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H. P. Lovecraft - Der Ruf des Cthulhu, II. Der Bericht des Inspektors Legrasse - 04

II. Der Bericht des Inspektors Legrasse - 04

Legrasse, tief beeindruckt und nicht wenig verwirrt, hatte umsonst nach den geschichtlichen Ursprüngen des Kultes gefragt. Castro hatte allem Anschein nach die Wahrheit gesagt, als er geäußert hatte, diese seien absolut geheim. Die Experten der Tulane-Universität konnten sich weder den Kult noch das Abbild erklären, und nun war der Inspektor zu den größten Autoritäten des Landes gekommen und bekam nichts anderes zu hören als die Grönlandgeschichte des Professors Webb. Das fieberhafte Interesse, das Legrasses Bericht, bestärkt durch die Figur, bei der Versammlung erregt hatte, findet seinen Widerhall in den späteren Korrespondenzen der Teilnehmer – in den offiziellen Mitteilungen der Gesellschaft wird die Sache allerdings nur knapp erwähnt.

Vorsicht ist die erste Sorge jener, die gelegentliche Scharlatanerie und Betrug gewöhnt sind. Legrasse überließ Professor Webb das Abbild für einige Zeit, doch nach dessen Tod erhielt er es zurück, und es verblieb in seinem Besitz, wo ich es vor kurzem in Augenschein nahm. Es ist wahrlich ein entsetzliches Ding und eindeutig mit der Traumskulptur des jungen Wilcox verwandt.

Dass mein Onkel von der Geschichte des Bildhauers so aufgewühlt worden war, fand ich nun nicht verwunderlich – denn welche Gedanken müssen einem in den Sinn kommen, wenn man nach allem, was Legrasse über den Kult erfahren hatte, von einem hypersensiblen jungen Mann hört, der nicht nur die Abbildung und die genauen Hieroglyphen des im Sumpf gefundenen Bildwerks und des grönländischen Teufelsreliefs geträumt hatte, sondern der in seinen Träumen auch auf mindestens drei der Wörter der Formel gestoßen war, die gleichermaßen von den teufelsanbetenden Eskimos und den Mischlingen in Louisiana gemurmelt worden waren?

Es war mehr als natürlich, dass Professor Angell sogleich eine äußerst gründliche Untersuchung begann, wenngleich ich den jungen Wilcox verdächtigte, auf indirektem Wege von dem Kult gehört und eine Reihe von Träumen erfunden zu haben, um auf Kosten meines Onkels das Geheimnis noch interessanter zu machen. Die vom Professor gesammelten Traumberichte und Zeitungsausschnitte waren natürlich eine starke Untermauerung; doch mein rationalistischer Verstand und die Überspanntheit der ganzen Sache brachten mich zu der meiner Auffassung nach logischsten Schlussfolgerung. Nachdem ich also das Manuskript wieder und wieder gründlich studiert und die Aufzeichnungen theosophischer und anthropologischer Natur mit Legrasses Bericht über den Kult verglichen hatte, reiste ich nach Providence, um den Bildhauer aufzusuchen und ihn zur Rede zu stellen, weil er einen gelehrten alten Mann derart dreist getäuscht hatte.

Wilcox lebte noch immer allein im Fleur-de-Lys-Gebäude in der Thomas Street, einer scheußlichen viktorianischen Nachahmung der bretonischen Architektur des siebzehnten Jahrhunderts, die inmitten der hübschen Häuser im Kolonialstil auf dem alten Hügel mit ihrer Stuckfront protzte. Im Schatten des schönsten georgianischen Kirchturms Amerikas fand ich Wilcox bei der Arbeit in seinem Zimmer. Sogleich erkannte ich an den im Raum verstreuten Werken, dass sein Genie tatsächlich bedeutsam und authentisch ist. Er wird, so glaube ich, in einiger Zeit als einer der großen décadents bekannt werden, denn in seinen Werken aus Ton – und eines Tages wohl auch aus Marmor – spiegeln sich kristallen jene Nachtmahre und Fantasien, die Arthur Machens Prosa beschwört und Clark Ashton Smith in Vers und Bild sichtbar macht.

Dunkelhaarig, zerbrechlich und irgendwie ungepflegt anzusehen, wandte er sich bei meinem Anklopfen träge um und fragte mich nach meinem Anliegen, ohne sich zu erheben. Als ich ihm dann erzählte, wer ich bin, zeigte er ein gewisses Interesse, denn mein Onkel hatte durch die Untersuchung seiner merkwürdigen Träume seine Neugier erregt, ohne je den Grund für diese Studien zu erklären. Ich vergrößerte sein Wissen in dieser Hinsicht nicht, sondern versuchte, ihn mit einiger Spitzfindigkeit aus der Reserve zu locken.

Nach kurzer Zeit war ich von seiner vollkommenen Aufrichtigkeit überzeugt, denn er sprach in einer Weise von den Träumen, die man nicht missdeuten konnte. Diese Träume und ihr Rückhall in seinem Unterbewusstsein hatten seine Kunst stark beeinflusst, und er zeigte mir ein morbides Standbild, dessen Umrisse mich aufgrund der Macht ihrer schwarzen Andeutungen fast erbeben ließen. Er konnte sich nicht daran erinnern, das Vorbild für dieses Ding, außer auf seinem eigenen Traumrelief, irgendwo gesehen zu haben, aber die Umrisse hätten sich unmerklich unter seinen Händen von selbst geformt. Es war dies zweifelsohne die gigantische Gestalt, von der er im Delirium fantasiert hatte. Dass er wirklich nichts von dem verborgenen Kult wusste, außer dem, was meines Onkels schonungslose Fragen hervorgelockt hatten, wurde bald deutlich; und wieder suchte ich in Gedanken nach einer Möglichkeit, wie er denn die unheimlichen Eindrücke erhalten haben könne.

Er sprach von seinen Träumen auf sonderbar poetische Weise; er schilderte mit schrecklicher Lebendigkeit die feuchte zyklopische Stadt aus schleimig grünem Gestein – deren Geometrie, wie er seltsamerweise sagte, völlig falsch sei – und ich vernahm mit ängstlicher Erwartung das unaufhörliche halbgeistige Rufen aus dem Untergrund: » Cthulhu fhtagn, Cthulhu fhtagn

Diese Worte waren Teil jenes schrecklichen Rituals, das von der Traumwacht des toten Cthulhu in seiner Steingruft in R'lyeh erzählt, und ungeachtet meiner rationalen Auffassung war ich zutiefst bewegt. Wilcox, so war ich mir sicher, hatte von dem Kult auf beiläufige Weise gehört und ihn bald wieder unter der Menge seiner gleichermaßen sonderbaren Lektüre und Fantasie vergessen. Später hatte dieses Wissen aufgrund seiner schieren Eindrücklichkeit in Träumen, im Flachrelief und der schrecklichen Statue, die ich nun anblickte, unterschwelligen Ausdruck gefunden. Er hatte also meinen Onkel völlig unschuldig getäuscht. Der junge Mann war von einem Charakter, die ich nicht besonders mag, zugleich ein wenig affektiert und etwas arrogant; doch ich war durchaus bereit, ihm sowohl Genie als auch Aufrichtigkeit zuzugestehen. Ich verabschiedete mich freundlich von ihm und wünschte ihm all den Erfolg, den seine Begabung versprach.

Die Sache mit dem Kult faszinierte mich noch immer, und zuweilen überkamen mich Visionen, dass ich als Erster seinen Ursprung und seine Verbindungen erforschen würde und zu Ruhm gelangte. Ich reiste nach New Orleans, sprach mit Legrasse und anderen aus seiner damaligen Mannschaft, sah das fürchterliche Abbild und befragte sogar einige der gefangenen Mischlinge, die noch am Leben waren. Der alte Castro war unglücklicherweise schon vor einigen Jahren verstorben. Was ich nun so anschaulich aus erster Hand hörte, erregte mich von Neuem, wenngleich es in Wirklichkeit nicht mehr als eine detaillierte Bestätigung dessen war, was mein Onkel aufgeschrieben hatte; ich war mir sicher, einer sehr wirklichen, sehr geheimen und sehr alten Religion auf der Spur zu sein, deren Entdeckung mich zu einem Anthropologen hohen Ranges machen würde. Meine Haltung war noch immer völlig materialistisch geprägt – wie ich mir wünsche, dass sie es heute noch sei –, und mit fast unerklärlicher Halsstarrigkeit schenkte ich der Übereinstimmung zwischen den von Professor Angell gesammelten Traumberichten und den merkwürdigen Zeitungsausschnitten wenig Beachtung.

Eine Sache fand ich immer verdächtiger, derer ich mir nun gewiss bin: dass der Tod meines Onkels alles andere als natürlich war. Er fiel auf einem schmalen Hügelweg hin, nachdem ein schwarzer Matrose ihn unachtsam angerempelt hatte – der Weg führte vom alten Hafenviertel herauf, in dem es von ausländischen Mischlingen wimmelt. Ich habe die gemischtrassigen und seemännischen Teilnehmer des Kultes in Louisiana nicht vergessen, und ich wäre über geheime Methoden und Riten und Glaubensvorstellungen nicht überrascht gewesen.

Legrasse und seine Männer hat man in Frieden gelassen, das stimmt; doch ein Seemann aus Norwegen, der ihre Riten beobachtete, ist jetzt tot. Könnten die Nachforschungen meines Onkels nach der Begegnung mit dem Bildhauer finsteren Kräften zu Ohren gelangt sein? Ich glaube, Professor Angell starb, weil er zu viel wusste oder weil er auf dem Weg war, zu viel zu erfahren. Ob es mir so ergehen wird wie ihm, wird sich zeigen, denn auch ich weiß nun schon viel.


II. Der Bericht des Inspektors Legrasse - 04

Legrasse, tief beeindruckt und nicht wenig verwirrt, hatte umsonst nach den geschichtlichen Ursprüngen des Kultes gefragt. Castro hatte allem Anschein nach die Wahrheit gesagt, als er geäußert hatte, diese seien absolut geheim. Die Experten der Tulane-Universität konnten sich weder den Kult noch das Abbild erklären, und nun war der Inspektor zu den größten Autoritäten des Landes gekommen und bekam nichts anderes zu hören als die Grönlandgeschichte des Professors Webb. Das fieberhafte Interesse, das Legrasses Bericht, bestärkt durch die Figur, bei der Versammlung erregt hatte, findet seinen Widerhall in den späteren Korrespondenzen der Teilnehmer – in den offiziellen Mitteilungen der Gesellschaft wird die Sache allerdings nur knapp erwähnt.

Vorsicht ist die erste Sorge jener, die gelegentliche Scharlatanerie und Betrug gewöhnt sind. Legrasse überließ Professor Webb das Abbild für einige Zeit, doch nach dessen Tod erhielt er es zurück, und es verblieb in seinem Besitz, wo ich es vor kurzem in Augenschein nahm. Es ist wahrlich ein entsetzliches Ding und eindeutig mit der Traumskulptur des jungen Wilcox verwandt.

Dass mein Onkel von der Geschichte des Bildhauers so aufgewühlt worden war, fand ich nun nicht verwunderlich – denn welche Gedanken müssen einem in den Sinn kommen, wenn man nach allem, was Legrasse über den Kult erfahren hatte, von einem hypersensiblen jungen Mann hört, der nicht nur die Abbildung und die genauen Hieroglyphen des im Sumpf gefundenen Bildwerks und des grönländischen Teufelsreliefs __geträumt__ hatte, sondern der __in seinen Träumen__ auch auf mindestens drei der Wörter der Formel gestoßen war, die gleichermaßen von den teufelsanbetenden Eskimos und den Mischlingen in Louisiana gemurmelt worden waren?

Es war mehr als natürlich, dass Professor Angell sogleich eine äußerst gründliche Untersuchung begann, wenngleich ich den jungen Wilcox verdächtigte, auf indirektem Wege von dem Kult gehört und eine Reihe von Träumen erfunden zu haben, um auf Kosten meines Onkels das Geheimnis noch interessanter zu machen. Die vom Professor gesammelten Traumberichte und Zeitungsausschnitte waren natürlich eine starke Untermauerung; doch mein rationalistischer Verstand und die Überspanntheit der ganzen Sache brachten mich zu der meiner Auffassung nach logischsten Schlussfolgerung. Nachdem ich also das Manuskript wieder und wieder gründlich studiert und die Aufzeichnungen theosophischer und anthropologischer Natur mit Legrasses Bericht über den Kult verglichen hatte, reiste ich nach Providence, um den Bildhauer aufzusuchen und ihn zur Rede zu stellen, weil er einen gelehrten alten Mann derart dreist getäuscht hatte.

Wilcox lebte noch immer allein im Fleur-de-Lys-Gebäude in der Thomas Street, einer scheußlichen viktorianischen Nachahmung der bretonischen Architektur des siebzehnten Jahrhunderts, die inmitten der hübschen Häuser im Kolonialstil auf dem alten Hügel mit ihrer Stuckfront protzte. Wilcox still lived alone in the Fleur-de-Lys building on Thomas Street, a hideous Victorian imitation of seventeenth-century Breton architecture that flaunted its stucco front amidst the pretty colonial-style houses on the old hill. Im Schatten des schönsten georgianischen Kirchturms Amerikas fand ich Wilcox bei der Arbeit in seinem Zimmer. Sogleich erkannte ich an den im Raum verstreuten Werken, dass sein Genie tatsächlich bedeutsam und authentisch ist. Er wird, so glaube ich, in einiger Zeit als einer der großen __décadents__ bekannt werden, denn in seinen Werken aus Ton – und eines Tages wohl auch aus Marmor – spiegeln sich kristallen jene Nachtmahre und Fantasien, die Arthur Machens Prosa beschwört und Clark Ashton Smith in Vers und Bild sichtbar macht.

Dunkelhaarig, zerbrechlich und irgendwie ungepflegt anzusehen, wandte er sich bei meinem Anklopfen träge um und fragte mich nach meinem Anliegen, ohne sich zu erheben. Moreno, frágil y algo desaliñado a la vista, se volvió perezoso cuando llamé a la puerta y pidió mi pedido sin levantarse. Als ich ihm dann erzählte, wer ich bin, zeigte er ein gewisses Interesse, denn mein Onkel hatte durch die Untersuchung seiner merkwürdigen Träume seine Neugier erregt, ohne je den Grund für diese Studien zu erklären. Ich vergrößerte sein Wissen in dieser Hinsicht nicht, sondern versuchte, ihn mit einiger Spitzfindigkeit aus der Reserve zu locken. No agregué a su conocimiento en este sentido, pero traté de burlarme de él con algún sofisma.

Nach kurzer Zeit war ich von seiner vollkommenen Aufrichtigkeit überzeugt, denn er sprach in einer Weise von den Träumen, die man nicht missdeuten konnte. Diese Träume und ihr Rückhall in seinem Unterbewusstsein hatten seine Kunst stark beeinflusst, und er zeigte mir ein morbides Standbild, dessen Umrisse mich aufgrund der Macht ihrer schwarzen Andeutungen fast erbeben ließen. Er konnte sich nicht daran erinnern, das Vorbild für dieses Ding, außer auf seinem eigenen Traumrelief, irgendwo gesehen zu haben, aber die Umrisse hätten sich unmerklich unter seinen Händen von selbst geformt. Es war dies zweifelsohne die gigantische Gestalt, von der er im Delirium fantasiert hatte. Dass er wirklich nichts von dem verborgenen Kult wusste, außer dem, was meines Onkels schonungslose Fragen hervorgelockt hatten, wurde bald deutlich; und wieder suchte ich in Gedanken nach einer Möglichkeit, wie er denn die unheimlichen Eindrücke erhalten haben könne.

Er sprach von seinen Träumen auf sonderbar poetische Weise; er schilderte mit schrecklicher Lebendigkeit die feuchte zyklopische Stadt aus schleimig grünem Gestein – deren __Geometrie__, wie er seltsamerweise sagte, __völlig falsch__ sei – und ich vernahm mit ängstlicher Erwartung das unaufhörliche halbgeistige Rufen aus dem Untergrund: » __Cthulhu fhtagn, Cthulhu fhtagn__.«

Diese Worte waren Teil jenes schrecklichen Rituals, das von der Traumwacht des toten Cthulhu in seiner Steingruft in R'lyeh erzählt, und ungeachtet meiner rationalen Auffassung war ich zutiefst bewegt. Wilcox, so war ich mir sicher, hatte von dem Kult auf beiläufige Weise gehört und ihn bald wieder unter der Menge seiner gleichermaßen sonderbaren Lektüre und Fantasie vergessen. Wilcox, estaba seguro, había oído hablar del culto de pasada y pronto lo olvidó en medio de la multitud de su igualmente extraña lectura e imaginación. Später hatte dieses Wissen aufgrund seiner schieren Eindrücklichkeit in Träumen, im Flachrelief und der schrecklichen Statue, die ich nun anblickte, unterschwelligen Ausdruck gefunden. Er hatte also meinen Onkel völlig unschuldig getäuscht. Der junge Mann war von einem Charakter, die ich nicht besonders mag, zugleich ein wenig affektiert und etwas arrogant; doch ich war durchaus bereit, ihm sowohl Genie als auch Aufrichtigkeit zuzugestehen. Ich verabschiedete mich freundlich von ihm und wünschte ihm all den Erfolg, den seine Begabung versprach.

Die Sache mit dem Kult faszinierte mich noch immer, und zuweilen überkamen mich Visionen, dass ich als Erster seinen Ursprung und seine Verbindungen erforschen würde und zu Ruhm gelangte. Ich reiste nach New Orleans, sprach mit Legrasse und anderen aus seiner damaligen Mannschaft, sah das fürchterliche Abbild und befragte sogar einige der gefangenen Mischlinge, die noch am Leben waren. Der alte Castro war unglücklicherweise schon vor einigen Jahren verstorben. Was ich nun so anschaulich aus erster Hand hörte, erregte mich von Neuem, wenngleich es in Wirklichkeit nicht mehr als eine detaillierte Bestätigung dessen war, was mein Onkel aufgeschrieben hatte; ich war mir sicher, einer sehr wirklichen, sehr geheimen und sehr alten Religion auf der Spur zu sein, deren Entdeckung mich zu einem Anthropologen hohen Ranges machen würde. Meine Haltung war noch immer völlig materialistisch geprägt – wie ich mir wünsche, dass sie es heute noch sei –, und mit fast unerklärlicher Halsstarrigkeit schenkte ich der Übereinstimmung zwischen den von Professor Angell gesammelten Traumberichten und den merkwürdigen Zeitungsausschnitten wenig Beachtung.

Eine Sache fand ich immer verdächtiger, derer ich mir nun gewiss bin: dass der Tod meines Onkels alles andere als natürlich war. Er fiel auf einem schmalen Hügelweg hin, nachdem ein schwarzer Matrose ihn unachtsam angerempelt hatte – der Weg führte vom alten Hafenviertel herauf, in dem es von ausländischen Mischlingen wimmelt. Cayó en un sendero angosto en la ladera de una colina después de un empujón descuidado de un marinero negro: el sendero que conducía desde los viejos muelles, que estaba repleto de extranjeros de raza mixta. Ich habe die gemischtrassigen und seemännischen Teilnehmer des Kultes in Louisiana nicht vergessen, und ich wäre über geheime Methoden und Riten und Glaubensvorstellungen nicht überrascht gewesen.

Legrasse und seine Männer hat man in Frieden gelassen, das stimmt; doch ein Seemann aus Norwegen, der ihre Riten beobachtete, ist jetzt tot. Könnten die Nachforschungen meines Onkels nach der Begegnung mit dem Bildhauer finsteren Kräften zu Ohren gelangt sein? Ich glaube, Professor Angell starb, weil er zu viel wusste oder weil er auf dem Weg war, zu viel zu erfahren. Ob es mir so ergehen wird wie ihm, wird sich zeigen, denn auch ich weiß nun schon viel. Queda por ver si sentiré lo mismo que él, porque ahora también sé mucho.