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KURZE SACHTEXTE, MEINE ERSTE REISE NACH DEUTSCHLAND

MEINE ERSTE REISE NACH DEUTSCHLAND

 

Ich habe Reisen sehr gern.

Schon im Frühling bekomme ich Reisefieber. Ich reise gern nach Süden, weil wir zu Hause nicht so viel Sonne haben. Die Ferien am Meer sind für mich der größte Wunschtraum. Ich liebe das ewig wechselhafte Meer, denn der Alltag ist oft so eintönig. Auf dem Lande fühle ich mich aber auch gut. Ich gehe mit Vergnügen in den Wald, um Pilze und Beeren zu sammeln. Ich wandere gern durch die Felder und Wiesen. Ich kann stundenlang mit einem Buch in der Sonne liegen oder mit meinen Freunden Volleyball, Federball und Tischtennis spielen.

 

Aber schon vor einigen Jahren hatte ich den großen Wunsch, nach Deutschland zu fahren, da dieses Land die Heimat meiner Großmutter war.

Ich stand zwei Jahre lang mit meinem deutschen Freund im Briefwechsel. Im vorigen Herbst bekam ich eine Einladung von ihm, Deutschland drei Wochen lang zu besuchen.

Endlich konnte ich meinen Wunsch verwirklichen!

Ich fing sofort an, mich auf die Reise vorzubereiten. Ich wählte die interessantesten russischen Geschenke aus, beantragte einen Reisepass und wiederholte zu Hause Deutsch.

 

Mein Freund wohnt in Köln.

Das ist eine alte große Stadt am Rhein, nicht weit von Bonn. Es gab glücklicherweise einen Kurswagen von Sankt Petersburg bis Köln, so brauchte ich nicht umzusteigen. Ich löste eine Fahrkarte im voraus, und da war ich schon im Wagen. Die Grenze, die Fragen eines Zollbeamten, die polnische Sprache der neuen Fahrgäste – das alles war wie im Traum. Ich wartete auf die Einreise nach Deutschland. Und jetzt ist die Oder vorbei, und Deutschland beginnt.

 

Es war Anfang April.

Bei uns in Russland waren die Bäume noch ganz kahl, es regnete oft und manchmal schneite es. Und hier war der Frühling in Blüte. Die Bäume waren mit ersten grünen Blättern geschmückt, das erste hellgrüne Gras bedeckte mit seinem herrlichen weichen Teppich die Erde, die Sonne schien am Himmel wie eine neue goldene Münze. Und viele Vögel, und vor allem große schwarze Amseln, sangen auf den Lindenästen versteckt. (Korrektur): Spitzdächige Häuser als ob sie aus den Märchen der Brüder Grimm stammten, schwammen wie große Fische an den Fenstern des Wagens vorbei.

Ich wurde von meinem Freund am Bahnhof abgeholt.

Als wir auf den Bahnhofsplatz herausgekommen waren, sah ich den berühmten Kölner Dom, das Symbol der Stadt. Zwei Türme streckten sich zum Himmel Gott entgegen. Die Glasmalerei bedeckte die langen engen Fenster des Doms.

 

Mein Freund besitzt ein Drittel seines Hauses.Das Haus ist drei Stockwerke hoch, also liegt seine Wohnung in mehreren Stockwerken.

Unten ist eine große Küche und ein Wohnzimmer. Dort empfängt man die Gäste, sieht sich ein Fernsehprogram an oder hört man Musik. Ein großer Bücherschrank steht auch darin. Mein Freund arbeitet an der Universität und braucht viele Bücher. Seine Frau ist Schullehrerin, so braucht sie auch eine Menge Bücher.

 

Im ersten Stock sind ein Schlafzimmer und ein Arbeitszimmer mit einem Computer und dem 2.

Bücherschrank.

Im zweiten Stock sind zwei Kinderzimmer.

Mein Freund hat nämlich 2 Kinder: ein Mädchen ist 10 und ein Junge ist 7 Jahre alt. Im 3. Stock gibt es ein großes Gästezimmer. Hier wohnte ich während meines Besuchs. Jede Etage hat eine eigene Toilette und ein eigenes Badezimmer. Das ist sehr bequem und praktisch. Jeder kann sich zu jeder Zeit duschen, ohne andere zu stören.

 

Drei Wochen verliefen wie im Flug.

Wir gingen fast jeden Tag zu zweit, zu dritt oder mit der ganzen Familie in der Stadtmitte spazieren. Wir besuchten zahlreiche Museen und Kathedralen, hatten eine Rheinfahrt von Köln bis Koblenz am Loreleifelsen vorbei. Wir fuhren mit dem Auto nach Bonn, Brühl, Aachen und Düsseldorf. Sehr lustig feierten wir Ostern mit bunten Ostereiern  und Schokoladenosterhasen. Das alles war ganz toll, unvergesslich und sehr nützlich für mein Deutsch. Jetzt spreche ich Deutsch viel besser und endlich ohne Angst etwas falsch zu sagen. Mit vielen Geschenken voll beladen, kehrte ich heim. Eine solche Fahrt werde ich sehr lange im Gedächtnis behalten.

 

(geschrieben von Evgueny40, gelesen von Fasulye)



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MEINE ERSTE REISE NACH DEUTSCHLAND

 

Ich habe Reisen sehr gern.

Schon im Frühling bekomme ich Reisefieber. Ich reise gern nach Süden, weil wir zu Hause nicht so viel Sonne haben. Die Ferien am Meer sind für mich der größte Wunschtraum. Ich liebe das ewig wechselhafte Meer, denn der Alltag ist oft so eintönig. Auf dem Lande fühle ich mich aber auch gut. Ich gehe mit Vergnügen in den Wald, um Pilze und Beeren zu sammeln. Ich wandere gern durch die Felder und Wiesen. Ich kann stundenlang mit einem Buch in der Sonne liegen oder mit meinen Freunden Volleyball, Federball und Tischtennis spielen.

 

Aber schon vor einigen Jahren hatte ich den großen Wunsch, nach Deutschland zu fahren, da dieses Land die Heimat meiner Großmutter war.

Ich stand zwei Jahre lang mit meinem deutschen Freund im Briefwechsel. Im vorigen Herbst bekam ich eine Einladung von ihm, Deutschland drei Wochen lang zu besuchen.

Endlich konnte ich meinen Wunsch verwirklichen!

Ich fing sofort an, mich auf die Reise vorzubereiten. Ich wählte die interessantesten russischen Geschenke aus, beantragte einen Reisepass und wiederholte zu Hause Deutsch.

 

Mein Freund wohnt in Köln.

Das ist eine alte große Stadt am Rhein, nicht weit von Bonn. Es gab glücklicherweise einen Kurswagen von Sankt Petersburg bis Köln, so brauchte ich nicht umzusteigen. Ich löste eine Fahrkarte im voraus, und da war ich schon im Wagen. Die Grenze, die Fragen eines Zollbeamten, die polnische Sprache der neuen Fahrgäste – das alles war wie im Traum. Ich wartete auf die Einreise nach Deutschland. Und jetzt ist die Oder vorbei, und Deutschland beginnt.

 

Es war Anfang April.

Bei uns in Russland waren die Bäume noch ganz kahl, es regnete oft und manchmal schneite es. Und hier war der Frühling in Blüte. Die Bäume waren mit ersten grünen Blättern geschmückt, das erste hellgrüne Gras bedeckte mit seinem herrlichen weichen Teppich die Erde, die Sonne schien am Himmel wie eine neue goldene Münze. Und viele Vögel, und vor allem große schwarze Amseln, sangen auf den Lindenästen versteckt. (Korrektur): Spitzdächige Häuser als ob sie aus den Märchen der Brüder Grimm stammten, schwammen wie große Fische an den Fenstern des Wagens vorbei.

Ich wurde von meinem Freund am Bahnhof abgeholt.

Als wir auf den Bahnhofsplatz herausgekommen waren, sah ich den berühmten Kölner Dom, das Symbol der Stadt. Zwei Türme streckten sich zum Himmel Gott entgegen. Die Glasmalerei bedeckte die langen engen Fenster des Doms.

 

Mein Freund besitzt ein Drittel seines Hauses.Das Haus ist drei Stockwerke hoch, also liegt seine Wohnung in mehreren Stockwerken.

Unten ist eine große Küche und ein Wohnzimmer. Dort empfängt man die Gäste, sieht sich ein Fernsehprogram an oder hört man Musik. Ein großer Bücherschrank steht auch darin. Mein Freund arbeitet an der Universität und braucht viele Bücher. Seine Frau ist Schullehrerin, so braucht sie auch eine Menge Bücher.

 

Im ersten Stock sind ein Schlafzimmer und ein Arbeitszimmer mit einem Computer und dem 2.

Bücherschrank.

Im zweiten Stock sind zwei Kinderzimmer.

Mein Freund hat nämlich 2 Kinder: ein Mädchen ist 10 und ein Junge ist 7 Jahre alt. Im 3. Stock gibt es ein großes Gästezimmer. Hier wohnte ich während meines Besuchs. Jede Etage hat eine eigene Toilette und ein eigenes Badezimmer. Das ist sehr bequem und praktisch. Jeder kann sich zu jeder Zeit duschen, ohne andere zu stören.

 

Drei Wochen verliefen wie im Flug.

Wir gingen fast jeden Tag zu zweit, zu dritt oder mit der ganzen Familie in der Stadtmitte spazieren. Wir besuchten zahlreiche Museen und Kathedralen, hatten eine Rheinfahrt von Köln bis Koblenz am Loreleifelsen vorbei. Wir fuhren mit dem Auto nach Bonn, Brühl, Aachen und Düsseldorf. Sehr lustig feierten wir Ostern mit bunten Ostereiern  und Schokoladenosterhasen. Das alles war ganz toll, unvergesslich und sehr nützlich für mein Deutsch. Jetzt spreche ich Deutsch viel besser und endlich ohne Angst etwas falsch zu sagen. Mit vielen Geschenken voll beladen, kehrte ich heim. Eine solche Fahrt werde ich sehr lange im Gedächtnis behalten.

 

(geschrieben von Evgueny40, gelesen von Fasulye)


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