Schimpfwörter und vieles mehr - 5 Fragen zu unserem Dialekt in der Google-Suche
Was wird eigentlich auf Google über den österreichischen Dialekt gesucht?
Es wird nach Übersetzer gesucht.
Auch Schimpfwörter sind interessant.
Viele suchen auch nach Dialekt lernen und Sätze.
Oder nach einem Dialekt-Quiz und dem Dialekt schreiben!
Zum Dialekt in Österreich gibt es so viele verschiedene Fragen, auf die vielleicht auch
ihr schon einmal eine Antwort gesucht habt oder immer wieder sucht.
Deshalb haben wir uns im heutigen Video einige Themen davon ausgesucht und werden sie für
euch beantworten.
Los geht's!
Als ersten Suchbegriff suchen viele von euch einen Übersetzer für den österreichischen
Dialekt.
Das ist eine super Frage, denn der Dialekt ist nicht immer so leicht zu verstehen.
Genau deshalb haben wir auch unseren Kanal gegründet, weil wir eben euch helfen möchten,
den Dialekt besser zu verstehen.
Wenn ihr jetzt aber ganz spezifisch nach bestimmten Dialektwörtern suchen möchtet, dann empfehlen
wir euch diese Seite.
Hier könnt ihr nämlich versuchen, Wörter, die ihr auf der Straße in Österreich aufgeschnappt
habt, zu suchen.
Es ist eine Sammlung von vielen österreichischen Wörtern, die wir täglich verwenden.
Und das Tolle: Auf dieser Internetseite "Volkswörterbuch" können wir selber auch mithelfen, die Datenbank
zu verbessern und zu erweitern, indem wir ganz einfach unsere eigene Schreibweise und
Verwendung eines Wortes oder einer Phrase eintragen.
Es ist also ein wachsendes Wörterbuch, das sich immer wieder verändert.
Zum Zeitpunkt des Videos könnt ihr bereits 1.400 Wörter suchen und es wurden bereits
über 10.000 Einträge gemacht.
Probieren wir es jetzt einfach anhand zwei Wörtern einmal aus.
Sagen wir, ihr habt die Wörter "Leiberl" und "kudern" aufgeschnappt.
Suchen wir das einmal im Wörterbuch.
Also wir sind auf der Webseite und wir suchen nach dem Wort "Leiberl".
Das haben wir aufgeschnappt.
Hier sehen wir: Es kommen 13 Ergebnisse für "Leiberl" und dann kommen wir hierher, wo
wir zwei Leiberl sehen und beide heißen T-Shirt.
Auch hier haben wir einen Eintrag mit T-Shirt.
Wir sehen also, zu T-Shirt sagen wir in Österreich sehr oft Leiberl.
Der zweite Begriff war "kudern".
Hier haben wir vier Ergebnisse und wir sehen auch gleich, kudern bedeutet kichern, kindisch
lachen, verstecktes lachen.
Es kann auch blöd lachen bedeuten, je nach Kontext.
Kommen wir jetzt noch zur Suche "Schimpfwörter" in unserem Dialekt.
Schimpfwörter - fast schon ein Muss, wenn man eine neue Sprache lernt, oder?
Das scheint auch viele auf Google zu interessieren.
Wir zeigen euch in diesem Video unsere Top 3.
Diese 3 Schimpfwörter haben wir persönlich in Salzburg verwendet, aber, wie ihr euch
denken könnt, hat jede Region, jedes Bundesland, seine eigenen Versionen.
Wenn euch das auch interessiert, dann schreibt uns das gern unten in die Kommentare und wir
zeigen euch, was diese verschiedenen Wörter alle bedeuten.
Bevor wir starten, bitte bedenkt natürlich, dass all diese Schimpfwörter sehr respektlos
und unhöflich sind.
Ihr sollt sie also wenn möglich bitte vermeiden!
Hier also unsere Top3: Nummer 1: "Hoit de Goschn".
Hoit de Goschn ist ein Satz und meint auf eine sehr respektlose und unhöfliche Art
und Weise, dass jemand den Mund halten soll.
"Blede Kuah" oder "Blede Sau" Damit möchten wir dem Gegenüber sagen, dass
wir es gerade unglaublich blöd, dumm, nervig oder gemein finden.
Oft wird "Blede Sau" oder "Blede Kuah" auch als Schimpfwort für Frauen verwendet, weil
Sau und Kuah eben weiblich sind.
"Du bist a Voikoffa", "Du bist a Depp" Voikoffa und Depp sind Nomen und Bezeichnungen
für eine Person.
Zum Beispiel könnte ich sagen "Er ist so der Vollkoffer".
Oder, wenn ich mich über mich selbst ärgere, könnte ich sagen "Ich bin so ein Vollkoffer",
"Ich bin so ein Depp".
Diese Begriffe sind weniger stark als die ersten zwei, die wir euch vorhin gezeigt haben
und meinen ganz einfach "blöd" oder "dumm".
Aber es kommt natürlich darauf an, wie wir es sagen und in welchem Kontext.
Zum Beispiel könnten wir es auch verwenden, wenn wir jemandem sagen möchten, dass er
ein Trottel oder Idiot ist.
Deppat ist das Adjektiv dazu.
Zum Beispiel könnte ich sagen: "Er ist so deppat", "Du bist deppat".
"I bin so deppat, jetzt habe ich das wieder vergessen".
Das Adjektiv deppat könnten wir auch für eine Situation verwenden, die nicht gut, blöd,
gelaufen ist.
Zum Beispiel:"Das ist jetzt deppat gelaufen".
Oder wir verwenden deppat auch für Dinge oder Sachen.
Zum Beispiel: "Das ist so deppat, das funktioniert nicht!", "Das ist deppat".
Die Suche nach Österreich Dialekt lernen oder Österreich Dialekt Sätze freut uns
ganz besonders, denn, wenn ihr viele Beispiele und Sätze in unserem Dialekt hören und lernen
möchtet, dann seid ihr genau richtig auf unserem Kanal.
Aber wir geben zu, Dialekt lernen ist nicht immer einfach, aber es ist nicht unmöglich.
Bedenkt immer: Für euch ist vor allem wichtig, den Dialekt zu verstehen, ihr müsst ihn nicht
selber sprechen können.
Was euch da helfen könnte und was wir euch jetzt auch empfehlen, ist Musik hören und
zwar von österreichischen Musikern und Musikerinnen.
Sie singen nämlich sehr oft im Dialekt und zwar in dem Dialekt ihrer Region und das bedeutet
für euch, dass ihr verschiedene Dialekte in Österreich hören und lernen könnt, wenn
ihr diese Musiker und Musikerinnen hört.
Wir verlinken euch ein paar Vorschläge unten in der Videobeschreibung.
Und übrigens, wenn ihr jetzt unsere inoffizielle Nationalhymne "I am from Austria" noch nicht
kennt, dann schaut euch bitte gern unser Video dazu an.
Die Suche nach einem Österreich Dialekt Quiz lassen wir an dieser Stelle aus.
Wir fanden die Idee so gut, dass wir dazu ein eigenes Video machen.
Also bleibt gespannt darauf!
Und zum Schluss haben wir noch die Google-Suche nach Dialekt schreiben.
Dialekt wird zwar meistens gesprochen, aber nicht nur.
Dialekt wird auch geschrieben.
Das kennt ihr auch aus unseren Videos zu den Alltagsbeispielen in Österreich.
Aber: Im Dialekt gibt es keine festgelegte Rechtschreibregeln oder Normen, nach denen
wir schreiben und an denen wir uns orientieren können.
Jede oder jeder schreibt einfach so, wie er oder sie es möchte.
Deshalb gibt es auch von vielen Begriffen so viele verschiedene Versionen.
Das habt ihr auch vorhin beim Beispiel zu den Wörterbüchern gesehen.
Wenn wir persönlich mit Freunden oder Familie zum Beispiel auf Whats App schreiben, dann
ist das meistens ein Mix aus Standarddeutsch und Dialekt.
Beispielsweise verkürzen wir so gut wie immer das "ich" zu einem "i".
Oder wir schreiben statt "ja" und "nein" "jo" und "na".
Natürlich machen wir diese Dinge immer nur, wenn wir wissen, dass das Gegenüber unseren
Dialekt auch versteht.
Das war's mit dem Antworten zur Google-Suche und unserem Dialekt.
Vielen Dank fürs Zuschauen, wir sehen uns beim nächsten Mal wieder.
Bis dahin, wie immer nicht vergessen: Gemeinsam macht Deutschlernen doppelt so viel Spaß!