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About the expression: Wenn ich alleine bin...

Question:About the expression: Wenn ich alleine bin...
Lesson: GermanLingQ - Eating Out, Part 6
It says "Wenn ich alleine bin...." and "...für mich ganz alleine.".But the ending -e of an adjective shouldn't be used when a noun follows an adjektive?For example:Das ist eine angenehme wohnung. Die Wohnung ist angenehm.
Vielen Danken
"alleine" ist umgangssprachlich. Man hört es sehr oft. Ich würde sagen "Wenn ich allein bin ..." und "für mich ganz allein".
Aaaa!Ok!Danke schön
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Wort "alleine" grammatikalisch eigentlich nicht korrekt ist. Es müsste heißen " Wenn ich allein bin...".

Wie Vera schon geschrieben hat, hört man dieses Wort dennoch recht häufig. Das betrifft aber auch eine ganze Menge andere Wörter, die häufig auch von Muttersprachlern falsch geschrieben oder gesprochen werden. Manchmal hängt das aber auch vom Dialekt ab. In manchen Gebieten Deutschlands hört man z.B. Sätze, in denen Formulierungen wie z.B. "...der wo ich" o.ä. vorkommen, die sich - zumindest für uns Nordlichter - wirklich grauenhaft falsch anhören.

Ein häufiger Fehler, den ich hier in Hamburg öfter höre, ist z.B. das (erfundene) Wort "drinne" für "drin" oder auch "einzigste" für "einzige" etc.


Ich habe mich am Duden http://www.duden.de/rechtschreibung/allein_Adje... und an Canoo.net http://www.canoo.net/services/Controller?dispat... orientiert.

In alten Büchern findet man auch oft "alleine". Viele Worte hatten ein "e" am Ende, das dann im Laufe der Zeit weggefallen ist z.B. "Türe" statt "Tür". In Mitteldeutschland findet es man wohl noch öfter: http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,151...
Oder z.B. - nach Hause, zu Hause
Bei Substantiven ist diese Schreibweise auch heute noch korrekt, wenn auch ein klein wenig antiquiert. Wichtig dabei ist, dass das Nomen (mask. + neutr.) im Dativ steht.

http://www.udoklinger.de/Deutsch/Grammatik/DekN...

1. Der Mann geht auf der Straße (Nominativ - Wer oder was)

2. Die Schuhe des Mannes sind schwarz (Genitiv - Wessen)

3. Das Kind im Mann(e) (Dativ - Wo, wem etc.)

4. Heute morgen sah ich einen Mann (Akkusativ - Wen oder was), der auf der Straße ging.


"Zu Hause" (wo bin ich? = zu Hause = Dativ) ist auf jeden Fall korrekt und sogar wesentlich gebräuchlicher als "zu Haus".

Und was ist mit "nach Hause"?
Ich verwende "alleine" sehr oft und es klingt für mich in einem Satz geschmeidiger und sanfter als "allein". Meinem Sprachgefühl nach sind beide Formen korrekt (und selbst der Duden-Verlag scheint nichts gegen "alleine" einzuwenden zu haben).

ad MMM: (...) Und was ist mit "nach Hause"? (...)

Hier würde ich auf jeden Fall "Hause" sagen. "Ich gehe nach Hause".

In der Umgangssprache sage ich manchmal "Ich geh nach Haus" - ich lasse also das "e" sowohl bei "gehe" als auch bei "Hause" weg.

Schreiben würde ich aber nur "Ich gehe nach Hause." In unserem lokalen Dialekt sagen wir übrigens "I geh ham". (ham = nach Hause; daham = zu Hause).
Ich möchte Ihnen für Ihre Ratschläge danken. Sie haben mir wirklich geholfen!
@ lovelanguagesII
Meine Frage ging zu obenstehender Information über "das Nomen (mask. + neutr.) im Dativ"
Soviel ich weiß, sind solche Wörter wie z.B. "alleine, nach Hause, zu Hause" usw antiquiert, darum haben sie dieses "e". Oder habe ich unrecht?
ad MMM: Ich halte "alleine" keinesfalls für antiquiert, es ist lediglich eine umgangssprachliche Variante (in meiner Gegend wird diese Variante sogar häufiger verwendet als "allein").

Was die Formulierungen "nach Hause" und "zu Hause" anbelangt, so ist hier das "e" am Ende in der Hochsprache die sicher geläufigere Form. Das "e" lasse ich nur im Dialekt bzw. in der Umgangssprache weg, niemals aber, wenn ich z. B. einen Text schreibe.

Antiquiert klingt für mich eher "Türe", da lasse ich das "e" auch in der Schriftform weg. Ich glaube nicht, dass es dafür eine fixe Regel gibt, das hat wohl sehr viel mit den jeweils aktuellen Änderungen im tatsächlichen Sprachgebrauch zu tun. Wenn ich Hochdeutsch spreche, sage ich aber auf jeden Fall "nach Hause", ansonsten spreche ich gleich im Dialekt und das heißt dann bei mir "ham" (Ich fahre nach Hause = I foa ham).

Du scheinst im Übrigen wirklich hervorragende Deutschkenntnisse zu haben. Gratulation!
Das mit Dativ-Endungen habe ich auch nie so richtig verstanden! :-0

Es fällt mir verschiedene Dinge ein, die ich in Deutschland gehört habe und die in meiner Erinnerung geblieben sind. z.B: "...Ich bleibe zu Hause ich bleibe im Bett..." (von einem bekannten Lied der 80er Jahre, glaube ich?)

Gut, aber wieso nicht "im Bette"...?

Yeah, okay, so "Bett" has to rhyme with "nett" in the song's next line...aber trotzdem wäre "im Bette" irgendwie falsch, oder...? :-0

"Zu Fuße gehen" oder "zu Fuße laufen" - ich bin mir sicher, ich habe so etwas sehr häufig gehört.

Aber würde man sagen: "es steht im Text..." oder "es steht im Texte"...? Da hätte ich keine Ahnung! :-0
Das zusätzliche "e" bei einem Substantiv im Dativ wird heute nicht mehr häufig verwendet. Der Satz "Ich bleibe zu Hause im Bette" ist zwar grammatikalisch richtig, wesentlich geläufiger ist aber "Ich bleibe zu Hause im Bett" (also ohne "e" am Ende).

"Es steht im Texte" klingt für mich noch ungewöhnlicher. Daher würde ich hier auf jeden Fall "es steht im Text" bevorzugen. Gleiches gilt für "zu Fuß gehen".

Wenn Du möglichst natürlich Deutsch sprechen möchtest, würde ich Dir empfehlen, das zusätzliche "e" auch beim Dativ wegzulassen. Die paar Ausnahmen, die es wohl leider in jeder Sprache gibt (wie z.B. zu Hause), muss man in diesem Fall auswendig lernen.

"Nach Hause" ist auf jeden Fall richtig (und sogar noch geläufiger als "nach Haus"), obwohl "Hause" hier sogar im Akkusativ steht (Wohin gehst du? Nach Hause).
Das kommt aber normalerweise nur selten - vielleicht sogar gar nicht mehr - vor. Zumindest fällt mir kein Beispiel mehr ein. :/



P.S.: Ich gebe lovelanguages übrigens völlig recht: Eure Deutschkenntnisse (JayB und MMM) sind wirklich phänomenal.

@il melomane70: "...Eure Deutschkenntnisse (JayB und MMM) sind wirklich phänomenal."
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Danke! ;-)

Aber weißt du, eigentlich müsste ich schon ein paar Monaten (oder vielleicht auch ein paar Jahre) in Deutschland verbringen, um meine Kenntnisse wieder zu...(wie sagt man?)..."freshen up"...!!
@JayB: "aufzufrischen" (to fresh up/brush up = auffrischen)

Ich weiß, zwischen Theorie und Praxis liegen manchmal Welten. Diese Erfahrung muss ich leider auch immer wieder machen :( . Ich hoffe, dass ich es irgendwann einmal schaffe, zumindest eine meiner Fremdsprachen einigermaßen fließend zu sprechen.
Ich glaube, wenn man das erst einmal mit einer Sprache geschafft hat, dann wird einem das mit jeder weiteren immer leichter fallen (also so ähnlich, wie es auch bei der Theorie der Fall ist). Zumindest gebe ich die Hoffnung nicht auf. :)
Vilen Dank Euch für Eure schönen Wörter über meine Deutschkenntnisse. Das ist mir sehr angenehm. Deutsch ist meine Lieblingssprache, obwohl ich sehr faul bin.
Leider war ich in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz noch nicht. Aber alles ist in Zukunft :)
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