzt lesen lernen!"

"Ich kann es aber nicht lernen."

„Das glaubt dir kein Mensch und ich auch nicht. Ich zeige dir, wie es geht. Wir fangen gleich an.“

Peter hat keine große Lust, aber sie üben jetzt jeden Tag das ABC. Nach der großen Anstrengung darf Peter meistens zum Abendessen bleiben. Er geht jetzt auch fast jeden Tag zur Schule: Heidi will es so.

Eines Abends sagt Peter zu seiner Mutter: „Ich kann's!“

„Was kannst du, Peter?“, fragt die Mutter.

„Lesen.“

„Oh, hast du gehört, Großmutter?“

Peter sagt: „Großmutter, ich muss dir ein Lied vorlesen, Heidi hat es gesagt.“

Von jetzt an liest Peter der Großmutter jeden Abend ein Lied vor. Aber nie zwei, und die Großmutter bittet ihn auch nie darum, denn Peter liest nur die kurzen Wörter. Die langen lässt er weg, damit es nicht zu schwer ist. Die Großmutter freut sich, aber sie wartet auch auf den Frühling, wenn Heidi sie wieder besucht und ihr ganze Lieder vorliest!

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