Welche Risiken hat der Konsum von Kokain?
Kokain wird aus den Blättern des südamerikanischen Kokastrauchs gewonnen
und wird weltweit als Rauschdroge konsumiert.
Kokain wird meist gesnieft, also durch die Nase konsumiert.
Die Wirkung: gehobene Stimmung, sinkende Hemmungen und ein erhöhtes Selbstwertgefühl.
Doch welche akuten Risiken sind mit dem Konsum von Kokain verbunden?
Kokain beeinflusst die Funktion bestimmter Botenstoffe in unserem Gehirn.
Insbesondere Nervenzellen, die Dopamin, Noradrenalin und Serotonin enthalten, werden verstärkt aktiviert.
Dadurch kommt es zu einer massiven Stimulation des zentralen Nervensystems.
Der Körper wird insgesamt auf eine höhere Leistungsfähigkeit eingestellt.
Allerdings führt Kokain dem Körper keine Energie zu –
sondern bringt den Körper dazu, seine vorhandenen Energiereserven zu mobilisieren.
Die Wirkung von Kokain hält zudem nur relativ kurz an. Nach etwa einer Stunde lässt der Rausch nach.
Danach kann die Wirkung ins Gegenteil umschlagen.
Beim abklingenden Rausch zeigen sich häufig Tiefs mit depressiven Tendenzen
wie Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung.
Deshalb wird oft „nachgelegt“, also erneut konsumiert.
Und genau darin liegt die Gefahr:
Durch das Nachlegen wird der ohnehin gestresste Organismus weiter dazu genötigt, seine Energiereserven auszubeuten.
Hinzu kommt das Risiko der Toleranzentwicklung.
D.h., je öfter konsumiert wird, desto höher muss die Dosis sein, um die gewünschte Wirkung zu erreichen.
Je nach körperlichem und psychischem Zustand
kann der Kokainkonsum dann unmittelbar sehr unangenehme und mitunter sogar fatale Folgen haben.
Zum Beispiel kann übermäßiger Kokain-Konsum zu einem Krampfanfall führen.
Dabei kommt es zu unkontrollierten Muskelzuckungen am ganzen Körper.
Betroffene können sich dabei selbst verletzten.
Manche Personen reagieren überempfindlich auf Kokain.
Dies kann zur Folge haben, dass die Gefäße sich plötzlich erweitern und der Blutdruck rapide abfällt.
Dieser so genannte Kokainschock kann sogar tödlich enden.
Hohe Dosen Kokain können auch zu Verwirrtheit und Bewusstseinsstörungen führen –
bis hin zum Koma des Konsumierenden.
Eine weitere akute Folge übermäßigen Konsums ist eine gesteigerte Aggressivität.
Bei häufigem Konsum kann es zu einer Kokain-Psychose mit paranoide Wahnvorstellungen und Halluzinationen kommen.
Eine Überdosierung von Kokain kann zudem eine Lähmung des Atemzentrums und Atemkreislaufversagen verursachen.
Und auch Herzinfarkte zählen zu den akuten Gefahren des Kokain-Konsums.
Neben den akuten Folgen des Kokain-Konsums
hat dauerhafter und regelmäßiger Kokaingebrauch auch mittel- und langfristige Folgen.
Schwerwiegende körperliche und psychische Schäden
sowie soziale Probleme sind bei fast allen Langzeitkonsumierenden zu beobachten.
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