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NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 07.07.2026 – Zu lesender Text

NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 07.07.2026

Mittelstufe 2 Deutsch Lektionen zum Lesen üben

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NDR Info. Die Nachrichten für den Norden.

Um 15 Uhr mit Astrid Vits.

In Frankreich hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen in einem Berufungsverfahren erreicht, dass sie doch an der Präsidentenwahl teilnehmen darf. Allerdings muss sie in der Wahlkampfzeit eine Fußfessel tragen. Aus der NDR-Nachrichtenredaktion, Torsten Lange:

Ob Le Pen unter diesen Umständen wirklich kandidieren wird, ist offen. Sie will sich heute Abend im Fernsehen äußern. In dem Verfahren geht es um die Veruntreuung von EU-Geldern. Ein erstes Gericht verurteilte Le Pen deshalb zu einer Haftstrafe und entzog ihr für 5 Jahre das passive Wahlrecht.

Im Berufungsverfahren wurde diese Frist jetzt auf 15 Monate reduziert. Sie ist im April nächsten Jahres, wenn Frankreich einen neuen Präsidenten wählt, abgelaufen. Le Pen ist zu 3 Jahren Haft verurteilt worden, wovon 2 Jahre zur Bewährung ausgesetzt sind. Das verbleibende Jahr muss sie zu Hause mit einer Fußfessel verbringen.

Sie ist dann an strikter Ausgangszeiten gebunden, was einen Wahlkampf massiv erschweren würde.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr wieder mehr Menschen an Drogen gestorben. Laut dem Bundessuchtbeauftragten Streeck gab es 2150 registrierte Fälle, etwas mehr als im Jahr davor. Die meisten Drogentoten in der Statistik sind Männer über 40. Einen dramatischen Anstieg gibt es laut Streeck bei jungen Konsumenten. Aus Berlin, Maximilian Ullrich:

Jeder vierte Drogentote ist mittlerweile jünger als 30. In den letzten 5 Jahren hat sich die Zahl der Todesopfer bei den unter 30-Jährigen und den unter 20-Jährigen jeweils verdoppelt. Das ist schon ein krasser Anstieg. Vor allem mehrere Substanzen gleichzeitig nehmen ist gefährlich.

4 von 5 Drogentoten sind 2025 durch Mischkonsum gestorben. Das liegt zum einen daran, dass die Dealer immer häufiger Drogen vermischen. Also Heroin wird dann beispielsweise mit Fentanyl gemischt und das ist schon in kleinen Dosen tödlich. Aber gerade junge Konsumenten probieren auch viel aus und nehmen dann an einem Abend Drogen, dann noch Medikamente dazu, dann trinken sie Alkohol.

Und das kann echt schnell tödlich enden oder auch zu Langzeitschäden wie Angststörungen führen.

Die NATO setzt bei neuen Aufklärungsflugzeugen nicht mehr auf Boeing, sondern den kanadischen Hersteller Bombardier. Das teilte Generalsekretär Rütte am Rande des NATO-Treffens in Ankara mit. Technisch ausgestattet werden die neuen Maschinen demnach vom schwedischen Konzern Saab. Offiziell heißt es von US-Seite, Boeing sei von sich aus dem AWACS-Projekt ausgestiegen. Beim Gipfel in Ankara geht es um die weitere Aufrüstung der NATO und eine andere Kostenverteilung im Militärbündnis.

Während der extremen Hitze im Juni sind in Deutschland deutlich mehr Menschen gestorben als sonst zu dieser Zeit des Jahres. Das geht aus einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes hervor. Aus Wiesbaden, Tobias Lübben:

Der Hochrechnung zufolge sind in der letzten Juniwoche rund 23.700 Menschen in Deutschland gestorben. Das sind rund 30% mehr als im Mittel der Vorjahre in diesem Zeitraum. Auch der Maximalwert der Vorjahre wurde um rund 4000 Sterbefälle übertroffen. In der Woche vom 22. bis zum 28. Juni war es in Deutschland extrem heiß mit Spitzenwerten über 41 Grad. Die Zahlen wurden hochgerechnet, da noch nicht alle Kommunen die Sterbefälle an die Statistikbehörde gemeldet haben.

Das Europaparlament hat neuen Fluggastrechten mit breiter Mehrheit zugestimmt. Die Reform sieht unter anderem vor, dass Eltern im Flugzeug künftig kostenlos Sitzplätze neben ihren Kindern reservieren können und dass Ticketpreise übersichtlich dargestellt werden müssen. Bei Entschädigungen für verspätete Flüge soll es keine wesentlichen Änderungen geben. Vertreter des Parlaments haben Pläne der EU-Staaten abgewehrt, die Regeln zu Ungunsten der Kunden abzuschwächen.

Nach einem bewaffneten Überfall auf ein Juweliergeschäft in Hannover hat die Polizei 4 Tatverdächtige festgenommen. Die Männer sind zwischen 24 und 27 Jahre alt. Sie sollen heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen bedrohten die Täter den Inhaber eines Juweliergeschäfts mit einer Pistole, schlugen Vitrinen ein und stahlen Schmuck.

Der Geschäftsinhaber wurde durch einen Schuss ins Bein verletzt. Auf der A2 bei Braunschweig wurden die mutmaßlichen Täter gefasst. Im Fluchtauto fanden Polizeibeamte Schmuck, der vermutlich aus dem Juweliergeschäft stammt.

Das waren die Nachrichten.

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