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Plattdeutsch, De Reis na Lübeck

De Reis na Lübeck

Een ooles Fehmaraner Ehepoor kümt von Knust* dat erste Mal no Europa opt Festland. De Reis schall na Lübeck gohn. Dat is all een beschwerlich Saak. Per Fährschipp, Isenbohn usw., ober se hebt datt schafft und sünd in Lübeck ankomen. As se up denn Bohnstieg stoht, lest Mudders een Schild mit de Upschrift “Gleise”. Se secht erschrocken:”Vaaders treek de Schoh ut, hier mut man lies gohn.” Vadders treckt de Schoh ut, Mudders treckt de Schoh ut, und se so kommt'up Söcken bie Karstadt* an. Mudders will sick een niegen Regenschirm köpen. Se geiht up denn Portier to und secht: “Goden Dag Herr Karstadt. lck har gern een Schirm.”

De Portier föhl sick ob disse Anred sehr geschmeichelt und secht: “1. Stock”. Quatsch denkt Mudders und geiht up den ersten Verkopstand to und fröcht dor na een Schirm. “1. Stock,” secht de Verkoper. So geiht dat ok noch an de annern Stande. Se kümmt no Vadders trüch und secht: “Hier könnt wie keen Schirm köpen, de secht all, wie mot erst een Stock köpen”.

Nu wüll Mudders noch een Spegel köpen. Na lang sö'ken, immer noch de Schoh inne Hand, find se ok dat richtige Geschäft. Denn Spegel harn se schnell utsöcht. De Verköper frög höflich; “Darf ich Ihnen den Spiegel einschlagen?” “Nee, nee”, röpt Mudders entsetzt, “kaputte Spegels hebt wie to Hus genog”.

Dor se nu schon mol in de Stadt sünd, wulln se denn ok geern mol int Theoter gohn. “Wat givt dat denn hüt?” frogt Vadders. “Was ihr wollt!” secht de Kortenverköperin. Tja, wat wüllt wie denn? Vadders grübelt und denkt wat vör Theoterstücken hè von de School her kennt. Plötzlich strohlt hè, “denn nehmt wie Wilhelm Tell!”

Aber in nächsten Moment wart hè dodernst, dor steiht anschlogen: Programm 10 Cent. Flink geiht hè to Mudders trüch und secht: “Hier künnt wie nich rin, hier mot wie na Gewicht betahlen, pro Gramm tein Penning steiht dor und dat ward bi dien twee Zentners doch to düer.”

Vun all disse Erlebnisse in de Stadt wiern se nu möd und hungrig worn. Se sökt sick een Hotelzimmer. Dor keen Duppelzimmer mier frie wier, mutten se twee Eenzelzimmer nehmen. Vadders secht: “Dat mokt nix, mien Olsch hev ick Ja jede Nacht bi mie”.

Bevör se slopen goht, wöllt se noch wat eeten. Se goht in dat Restaurant. De Ober bringt de Spieskort. Als erstes stünn op de Kort “Kohlsuppe”. Vadders secht; “Denn ganzen Dach sei ick op Fehmarn de Kohlköpp und nu schall ick in Lübeck Kohlsupp eeten? Nee.”

As tweetes stünn op de Kort “Karbonade”. “Karbonod,” secht Mudders, “wie hebt sülben Swien schlacht, dat kunt wie ok to Hus eeten”. “Aber hier”, secht Vadders, “hier steit “Menu”! “Dat nehmt wie,” secht Mudders, “dat hort sick so schön französisch an.”

Se bestellt sick dat Menu. As erstes bringt de Kellner de Vörsupp - Kohlsuppe -. Nee, dat is ja Bedruch, dat eet ick nich,” secht Vadder. Mudder worgt sick de Supp hendal. As tweeten Gang gev dat denn – Kotelett -. Mensen Mudders, dat is ja Karbonod”, secht Vadders. Aber dat eeten se denn doch op.

Nan Eeten sünd se rechtschaffend möd und goht op ehr Zimmer. Int Hotelzimmer nebenan is een Gast krank, hè hett Kolik und brukt een Inloop von denn Dokter. De kümmt noch in de Nacht, irrt sick in de Dor und geiht “bie Vadders rin. Vadders ganz verslopen, let bi sick denn Inloop moken. He denkt dat hort ton Service vont Hotel.

Dor na har hè een unruhige Nacht und wer froh, as hè deen annern Dach wedder in Zuch Richtung Fehmarn sit.

To Hus ankoomen, vertellt de beiden ehr Nachbarn un Frünnen “Föhrt blos nich na Lübeck, dor mot ji op Söcken dörch de Stadt lopen. Wenn Ji bi Herrn Karstadt een Regenschirm köpen wüllt, denn mot ji erst een Stock kopen. Kopt ji een Spegel, den slacht se all in Laden twei. Int Theater mot ji na Gewicht betalen. Dat schlimmste aber is, wenn man int Hotel sien Kohlsupp nich eeten deit, denn wart se di nachts achtern rin stopt."



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De Reis na Lübeck

Een ooles Fehmaraner Ehepoor kümt von Knust* dat erste Mal no Europa opt Festland. De Reis schall na Lübeck gohn. Dat is all een beschwerlich Saak. Per Fährschipp, Isenbohn usw., ober se hebt datt schafft und sünd in Lübeck ankomen. As se up denn Bohnstieg stoht, lest Mudders een Schild mit de Upschrift “Gleise”. Se secht erschrocken:”Vaaders treek de Schoh ut, hier mut man lies gohn.” Vadders treckt de Schoh ut, Mudders treckt de Schoh ut, und se so kommt'up Söcken bie Karstadt* an. Mudders will sick een niegen Regenschirm köpen. Se geiht up denn Portier to und secht: “Goden Dag Herr Karstadt. lck har gern een Schirm.”

De Portier föhl sick ob disse Anred sehr geschmeichelt und secht: “1. Stock”. Quatsch denkt Mudders und geiht up den ersten Verkopstand to und fröcht dor na een Schirm. “1. Stock,” secht de Verkoper. So geiht dat ok noch an de annern Stande. Se kümmt no Vadders trüch und secht: “Hier könnt wie keen Schirm köpen, de secht all, wie mot erst een Stock köpen”.

Nu wüll Mudders noch een Spegel köpen. Na lang sö'ken, immer noch de Schoh inne Hand, find se ok dat richtige Geschäft. Denn Spegel harn se schnell utsöcht. De Verköper frög höflich; “Darf ich Ihnen den Spiegel einschlagen?”  “Nee, nee”, röpt Mudders entsetzt, “kaputte Spegels hebt wie to Hus genog”.

Dor se nu schon mol in de Stadt sünd, wulln se denn ok geern mol int Theoter gohn. “Wat givt dat denn hüt?” frogt Vadders. “Was ihr wollt!” secht de Kortenverköperin. Tja, wat wüllt wie denn? Vadders grübelt und denkt wat vör Theoterstücken hè von de School her kennt. Plötzlich strohlt hè, “denn nehmt wie Wilhelm Tell!”

Aber in nächsten Moment wart hè dodernst, dor steiht anschlogen: Programm 10 Cent. Flink geiht hè to Mudders trüch und secht: “Hier künnt wie nich rin, hier mot wie na Gewicht betahlen, pro Gramm tein Penning steiht dor und dat ward bi dien twee Zentners doch to düer.”

Vun all disse Erlebnisse in de Stadt wiern se nu möd und hungrig worn. Se sökt sick een Hotelzimmer. Dor keen Duppelzimmer mier frie wier, mutten se  twee Eenzelzimmer nehmen. Vadders secht: “Dat mokt nix, mien Olsch hev ick Ja jede Nacht bi mie”.

Bevör se slopen goht, wöllt se noch wat eeten. Se goht in dat Restaurant. De Ober bringt de Spieskort. Als erstes stünn op de Kort “Kohlsuppe”. Vadders secht; “Denn ganzen Dach sei ick op Fehmarn de Kohlköpp und nu schall ick in Lübeck Kohlsupp eeten? Nee.”

As tweetes  stünn op de Kort “Karbonade”. “Karbonod,” secht Mudders, “wie hebt sülben Swien schlacht, dat kunt wie ok to Hus eeten”. “Aber hier”, secht Vadders, “hier steit “Menu”! “Dat nehmt wie,” secht Mudders, “dat hort sick so schön französisch an.”

Se bestellt sick dat Menu. As erstes bringt de Kellner de Vörsupp - Kohlsuppe -. Nee, dat is ja Bedruch, dat eet ick nich,” secht Vadder. Mudder worgt sick de Supp hendal. As tweeten Gang  gev dat denn – Kotelett -. Mensen Mudders, dat is ja Karbonod”, secht Vadders. Aber dat eeten se denn doch op.

Nan Eeten sünd se rechtschaffend möd und goht op ehr Zimmer. Int Hotelzimmer nebenan is een Gast krank, hè hett Kolik und brukt een Inloop von denn Dokter. De kümmt noch in de Nacht, irrt sick in de Dor und geiht “bie Vadders rin. Vadders ganz verslopen, let bi sick denn Inloop moken. He denkt dat hort ton Service vont Hotel.

Dor na har hè een unruhige Nacht und wer froh, as hè deen annern Dach wedder in Zuch Richtung Fehmarn sit.

To Hus ankoomen, vertellt de beiden ehr Nachbarn un Frünnen “Föhrt blos nich na Lübeck, dor mot ji op Söcken dörch de Stadt lopen. Wenn Ji bi Herrn Karstadt een Regenschirm köpen wüllt, denn mot ji erst een Stock kopen. Kopt ji een Spegel, den slacht se all in Laden twei. Int Theater mot ji na Gewicht betalen. Dat schlimmste aber is, wenn man int Hotel sien Kohlsupp nich eeten deit, denn wart se di nachts achtern rin stopt."

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